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Siemens-Chef Löscher will Monsterstädte zähmen

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Siemens-Chef will Monsterstädte zähmen

29.03.2011, 11:25 Uhr | dpa-AFX

Siemens will grüner Infrastruktur-Pionier in globalen Megacities wie New York werden (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Siemens will grüner Infrastruktur-Pionier in globalen Megacities wie New York werden (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

100 Milliarden Euro Jahresumsatz. Das ist das große Ziel von Siemens-Chef Peter Löscher. Erreichen will er es dort, wohin es die meisten Menschen zieht - in den Millionenstädten dieser Welt. Wenn diese Mega-Metropolen nicht kollabieren sollen, sind neue Lösungen gefragt.

Megacities: für die einen der Kollaps - für Löscher Riesenchance

Die indische Hauptstadt Delhi wird bald mehr als 28 Millionen Einwohner zählen, das chinesische Shanghai 20 Millionen, und Dhaka in Bangladesch etwa 14,6 Millionen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die globalen Megastädte bis zum Jahr 2025 weiter überproportional stark wachsen und bald zwei Drittel der Menschen in Städten wohnen. Was für viele eine schauerliche Vorstellung ist, betrachtet Siemens-Chef Peter Löscher als Chance für den Konzern.

300-Milliarden-Euro-Markt

Der neue Konzern-Sektor "Infrastructure and Cities", für dessen Aufbau der Siemens-Aufsichtsrat grünes Licht gab, soll nämlich Lösungen anbieten, die das Leben in solchen Millionenstädten erträglich machen. Dazu gehören zum Beispiel der Bau von U-Bahnen, die Installierung von leistungsfähigen Stromnetzen oder eine Gebäudetechnik, die viele Menschen sicher auf engem Raum unterbringt. Siemens schätzt das Volumen dieses Marktes auf derzeit insgesamt 300 Milliarden Euro.

Siemens als "grüner Infrastruktur-Pionier"

Eine Herausforderung, die man in der Konzernzentrale in München - einer Stadt mit gerade einmal knapp 1,4 Millionen Einwohnern - als Zukunftsaufgabe versteht. Löschers Ziel ist der Siemens-Umbau zum "grünen Infrastruktur-Pionier". In einigen Jahren will er so die Schwelle von 100 Milliarden Euro Umsatz überschreiten. Zuletzt waren es rund 76 Milliarden. Dafür wird ein anderes, traditionelles Geschäftsfeld künftig außerhalb des Konzerns eine Rolle spielen. Die profitable Lichttochter Osram soll im Herbst 2011 an die Börse gehen. Siemens will "Ankeraktionär" bleiben, allerdings nur mit einem Minderheitsanteil.

Monsterstädte: Die zehn größten Ballungsräume der Welt
6 Bilder von 10

Siemens in künftigen Wachstumsländern gut aufgestellt

Mit der Verschiebung der Gewichte dürften in den nächsten Jahren auch Zukunftsentscheidungen über Arbeitsplätze anstehen. Mit 128.000 von weltweit insgesamt 405.000 Mitarbeitern zählt Siemens heute zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Außerhalb Deutschlands arbeiten 277.000 Mitarbeiter.

In Asien, vor allem in Indien und China wird die Stadtbevölkerung in den nächsten Jahren laut UNO am stärksten zulegen. Siemens beschäftigt dort bereits über 33.600 Mitarbeiter in China und rund 17.500 in Indien. Vor allem die boomende Nachfrage in solchen Schwellenländern war es, die dem Unternehmen zuletzt Auftragsschübe verschafften und den Umsatz beflügelten. Diese Millionenmärkte dürften in Zukunft noch an Bedeutung im Konzern zulegen.

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Kommentare (7)

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Thema: "Siemens-Chef Löscher will Monsterstädte zähmen"

Rose schrieb: am 30. März 2011 um 09:56:34
(0) (0) @ Werner, ind
Ja. unfähiger Größenwahn wird als Erfolg verkauft ! Gute Nacht Deutschland. Was sind das für Visionen , wenn einer sagt
,wir brauchen leistungsfähige U - Bahnen und Stromnetze! Da könnte man jedes kind im Kindergarten fragen , es würden bessere Visionen kommen ! Soviel zu unserem "Topf - Managern" , sie sind ihr Geld halt wert!
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Mitdenker schrieb: am 30. März 2011 um 00:57:49
(0) (0) Siemens-Chef will Monsterstädte zähmen
Da kenne ich aber persöhnlich Klügere Angestellte von Siemens.

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Achim schrieb: am 29. März 2011 um 22:00:45
(0) (0) Löscher hat recht
Es ist keine Frage ob sich diese Mega-Städte weiter so entwickeln werden. Darüber sind sich alle Fachleute weltweit
einig. Es ist kein Größenwahn sondern nur klug, sich diesem Trend zu stellen und daran auszurichten. Lieber einen Trend mitgestalten als ihm ärgerlich hinterher zu sehen. Deutschland ist längst nicht mehr der Nabel der Welt. Wir müssen Chancen erkennen und wahrnehmen.
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