Siemens verschärft Sparkurs. (Foto: ddp)Der Elektrokonzern Siemens plant nach Medieninformationen neben der Streichung von weltweit rund 17.000 Arbeitsplätzen weitere Einschnitte. Ein Sparprogramm sehe unter anderem Gehaltskürzungen für Mitarbeiter der sogenannten Healthcare-Sparte in Erlangen vor, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Außerdem wolle der Konzern bis zum Jahresende rund 4000 Siemens- Werkswohnungen verkaufen, berichtete das Magazin "Focus" unter Berufung auf Betriebsräte. 2300 Wohnungen befänden sich in Erlangen, 1150 in München, gut 500 in Karlsruhe und Bruchsal. Von den Gehaltskürzungen um rund zehn Prozent sind nach "Spiegel"- Informationen rund 390 Vertriebsmitarbeiter betroffen,
Konzernsprecher räumt Überlegung ein
Siemenschef Peter Löscher wolle sich zudem von sogenannten Randaktivitäten trennen und stelle nun die knapp 4000 Siemens-Werkswohnungen zur Disposition, berichtete "Focus". Bisher würden diese Wohnungen über eine hauseigene Immobilienfirma an Mitarbeiter vermietet. Ein Konzern-Sprecher habe eingeräumt, das sich das Thema "in der Überlegungsphase" befinde; entschieden sei aber noch nichts. Der Erlanger Betriebsratsvorsitzende Bruno Wägner sei hingegen vom Siemens-Management darüber informiert worden, "dass alle Wohnungen bis zum 21. Dezember dieses Jahres verkauft sein sollen."