
21.05.2010, 16:25 Uhr
Erneut werden Vorwürfe gegen Siemens laut (Foto: ddp)
Die Schmiergeld-Affäre ist kaum vergessen, da liefert Siemens erneut negative Schlagzeilen: Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, der Münchener Technologiekonzern könnte die Bundesagentur für Arbeit betrogen haben.
Wegen angeblich unkorrekter Geschäftspraktiken ist Siemens nach "Spiegel"-Informationen erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Dieses Mal geht es allerdings nicht um Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe, sondern um Betrugsverdacht zu Lasten der Bundesagentur für Arbeit. (Checken Sie jetzt Ihr Gehalt.)
Der Konzern hatte vor vier Jahren angekündigt, eine Schulungsabteilung seines IT-Dienstleisters SBS (heute: SIS) aufzulösen, und rund drei Dutzend Beschäftigten Auflösungsverträge angeboten. Am Ende entschied sich die Bereichsleitung, den Ableger in einer anderen Einheit und mit einem Teil der Mitarbeiter fortzuführen.
Den übrigen Angestellten wurde neben einer Abfindung der Wechsel in eine Qualifizierungsgesellschaft angeboten; für sie beantragte der Konzern Zuschüsse der Bundesagentur, obwohl die Betriebseinheit teilweise weiter bestand. Einige der Ausgeschiedenen alarmierten daraufhin erbost einen Siemens-Ombudsmann. Die Vorgehensweise der SBS-Leitung soll von ihm zunächst kritisiert, dann aber angeblich akzeptiert worden sein. Auch die Konzern-Compliance-Abteilung unter ihrem Chef und neuen Ferrostaal-Antikorruptionsbeauftragten Andreas Pohlmann soll keine Verstöße festgestellt und ihre Untersuchung vor einigen Monaten beendet haben. (Lesen Sie hier, wer zu den besten deutschen Arbeitgebern 2009 gehört.)
Nachdem vor einigen Wochen bei der Münchner Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet wurde, ermittelt nun die Behörde gegen mehrere Siemens-IT-Führungskräfte wegen Betrugsverdachts. Der Ombudsmann wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern, dem Konzern selbst war bis Mitte dieser Woche von einem Verfahren nichts bekannt.
Quelle: Spiegel Online
unwilli schrieb:
am 23. Mai 2010 um 14:00:28
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Siemens
..wenn Politik Tür und Tor öffnet und kriminellen Machenschaften eine juristische Legalisierung gibt, wobei Parlamentarier,
politiker und Abgeordnete in den Aufsichtsräten dieser Unternehmen sitzen, wundert mich nichts mehr. Befehlt dem Wachhund, auf die Fleischvorräte des Metzgers aufzupassen. Hier müssen andere Kontrollmechanismen fassen, Doppelbeschäftigung der Politik muss abgeschafft werden.
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biggjoe schrieb:
am 22. Mai 2010 um 16:45:43
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bevor die STA auf dem Plan ist
hier kann jeder sicher sein, dass niemand unbegründete Vorwürfe erhebt, m.a.Worten steht die Schuld längst
fest. Was jetzt kommt ist ein bekanntes Spiel, wenn du mich haust, haue ich zurück (entlassen wir mal schnell 5.000 Leute). Also haust du mich nicht, entlasse ich keine Leute. Alles verstanden?
Wie korrupt ist unser Staat in der Wirklichkeit?
Wie viele Ackermänner, Kochs, Wellenschläger (oder wie der Korruptus heißt) verkraftet unser Staat eigentlich noch?
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vonBreitenberg schrieb:
am 22. Mai 2010 um 08:19:08
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Siemens unter Betrugsverdacht
Sollte in dem Ganzen sich eine strafbare Handlung herauskristallisieren, werden diese ganz einfach durch die
CDU, CSU und FDP legalisiert. Für den größten Spender dieser Parteien wird man schon Wege finden, und sei es durch eine kleine zusätzliche Strafspende an die Parteien wenn der Vorgang zu Gunsten Siemens abgeschlossen wird. Die kleinen hängt man, an die Großen traut man sich nicht ran. Ein Mittelständler säße schon im Knast für gleiches Handeln.
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