Allein im Siemens-Standort Erlangen sollen 300 Jobs wegfallen (Foto: ddp)Der Elektrokonzern Siemens verschärft seinen Sparkurs und streicht weitere knapp 2000 Arbeitsplätze in Deutschland. Betroffen seien die Antriebstechnologie und das Geschäft mit Großanlagen für die Industrie, teilte die Siemens AG mit. Vor allem im Standort Bad Neustadt (Saale) in Unterfranken will Siemens viele Stellen abbauen.
Absatzeinbruch im Maschinenbau
In Bad Neustadt sollen allein in der Antriebstechnologie bis 2012 rund 840 der heute knapp über 2000 Arbeitsplätze wegfallen. In Erlangen plant Siemens 300 Stellen zu streichen. Der Elektronik-Konzern begründete den Jobabbau mit einem Technologiewechsel bei Niederspannungsmotoren und Absatzeinbrüchen im Maschinenbau.
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Jobabbau kommt nicht überraschend
Der Stellenabbau kommt für die Beschäftigten nicht ganz überraschend. Der Konzern hatte am Dienstag auf seiner Jahreshauptversammlung trotz steigender Gewinne einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Bereits 2008 hatte Siemens den Abbau von weltweit fast 17.000 Stellen bis zu diesem Jahr angekündigt. Siemens beschäftigt weltweit 402.000 Mitarbeiter.
Gesamtbetriebsrat kritisiert Stellenabbau
Bei den Stellenstreichungen will Siemens "möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen" auskommen, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm. Die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat forderten den Konzern auf, auf den Stellenabbau und die Schließung von Standorten zu verzichten und eine Alternative zu suchen. Die Pläne seien weder intelligent noch verantwortungsvoll, kritisierte Aufsichtsrätin Sibylle Wankel.