
03.02.2012, 18:05 Uhr | Financial Times Deutschland
Es ist ein mehr als ambitioniertes Vorhaben: Österreich will im Sommer damit beginnen, Käufer für Teile der Skandealbank Hypo Group Alpe Adria zu finden. Wie aus einem überarbeiteten Sanierungsplan hervorgeht, der jetzt bei den EU-Behörden in Brüssel eingereicht wurde, sollen zunächst nur die kleineren Tochtergesellschaften in Österreich und in Italien veräußert werden. Auf Druck Brüssels soll bis zur Jahresmitte das Herzstück, das Südosteuropa-Netzwerk, folgen. Es umfasst die Töchter in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina sowie Montenegro.
"Das genaue Verkaufsdatum hängt von der Erholung der Märkte ab", sagte Hypo-Chef Gottwald Kranebitter in Wien. Noch 2012 einen neuen Eigentümer für die Südosteuropa-Tochter zu präsentieren sei "unwahrscheinlich". Seinen Angaben zufolge müsse man eher von einem Zeithorizont von zwei Jahren ausgehen.
Die Hypo Group gehörte ursprünglich der BayernLB. Diese hatte vor zwei Jahren ihre Anteile für einen Euro an den österreichischen Staat verkauft. Die EU-Kommission untersucht nun, ob es sich dabei um illegale Beihilfe handelt. Die Hypo hatte sich auf dem Balkan verspekuliert, die BayernLB 3,7 Milliarden Euro in den Sand gesetzt.

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Bereits im Sommer 2011 hatte die Hypo ihre Töchter in Österreich und in Italien zum Verkauf ausgeschrieben. Doch das Verfahren musste auf Eis gelegt werden: Alle infrage kommenden österreichischen Großbanken winkten ab. Angesichts der Schuldenkrise in Europa ist höchst zweifelhaft, ob es dieses Mal besser läuft. Kranebitter jedenfalls hofft, dass sich die Situation ab Sommer bessert. Sein Kalkül: Bis dahin müssen viele Banken die strengeren Kapitalquoten der Bankenaufsicht EBA erfüllt haben. Ab Herbst haben sie wieder Kapazitäten und Kapital für Übernahmen frei.
Auf Spekulationen über einen Verkaufspreis wollte er sich nicht einlassen. Auch Namen potenzieller Interessenten nannte er nicht. Medienberichten zufolge soll die staatliche russische Sberbank interessiert sein, die aber dementiert. Um die Käufersuche zu erleichtern, sollen die faulen Kredite von den Hypo-Töchtern in eine staatliche Bad Bank wandern. Laut Kranebitter ist die Zahl der Problemkredite mittlerweile auf zehn Milliarden Euro angestiegen. Das entspricht etwas mehr als einem Viertel des gesamten Kreditvolumens. Bei anderen österreichischen Banken liegt dieser Anteil bei rund fünf Prozent.
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Von den zehn Milliarden Euro hat die Hypo bislang 3,5 Milliarden Euro wertberichtigt. Bislang hat der österreichische Steuerzahler 1,5 Milliarden Euro in die Sanierung der Bank stecken müssen. Kranebitter geht davon aus, dass keine weitere Staatshilfe notwendig ist. Experten zweifeln daran. So glaubt Ex-Finanzminister Hannes Androsch, dass die Hypo Österreich "mit Sicherheit" noch weitere vier Milliarden Euro kosten wird. Androsch ist Vize-Aufsichtsratschef der Finanzmarktbeteiligung AG (Fimbag), die wie der deutsche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) für die Verwaltung staatlicher Hilfsgelder zuständig ist.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Der............ schrieb:
am 1. Februar 2012 um 09:42:25
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Austria
Östereich macht es Richtig, zuerst den Deutschen Staat bescheissen,dann diese Bank ohne Geld loswerden....
Man fragt sich wie
Unfähig der Deutsche Rechtsstaat wirklich ist...Wenn das ein normal Bürgen gemacht hätte,wäre dieser Sofort ins Gefängnis gegangen...
Wir mekern immer über Russland und deren Führung...Deutschland ist viel Dreister und Ungerechter !!!!!In vieler hinsicht !!! !!! !!!
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Banker schrieb:
am 1. Februar 2012 um 09:26:25
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Insolvenz
Hier gibt es erhebliche Anzeichen einer drohender Insolvenzverschleppung. Sind hier die Kontrolleure blind? Meines Erachtens kann
und sollte der Eigentümer ( Staat Österreich oder Land Kärnten ) den Verkauf anfechten wegen Irreführung und Verschweigens der Kreditrisiken. In Deutschland würde die Bafin prüfen, wer macht das in Österreich?
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Der Macher schrieb:
am 1. Februar 2012 um 09:04:14
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Gebt mir 100 Milliarden ...
... und ich nehme diese Bank und mache daraus die Größte der Welt mit meinem Team an Fachleuten aus der
Wirtschaft und alle können nur Profitieren, da Abzocke und Verarsche wir nicht unterstützen !!!
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