24.11.2011, 12:31 Uhr | dpa-tmn, t-online.de
Klimaschutz fängt zu Hause an: Verbraucher können etwas für die Umwelt tun, indem sie Energie sparen. Das ist nicht immer einfach - immerhin müssen dafür einige Gewohnheiten geändert werden. Energieberater helfen dabei. Für Verbraucher kann sich so eine Beratung lohnen: In einem Vier-Personen-Haushalt ließen sich durch konsequentes Energiesparen mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen, erklärt Birgit Holfert vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. In einem Interview anlässlich des UN-Klimagipfels in Durban beantwortet die Expertin die wichtigsten Fragen zum Thema.
Wo findet man Energieberater?
Birgit Holfert: Der Markt für Energieberatungen ist ziemlich unübersichtlich. Angebote gibt es bei den Verbraucherzentralen, aber auch von Energieversorgern, Städten und Gemeinden, Freiberuflern wie Architekten und Ingenieuren, Handwerkern oder Umweltschutzverbänden. Entscheidend ist neben Preis und Qualität der Beratung vor allem die Unabhängigkeit des Beraters - sowohl von Herstellern und Produkten als auch von einzelnen Gaswerken. Nur so können Verbraucher sicher sein, dass die Beratung wirklich ihre Interessen im Blick hat und nicht von kommerziellen Interessen getrieben ist.
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Was qualifiziert die Fachleute?
Das Berufsbild 'Energieberater' ist nicht geschützt. Deshalb kann sich praktisch jeder als Energieberater bezeichnen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale benötigen einen Hochschulabschluss und sind in der Regel Architekten, Ingenieure oder Physiker. Seitens des Bundeswirtschaftsministeriums werden außerdem zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Energiesparen verlangt.

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Wie lässt sich ein Energieberater vor Ort finden?
Neben den Verbraucherzentralen sind die Fachleute ab Mitte Dezember auf der dena-Expertenliste zu finden. Außerdem gibt es eine Liste der Energieberater, die berechtigt sind, Förderanträge an die KfW Förderbank zu unterschreiben. Das ist für diejenigen interessant, die ein KfW-Effizienzhaus 70, 55 oder 40 oder ein Passivhaus bauen beziehungsweise kaufen möchten. Auch eine geförderte Baubegleitung ist möglich.
Wonach erkundigen sich Verbraucher am meisten?
Eigentümer und Mieter haben unterschiedlich großen Einfluss auf die energetische Situation ihrer Wohnung. Dementsprechend variieren die Themen. Für Eigenheimbesitzer stehen Fragen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Heizungsanlage und Wärmedämmung ganz weit oben. Mietern helfen unsere Berater eher dabei, die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen und durch ein energiesparendes Verhalten Kosten zu sparen. Auch geringinvestive Maßnahmen wie der Einbau programmierbarer Thermostatventile gehören dazu.
Was kann man durch eine Energieberatung sparen?
Die Potenziale sind oft enorm: Der Stromverbrauch in einem Vierpersonenhaushalt beträgt um die 5000 Kilowattstunden (Lesen Sie hier die aktuellen Strompreisänderungen), kann jedoch mit einigen Sparmaßnahmen auf unter 3000 Kilowattstunden gesenkt werden. Das sind bei einem Strompreis von rund 22 Cent über 400 Euro im Jahr. Noch mehr Energie lässt sich durch bewusstes Heizen und Lüften und vor allem Dichtungs- und Dämmmaßnahmen sparen, denn die Heizkosten stellen den Großteil der Energiekosten der privaten Haushalte. Wie viel genau gespart werden kann, hängt jedoch von der individuellen Ausstattung des jeweiligen Haushalts und nicht zuletzt dem Verhalten seiner Bewohner ab.
Was kostet eine Energieberatung?
Die Kosten hängen zum einen davon ab, wie detailliert und tiefgehend die Beratung erfolgen soll, zum anderen, ob die Leistung von Dritten bezuschusst wird. Die Skala reicht von der kostenlosen Stromsparberatung des Energieversorgers bis zur umfänglichen Sanierungsbegleitung durch einen selbstständigen Ingenieur, die mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlägt. Eine halbstündige Beratung der Verbraucherzentrale kostet fünf Euro. Für einkommensschwache Haushalte ist die Beratung kostenlos.
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Quelle: t-online.de , dpa-tmn
blinker schrieb:
am 26. November 2011 um 08:55:24
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Ernergieberater
Der beste Energieberater ist man selbst, kennt man doch in der Regel die Schwachstellen im Haus, im Bedarfsfall kann man sich
fachmännischen Rat beiholen. Wesentlich ist, daß man sein Haus ständig beobachtet und evtl. Schwachstellen z.B. undichte Fenster oder Dichtungen sofort ersetzt, Hilfe bieten Thermografische Außenaufnahmen. Wesentlicher Bestandteil ist auch die Heizung, jährliche Wartung sowie Art der Heizung z.B. Brennwerttechnik sind von Vorteil, genausso wie der Energieranbieter.
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blinker schrieb:
am 26. November 2011 um 08:46:31
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Energieberatung
Jeder, der eine eigene Immobilie besitzt oder bewohnt, sollte grundsätzlich in der Lage sein, Grundlagen für eine
Energieeinsparung zu erwerben oder zu erlernen, geht es doch ums eigene Geld. Für die Außenisolierung des Hauses
kann man mit einer Wärmebildkamera entsprechende Aufnahmen machen, die bekommt man schon für 150 €. Das ist schon die Grundlage für evtl. weitere energetische Maßnahmen. Hiernach kann man gezielt Hilfe für anstehende Maßnahmen bei den örtlichen Handwerkern suchen.
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