10.01.2011, 12:58 Uhr | dapd
Geldwäsche, ein heikles Thema (Foto: Archiv) (Quelle: t-online.de)
Wie man Geld "sauber" bekommt und um die Steuerbehörden herumschleust, ist in verschiedenen Ermittlungsverfahren der vergangenen Jahre bekannt geworden. Der einstige Genfer Staatsanwalt Bernard Bertossa zum Beispiel hatte dies im Falle Leuna über mehrere Jahre recherchiert. Seine wichtigste Lehre war, dass das Geld scheinbar sinnlos möglichst viel zirkulieren musste, damit die Zusammenhänge für die Ermittler verschleiert wurden; möglichst über Staatsgrenzen hinweg, damit die Justiz immer wieder neue Hilfsersuchen an die Behörden anderer Staaten richten musste und dort scheiterte.
Bertossa sprach einmal von einer "Mönchsarbeit" für die Justiz, die Geldflüsse zu rekonstruieren. Im Fall Leuna legte er riesige "Tapeten" an, auf denen Konten als Rechtecke und Zahlungen als Pfeile dargestellt wurden. Die Grafik war kompliziert wie ein Schnittmuster.
Bei Geldwäsche legt auch selten ein Herr X ein Konto an, sondern eine Briefkastenfirma, die einen schönen Namen wie "Capital Investment Corporation" trägt oder so ähnlich. Die Überweisungen werden in deren Namen gemacht. Beliebt sind Strohmänner, die sich als Konteninhaber ausgeben. Der wirtschaftlich Berechtigte ist aber dann ein anderer, zum Beispiel eine Stiftung, hinter der dann schließlich der wahre Besitzer stecken kann. Beheimatet waren und sind diese Firmen in Liechtenstein, auf den Britischen Jungferninseln, den Kaiman-Inseln, den Bahamas oder auf anderen schönen Inseln. Immer wieder genannt wurden auch Singapur, Zypern, Gibraltar und Jersey.
Die Summen wurden dann häufig aufgeteilt auf verschiedene Unterkonten, dann in Dutzende Unter-Unterkonten, bis sie wieder in der gleichen Bank eintrafen. Aber offiziell auf dem Konto einer anderen Firma. Hin und wieder gab es Barauszahlungen, damit die "Papierspur des Geldes" unterbrochen wird. Dann konnte das Geld wieder in einem anderen Institut oder mehreren Banken, in Vaduz zum Beispiel auf der anderen Straßenseite, wieder eingezahlt werden.
Bertossa hat auch die Kompensationsmethode entdeckt. Wenn jemand von Deutschland Geld in die Schweiz bringen wollte, konnte er sich mit einem Schweizer arrangieren. Der Deutsche überwies dem Schweizer auf dessen Konto in Deutschland 100 Millionen Euro. Der Schweizer überwies dem Deutschen gleichzeitig 100 Millionen Euro auf sein Schweizer Konto. Zwischen den beiden Operationen war kein Zusammenhang erkennbar. Je nach dem Saldo der beiden Überweisungen fließt Geld in die Schweiz oder umgekehrt.
Im Falle Leuna waren Konten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein, Luxemburg und Monaco beteiligt. Am Ende landeten Millionen auf verschiedenen Wegen im Libanon - der dann nicht mit den Schweizer Staatsanwälten kooperierte.
Quelle: dapd
Tester schrieb:
am 14. Januar 2011 um 13:54:26
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mich wudert, dass der Zumwinkel
nicht eine Schule eröffnet, wie nehme ich den deutschen Staat aus und führe diesen anschließend
öffentlich vor, zu seiner Steuerhinterzieherei wurde der ja noch mit 20 Mille Rente in Bar und unversteuert belohnt, so macht man das!!!
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trägerchen schrieb:
am 11. Januar 2011 um 12:56:21
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Geldwäsche
Ich empfehle das Buch: Schön reich, Steuern zahlen die Anderen.
Dann wisst Ihr wie es um unser Land steht. Oder auch: Der
Staatsbankrot kommt!
Informierter kann man kaum sein.
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moneyblackhole schrieb:
am 11. Januar 2011 um 12:50:48
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Geld muss man nicht waschen
Geld muss doch nicht gewaschen werden - lasst es doch einfach verschwinden: www.moneyblackhole.com
Und im ganz
grossen Stil: S21 - Zack und weg ist das Geld :)
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