10.07.2010, 09:56 Uhr | Marion Schalk
Die Deutschen setzen angesichts unsicherer Krisenzeiten und historisch niedriger Baugeldzinsen auf Wohneigentum als Anlage. Das bestätigen die Makler der Landesbausparkassen (LBS). Die Nachfrage nach Bestandsimmobilien und Neubau steigt, melden sie. Kein Wunder: Deutsche Immobilien erweisen sich laut der aktuellen LBS-Analyse "Markt für Wohnimmobilien 2010" als besonders wertstabil. Wer kaufen will, sollte nicht mehr allzu lange warten. In Zukunft werden die Preise für Wohneigentum steigen, prognostizieren die Fachleute. Dabei gibt es bereits jetzt erhebliche regionale Preisunterschiede. In der Übersicht "Immobilien-Preisspiegel 2010" finden Sie die Preise für den neue und gebrauchte Wohnungen, Häuser und Reihenhäuser aus 80 deutschen Großstädten - klicken Sie sich durch!
Für die Zukunft erwartet der LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm einen robusten Entwicklungstrend. "Die Bezahlbarkeit von Immobilien ist...besser denn je". Die historisch niedrigen Zinsen sorgten für Finanzierungsraten, die häufig schon zu Beginn nicht höher lägen als Mieten für vergleichbare Objekte. Außerdem sei das Angebot an guten Objekten noch relativ breit und, abgesehen von teuren Ballungsräumen, recht günstig. Das gelte sowohl im historischen Vergleich als auch beim Blick über die Grenzen in Europa. "Während es auf den Wohnungsmärkten in etlichen europäischen Ländern turbulent zugegangen ist, verzeichnen wir hierzulande konstante Preise", so Hamm.
Hamm weist auch auf den "Wohn-Riester" als staatliche Finanzierungsförderung hin. Dessen Bedeutung werde bislang noch unterschätzt, aber sicher weiter ins Bewusstsein der Menschen rücken. "Deswegen gehe ich davon aus, dass das latente Interesse an Eigenheimen und Eigentumswohnungen allmählich virulenter wird und zu einer Aufwärtsentwicklung führt".
Künftig werde die Auswahl für Erwerber in Deutschland jedoch tendenziell schwieriger werden. Die LBS-Experten erwarten erstmals keine Angebotsausweitungen mehr, wohl aber einen weiter steigenden Nachfragetrend. Das bestätigen auch Beobachtungen des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Damit werden die Preise steigen. Qualitätsaspekte wie Lage und Zuschnitt der Immobilie, die unmittelbare Umgebung oder der energetische Zustand werden deshalb laut Hamm immer wichtiger. Vermeintliche Schnäppchen sollte man sich deshalb genau anschauen.
Die Preise für Wohneigentum variieren laut LBS-Studie je nach Region. Generell gilt: Je höher der Wohlstand in einer Region, desto höher die Preise. Das gilt vor allem für gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser. Sie stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben. In den teuersten Städten blättert der Interessent bis zu zehnmal so viel für das Häuschen auf den Tisch wie in billigeren Regionen. So kostet das typische Einfamilienhaus in München 750.000 Euro - drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In großen Städten wie Dresden oder Leipzig (160.000 bis 170.000 Euro), Hannover oder Bremen (200.000 Euro) wird es schon deutlich günstiger. In manchen ostdeutschen Mittelstädten bleiben die Preise teils deutlich unter 100.000 Euro, wie in Bitterfeld-Wolfen (60.000 Euro) oder Wittenberg (70.000 Euro).
Dazwischen tummeln sich Wiesbaden und Heidelberg mit 550.000 Euro auf Platz 2, weitere süd- und westdeutsche Zentren wie Stuttgart (480.000 Euro), Freiburg (460.000 Euro) sowie Düsseldorf, Frankfurt, aber auch Ingolstadt (450.000 Euro). Auch touristisch geprägte Regionen verzeichnen Spitzenpreise - eine generelle Trennlinie zwischen Stadt und Umland können die LBS-Experten bei den Preisen nicht feststellen. Das zeigen Beispiele aus dem Frankfurter Umland, wo die ländlicheren Objekte mancherorts deutlich teurer sind als in der Mainmetropole - am extremsten in Bad Homburg mit dem Rekordpreis von 850.000 Euro und Oberursel mit 800.000 Euro. Auch in den Umlandgemeinden von Stuttgart und Düsseldorf findet man gebrauchte Einfamilienhäuser, die teurer sind als die in den Landeshauptstädten selbst.
Eigentumswohnungen sind nach wie vor beliebt - bei neuen Eigentumswohnungen registrieren die Immobilienexperten wieder leicht steigende Preise. Im wesentlichen entstünden diese Objekte an touristisch interessanten Standtorten sowie in den Ballungsräumen. „Dort gilt Wohneigentum auf der Etage als geeignete, preisgünstigere Alternative für die knappen Eigenheimangebote“, so Hamm. Hier erreichen laut LBS-Preisspiegel Unterhaching und Unterschleißheim in diesem Jahr mit 3800 Euro pro Quadratmeter den deutschen Spitzenwert, noch vor München (3550 Euro). Am unteren Ende der LBS-Preisskala bei den Großstädten befinden sich Hildesheim, Oldenburg und Salzgitter mit 1100 Euro pro Quadratmeter für eine neue Eigentumswohnung. Gebrauchte Eigentumswohnungen sind ebenfalls mehr und mehr gefragt. Dabei drückt aber das große Bestands-Angebot die Preise. Der Abschlag für gebrauchtes Wohneigentum auf der Etage im Vergleich zu Neubauten betragen laut LBS derzeit über 30 Prozent.
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Beim Bauland rechnen die LBS-Vermittler schließlich noch mit einer Ausweitung des Angebots. Deshalb koste der Quadratmeter Grund und Boden in den süddeutschen Groß- und Mittelstädten mit 310 Euro sogar noch einmal mehr als im Vorjahr – und zugleich weit mehr als doppelt so viel wie im Norden (120 Euro) und über viermal so viel wie im Osten (70 Euro). Extreme Grundstücksknappheit signalisieren die Spitzenpreise in süd- und südwestdeutschen Großstädten wie Stuttgart (750 Euro), Heidelberg (630 Euro), München (575 Euro) und Frankfurt (550 Euro).Basis der LBS-Analyse ist die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften und Sparkassen. Vergleichswerte finden Leser im Markt für Wohnimmobilien 2009. Ihre Makler vermittelten im vergangenen Jahr 28.500 Objekte in ganz Deutschland und sind laut eigener Auskunft die größte Maklergruppe Deutschlands.
Die aktuellen Versteigerungstermine aus Ihrer Wunschregion Zwangsversteigerungen
Quelle: t-online.de
Niro70 schrieb:
am 10. Juli 2010 um 16:34:34
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Pieke
Schnell noch hinzugefügt: Unten zieht GOSCH ein; wer Sylt kennt, der kennt GOSCH und wer GOSCH mag wird auch mal in Binz sein; es
lohnt sich dort mal Urlaub zu machen; bin jedes Jahr da.
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Deha schrieb:
am 10. Juli 2010 um 16:29:51
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Immos 2010
Immobilienerwerb war noch niemals leicht wie heute. Ich hab vor 20 Jahren gekauft mit Eigenkapial von 20% zu Zinsen von 7%. Fahre
seit 20 Jahren immer noch das selbe Auto und das Wort Urlaubsreise ist für mich ein Fremdwort. Ohne Verzicht geht es nicht, jedenfalls nicht mit Normaleinkommen. Heutzutage ist kaufen billiger als mieten und trozdem ist die Nachfrage fast tot. ETWs stehen mehr als 1 Jahr zum Verkauf und keiner will sie trotz billigen Preisen haben.
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Pieke schrieb:
am 10. Juli 2010 um 16:26:07
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die Bestätigung
hallo Niro,du bestätigst einen Trend ,der im "Osten"(mag d. Ausdrucksweise selbst nicht)deutlich wird,es sind auch
Niederländer ,die zunehmend Bauerhöfe ,Hotels ,Pensionen hier erwerben,so wie du es wohl an der Ostseeküste kennengelernt hast,übrigens wer die dt. Geschichte kennt ,Ostesee war schon immer die Perle der Deutschen,wir müssen eben aufpassen ,das uns nicht alles verloren geht,als Dank an unsere Väter.d. Erben haben keine Wertvorstellungen mehr u. werden alles verhökern,leider!
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