11.01.2011, 10:10 Uhr | t-online.de/business, dpa-tmn
Hohe Gehaltsunterschiede bei Azubis in West- und Ostdeutschland. (foto: imago)
Sicher, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Aber hätten Sie gedacht, dass die Gehaltsunterschiede bei deutschen Auszubildenden so immens sind? Immerhin variieren die Löhne um bis zu 700 Euro im Monat - was bei einem maximalen Gesamtverdienst von rund 980 Euro ein ganz schöner Batzen ist. Wir verraten Ihnen in unserer Klick-Show, welche Auszubildenden sich freuen können und welche mit ein paar hundert Euro im Monat abgespeist werden.
Die absoluten Top-Verdiener unter den Azubis sind in Deutschland die Binnenschiffer-Lehrlinge. Sie bekamen laut Tarif in West- und Ostdeutschland im Schnitt 978 Euro pro Monat, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn herausgefunden. Das BBIB hat für dieses Ergebnis den Verdienst aller drei Lehrjahre zusammengerechnet und den Durchschnitt ermittelt. Entsprechend starten Binnenschiffer-Lehrlinge mit 854 Euro im ersten Lehrjahr und können sich im letzten Ausbildungsjahr schon über 1103 Euro freuen.
Den zweiten Rang belegten neben anderen die Maurerlehrlinge: Sie erhielten im Schnitt 916 Euro monatlich im Westen und 725 Euro im Osten. Auch Drucker und Buchbinder können nicht klagen. Sie erhalten sowohl in West und Ost 886 Euro monatlich.
Ganz anders ist das etwa bei Friseuren, Floristen und Schuhmachern. Sie gehören im Osten zu den Verlierern, was das Azubi-Gehalt angeht. Eine Friseuse in Ausbildung erhält im Osten im ersten Lehrjahr nur 214 Euro, auch im dritten Lehrjahr kann sie mit 341 Euro monatlich noch keine großen Sprünge machen - durchschnittlich macht das 269 Euro im Monat. Im Westen ist der Verdienst in der Friseur-Lehre etwas besser, liegt aber durchschnittlich dennoch nur bei 451 Euro im Monat.
Am schlechtesten bezahlt sind im Westen sind die Bauten- und Objektbeschichter. Sie erhalten durchschnittlich nur 378 Euro im Monat, im ersten Lehrjahr sind es nur 362 und im zweiten und letzten Lehrjahr sind es 393 Euro. Auch im Osten gehören sie zu den Verlierern mit 348 Euro durchschnittlich.
Das BIBB hat die durchschnittlichen Vergütungen für insgesamt 186 Berufe im Westen und 151 Berufe im Osten Deutschlands ermittelt. Diese Berufe streben 88 Prozent aller Auszubildenden an.
Quelle: dpa-tmn
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