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Société Générale: Schwere Managementfehler im Fall Kerviel

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SocGen: Managementfehler im Fall Kerviel

24.05.2008, 14:41 Uhr | dpa / T-Online

Aktienhändler Jérôme Kerviel auf dem Weg zu einem Gerichtstermin (Foto: imago) Aktienhändler Jérôme Kerviel auf dem Weg zu einem Gerichtstermin (Foto: imago) Für die Milliarden-Spekulationsverluste bei der Société Générale (SocGen) sind nach einer internen Prüfung der Bank "schwere Managementfehler" der direkten Vorgesetzten des Aktienhändlers Jérôme Kerviel verantwortlich. Die beiden Manager hätten ihre Aufsicht vernachlässigt, heißt es in einem am Freitagabend in Paris veröffentlichten Bericht. Kerviel habe außerdem bei der Manipulation des Computersystems der Bank mehrfach Hilfe von seinem Assistenten bekommen.

SocGen - Trotz Gewinneinbruch Milliarde verdient

Zwei weitere Entlassungen
Kerviel hatte mit Spekulationen auf Aktienindizes in unerlaubtem Ausmaß der Bank einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebracht. Der Aktienhändler wurde deswegen entlassen und soll sich vor der Justiz verantworten. Als Konsequenz der Prüfung sollen jetzt auch sein direkter Vorgesetzter Eric Cordelle und sein Abteilungsleiter Martial Rouyère entlassen werden, berichten französische Medien. Allerdings müssten die beiden ebensowenig ein Strafverfahren fürchten wie andere Manager der Pariser Großbank. Nur Kerviels Assistent könne ins Visier der Justiz geraten.



Bank wurde aus Deutschland gewarnt
Kerviel wird von der Bank, die mehrfach aus Deutschland auf mögliche Unregelmäßigkeiten hingewiesen worden war, als Einzeltäter bezeichnet. Der Prüfbericht kommt zu dem Schluss, dass höhere Manager nicht belastet würden. SocGen-Chef Daniel Bouton hatte wegen des Skandals aber die operative Leitung abgeben müssen und ist jetzt Oberaufseher der Bank. Zwei höhere Manager, darunter der Leiter der Derivate-Abteilung, hatten den Konzern ganz verlassen. Die Hauptversammlung der Bank ist für Dienstag geplant.

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Quelle: t-online.de

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