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Société Générale verzockt sich mit Hellas-Bonds

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Hellas zieht Société Générale nach unten

03.08.2011, 12:28 Uhr | dpa-AFX

Die Lage in Griechenland spitzt sich zu (Foto: Reuters)Die Lage in Griechenland spitzt sich zu (Foto: Reuters)Griechenland hängt wie ein Klotz am Bein der französischen Großbank Societe Generale. Das Kreditinstitut hat im zweiten Quartal auch wegen hoher Abschreibungen auf seine griechischen Staatsanleihen einen überraschend hohen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Überschuss ging um knapp ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 747 Millionen Euro zurück, wie das Institut in Paris mitteilte. Damit verfehlte die Bank die Erwartungen von Analysten. Die Aktie tauchte ab, mit 29,52 Euro wurde zwischenzeitlich gar der tiefste Kurs seit April 2009 gehandelt.

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Fast 400 Millionen Verlust mit Hellas-Bonds

Die Société Générale korrigierte den Wert der von ihr gehaltenen griechischen Anleihen um 395 Millionen Euro nach unten. Die französischen Banken zählen zu den am stärksten in Griechenland engagierten Instituten. Angesichts der schwierigen Lage für die Bankenbranche stellte das Institut zudem sein Ziel infrage, im kommenden Jahr unter dem Strich sechs Milliarden Euro zu verdienen.

Am Vortag hatte bereits BNP Paribas seine Beteiligung am Rettungspaket für Griechenland angekündigt und 534 Millionen Euro - 21 Prozent seiner bis Ende 2020 auslaufenden Anleihen - abgeschrieben.

Die europäische Finanzbranche will im ersten Schritt rund 50 Milliarden Euro zur Griechenland-Rettung beitragen, in dem sie griechische Staatsanleihen in neue Papiere mit längeren Laufzeiten tauscht und dafür Abschläge in Kauf nimmt.

Analysten äußerten sich skeptisch über die Zahlen der Société Générale. Vor allem die neue Zurückhaltung des Managements in Bezug auf den Ertrag sieht WestLB-Analyst Christoph Bossmann als Belastung. Ansonsten bewertet er die Quartalsbilanz als gemischt. Starke Ergebnisse im französischen Privatkundengeschäft und eine weltweite Trendwende in diesem Geschäftsfeld hätten die Schwäche bei Privatkrediten und im Aktienhandel nicht auffangen können. Zunächst blieb er bei seiner Einschätzung "Add" mit einem Kursziel von 42 Euro.

Jon Peace vom japanischen Analysehaus Nomura erinnerte indes daran, dass der Marktkonsens das Gewinnziel von sechs Milliarden Euro bereits mit Vorsicht genossen habe und entsprechend nur bei 5,4 Milliarden Euro liege. Der Experte misst den Aktien trotz der weniger beeindruckenden Entwicklung als bei BNP Paribas enormes Potenzial zu, falls sich eine deutlich verschärfte Schuldenkrise in der Eurozone vermeiden lasse. Sein Votum lautet entsprechend "Buy" mit einem Ziel von 58 Euro.



Quelle: dpa

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