03.08.2011, 12:28 Uhr | dpa-AFX
Die Lage in Griechenland spitzt sich zu (Foto: Reuters)Griechenland hängt wie ein Klotz am Bein der französischen Großbank Societe Generale. Das Kreditinstitut hat im zweiten Quartal auch wegen hoher Abschreibungen auf seine griechischen Staatsanleihen einen überraschend hohen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Überschuss ging um knapp ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 747 Millionen Euro zurück, wie das Institut in Paris mitteilte. Damit verfehlte die Bank die Erwartungen von Analysten. Die Aktie tauchte ab, mit 29,52 Euro wurde zwischenzeitlich gar der tiefste Kurs seit April 2009 gehandelt.
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Analysten äußerten sich skeptisch über die Zahlen der Société Générale. Vor allem die neue Zurückhaltung des Managements in Bezug auf den Ertrag sieht WestLB-Analyst Christoph Bossmann als Belastung. Ansonsten bewertet er die Quartalsbilanz als gemischt. Starke Ergebnisse im französischen Privatkundengeschäft und eine weltweite Trendwende in diesem Geschäftsfeld hätten die Schwäche bei Privatkrediten und im Aktienhandel nicht auffangen können. Zunächst blieb er bei seiner Einschätzung "Add" mit einem Kursziel von 42 Euro.
Jon Peace vom japanischen Analysehaus Nomura erinnerte indes daran, dass der Marktkonsens das Gewinnziel von sechs Milliarden Euro bereits mit Vorsicht genossen habe und entsprechend nur bei 5,4 Milliarden Euro liege. Der Experte misst den Aktien trotz der weniger beeindruckenden Entwicklung als bei BNP Paribas enormes Potenzial zu, falls sich eine deutlich verschärfte Schuldenkrise in der Eurozone vermeiden lasse. Sein Votum lautet entsprechend "Buy" mit einem Ziel von 58 Euro.
Quelle: dpa
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