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Solarenergie: Erster Wüstenstrom soll aus Marokko kommen

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Desertec: Erster Wüstenstrom soll aus Marokko kommen

31.10.2011, 11:51 Uhr | dpa-AFX, bv

Solarthermie-Kraftwerk "Solucar" in Spanien: Beispiel für Marokko (Quelle: Reuters)

Solarthermie-Kraftwerk "Solucar" in Spanien: Beispiel für Marokko (Quelle: Reuters)

Zwei Jahre nach Gründung der Stiftung Desertec kommt Bewegung in das Mammutprojekt zur Produktion von Wüstenstrom. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) schreibt, im nächsten Jahr solle mit dem Bau eines Solarkraftwerks in Marokko begonnen werden. Der erste Strom könnte dann ab 2014 fließen. Die Kosten liegen bei bis zu zwei Milliarden Euro.

Die Kapazität solle bei 500 Megawatt liegen - der Hälfte eines Atomkraftwerks. Allein die Kosten für die erste Baustufe, ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt, veranschlagt die Initiative mit bis zu 600 Millionen Euro. Die Energie solle lokal verwendet, aber auch nach Europa exportiert werden.

Strom für und aus Afrika

Bis 2050 sollen bis zu 15 Prozent der europäischen Stromnachfrage über Öko-Energien - vor allem Solarstrom - aus Nordafrika gedeckt werden. Insgesamt kann dies bis zu 400 Milliarden Euro kosten., An der Industrieinitiative Desertec sind auch deutsche Konzerne wie Siemens und E.ON beteiligt.

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Desertec setzt auf Solarthermie. Dabei wird mit der Sonnenenergie Wasser in Dampf verwandelt und damit Turbinen angetrieben, die den Strom erzeugen. Da sich Wärme leicht speichern lässt, können die Kraftwerke beispielsweise auch noch nachts Strom erzeugen und Schwankungen bei anderen erneuerbaren Energien wie Wind oder Photovoltaik ausgleichen.


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Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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Kommentare (38)

zum Forum

Thema: "Solarenergie: Erster Wüstenstrom soll aus Marokko kommen"

Tell59 schrieb: am 2. November 2011 um 10:58:02
(2) (1) Desertec - wunderbare Sache...
...aber für Land und Leute VOR ORT in Nordafrika. Die verbrauchen mit steigendem Wohlstand mindestens so
viel fossile Energie für Klimaanlagen, wie wir für Heizung. Den Strom aber über Tausende km zu uns zu bringen ist programmatischer Wahnsinn. Wer Desertec SO denkt, denkt nicht nachhaltig sondern an kurzsichtigen „Profit“. Besonders auch, weil nur sehr wenige Leute vor Ort davon profitieren und die allermeisten den Stromleitungen folgen werden, um Arbeit und Auskommen zu finden – also zu uns.
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Olbernhauer schrieb: am 1. November 2011 um 15:42:37
(0) (1) Kapazität
Die theoretisch lieferbare Leistung beträgt ca. 4 Terrawattstunden per anno. (wenn, was ich bezweifle, auch nachts geliefert
würde, rund 90% der Gesamtzeit, Vollast) Dland verbraucht über 600. Naja, für mein Dorf reichts sicher.
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Kamuel schrieb: am 31. Oktober 2011 um 16:38:42
(1) (1) ...
Wird dann per WLAN Netze einfach weitergeleitet. Einfaches Stromnetzwerk dank FritzBox. Das wird sicher günstiger für uns. Weil der
Wasserspeicher in Norwegen (?!) war unserer Merkel ja zu teuer :). Da macht eine Planung in Marroko sicherlich mehr Sinn abgesehen davon.
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