09.01.2012, 14:08 Uhr | dpa-AFX
Die Installation neuer Solaranlagen in Deutschland ist im Dezember regelrecht explodiert. Der Zubau betrug nach Angaben der Bundesnetzagentur 3000 Megawatt. Damit wurde ausgerechnet in einem Wintermonat so viel an neuen Anlagen zugebaut wie nie zuvor.
Der bisherige Rekord war der Juni 2010 mit 2100 Megawatt. Wider Erwarten wurde mit insgesamt 7500 Megawatt dank des Dezembers auch der bisherige Jahresrekord von 2010 (7400 Megawatt) noch übertroffen. Verantwortlich gemacht wurde dafür die Förderkürzung um 15 Prozent zu Jahresbeginn und die Debatte um eine Obergrenze für die Förderung, um die Kosten für die Verbraucher so im Griff zu halten.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte mit Blick auf den unerwartet starken Ausbau: "Entscheidend ist, dass die Diskussion um einen absoluten Deckel bei der Vergütung im Dezember zu erheblicher Verunsicherung und damit zu "Schlusskaufreaktionen" geführt hat". Weiter sagte er: "Die Bürgerinnen und Bürger haben befürchtet, die Vergütung könne über kurz oder lang ganz eingestellt werden." Um über die überraschende Entwicklung und die Auswirkungen auf die Kosten für die Verbraucher zu beraten, kündigte er Branchengespräche für übernächste Woche an.
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2011 hatten die Erneuerbaren Energien bereits einen Anteil von 20 Prozent erreicht. Allerdings wird kritisiert, dass die im Winter kaum zur Verfügung stehende Sonnenenergie rund die Hälfte der Förderkosten von rund 13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gefressen hat, aber nur drei Prozent der Stromproduktion trug. Der Ausbau zeige, dass die Bürger hinter der Energiewende stünden, sagte Röttgen. "Sie wollen sich selbst als Akteure daran beteiligen, sie sind bereit zu investieren und sie sind auch als Stromkunden bereit, für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu zahlen."
Mit dem Rekordausbau dürfte auch wieder die Diskussion um eine Deckelung der Förderung befeuert werden. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will eine Begrenzung auf 1000 Megawatt pro Jahr. Eine solche Deckelung hatte aber etwa in Spanien den Solarausbau abgewürgt, weil niemand wusste, ob man noch eine Förderung bekommt oder die Obergrenze bereits erreicht ist. Den Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen die Verbraucher durch eine Umlage über den Strompreis - in diesem Jahr sind dies 3,59 Cent pro Kilowattstunde.
Röttgen als zuständiger Minister verfolgt das Modell des "atmenden Deckels": Wird eine bestimmte Zubaumenge erreicht, sinkt automatisch die Förderung. Durch den Rekordzubau ist jetzt schon klar, dass die Förderung bis Juli um weitere 12, wahrscheinlich sogar um 15 Prozent sinken wird. Im Januar 2013 soll es dann noch mal 9 Prozent weniger an Förderung geben. "Damit wird die Vergütung seit Beginn der Amtszeit der jetzigen Koalition um mehr als 50 Prozent gesunken sein", sagte Röttgen. Diesen Weg der Kosteneffizienz werde man weiter verfolgen.
Quelle: dpa-AFX
paulchen schrieb:
am 9. Januar 2012 um 14:21:40
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solar
es ist eine ausgemachte Sauerrei, dass die Solarlose Bevölkerung die Betreiber von Solarenergie subventionieren.Ausgerecht wir, die
0,009 % der Erdoberfläche benutzen treten als Klimaretter auf. Was für ein Wahnsinn.Sollen doch die" Umweltretter ihre Aktion selber bezahlen.Die reichen Häuslebesitzer lassen sich ihren " Beitrag" "Klimaverbessung" von den onehin Schwachen bezahlen.
Für die Gesamtklima situation bringt dies absulut nichts.
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wolf k schrieb:
am 8. Januar 2012 um 13:20:04
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@ Zweifler
In dem Fall ist es so, dass der Staat ja lediglich den Energieversorgern vorschreibt zu welchen Preisen der Strom gekauft werden
muss und ihnen das recht einräumt, die Kosten auf den Strompreis umzulegen. Selbst wenn dieses Gesetz noch gekippt werden sollte, wäre es das erste Mal in der Geschichte, dass die bestehenden Verträge nicht eingehalten werden. Ich glaube also nicht dass man sich sorgen machen muss.
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Zweifler schrieb:
am 8. Januar 2012 um 12:21:30
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@Juma
Viel Glück mit Ihrer Anlageform. Die Schlußabrechnung kommt nach zwanzig Jahren - falls dieser hochverschuldete Staat bzw. sein
Rechtsnachfolger überhaupt in der Lage/willens ist, bis dahin die Zahlungen gesetzlich zu garantieren.
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