17.11.2011, 17:16 Uhr | dpa-AFX
Wer sich noch eine Solaranlage auf das Dach schrauben will, sollte sich beeilen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will nämlich die deutsche Solarförderung drastisch einschränken. Damit will er verhindern, dass die Kosten für die Energiewende zu stark steigen. Doch Rösler könnte es schwer haben, sich durchzusetzen.
"Richtig ist es, bei den größten Kostentreibern anzusetzen. Das ist vor allem die Photovoltaik", erklärte der Minister der "Rheinischen Post". Der Ausbau solle auf 1000 Megawatt pro Jahr an neu installierten Solaranlagen begrenzt werden. "Das wird maßgeblich dazu beitragen, die Kosten zu begrenzen", betonte Rösler. 2010 waren Solaranlagen mit einer Leistung von 7400 Megawatt neu ans Netz gegangen. Das Umweltministerium ist gegen einen festen Deckel, ebenso Röslers eigene FDP-Fraktion.
Die Förderung bezahlen alle Verbraucher per Umlage über ihre Stromrechnung - für dieses Jahr werden nur für den Solarbereich sieben Milliarden Euro erwartet. Für eine Kilowattstunde Solarstrom vom Hausdach gibt es derzeit 28,74 Cent Vergütung. Da die Preise für Module dramatisch gefallen sind, ist eine Solaranlage lukrativ, schließlich wird die Förderung auf 20 Jahre garantiert gezahlt.
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Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die meisten Länder sind bisher für das Modell einer automatischen Absenkung ("atmender Deckel"), wenn eine bestimmte Menge neuer Anlagen an das Stromnetz gegangen ist - daher sinkt die Förderung im Januar kommenden Jahres um weitere 15 Prozent auf rund 24 Cent je Kilowattstunde.
Eine feste Deckelung erhöht die Gefahr eines kompletten Abwürgens des Solarausbaus. Denn Verbraucher können nicht mehr sicher sein, ob ihre Solaranlage überhaupt noch eine Förderung erhält. Der FDP-Umweltpolitiker Michael Kauch betonte, der FDP-Bundesparteitag habe sich für den "atmenden Deckel" ausgesprochen. Auch die Koalitionsarbeitsgruppe Energie habe sich nicht auf einen feste Mengenbegrenzung der Solarvergütung geeinigt. Das Umweltministerium solle aber Vorschläge erarbeiten, wie die von allen Verbrauchern zu zahlende Umlage für den Ökoenergie-Ausbau im Rahmen bleiben kann.
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Solarenergie trägt bisher trotz hoher Förderkosten und einer starken Zunahme des Ausbaus nur drei Prozent zur deutschen Stromproduktion bei. Jüngste Prognosen zur Entwicklung der Umlage haben daher den Druck auf die Bundesregierung erhöht, die Kosten zur Förderung erneuerbarer Energien trotz des Atomausstiegs stärker zu beschneiden.
Die für die Verwaltung des Umlage-Kontos zuständigen Stromnetzbetreiber erwarten nach 3,59 Cent in den Jahren 2012 bis 2013 eine Umlage von 3,66 bis 4,74 Cent je Kilowattstunde. Damit könnten die Kosten zur Förderung der Ökoenergie für einen Haushalt um rund 40 Euro auf knapp 190 Euro pro Jahr steigen - das Umweltministerium hält solche Prognosen aber für übertrieben.
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Quelle: dpa-AFX
Esch schrieb:
am 17. November 2011 um 20:01:55
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solar
es ist auch zeit das die subvetion abgeschaft wird ,was sich nach zwei jahren anschubhilfe nicht selbst trägt hat in einem
wirtschaftkreislauf nichts zu suchen. wer nur minimales physikgrundwissen besitzt weiß das die solarwirtschaft in unseren breiten nie wirtschaftlich arbeiten wird . es ist nur ein gewaltiges geschäft für wenige, die jeder zu bezahlen genötigt wird. das geld das hier rausgeworfen wird könnte in energieforchung fliessen das ohne subvention auskommt. zb.erdwärme
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Schorsch schrieb:
am 17. November 2011 um 19:40:43
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Rösler
Die Solarförderung ist subventionierter Betrug. Alle die kein eigenes Haus haben und das ist die Mehrheit der Bevölkerung, bezahlt
diesen Unfug durch die Umlage. Die Bauern legen wertvolles Ackerland still, kassieren damit von der EU und stellen Solaranlagen auf die Felder und kassieren noch einmal. Warum muß ich eine solch ineffiziente Energie fördern, die immer mehr kostet als sie bringt. Dieser so erzeugte Strom kann überhaupt nicht gespeichert werden und wird an der Stromboerse verschenkt.
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unbequem schrieb:
am 17. November 2011 um 19:39:56
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Solarförderung
also, ersteinmal sollten die Spötter nicht immer die Atommafia dahinter vermuten. Wer kann es sich denn leisten, ein Windrad
oder ein Wasserkraftwerk im Garten zu bauen??? Solar ist die einzige Variante für den kleinen Mann. Zum zweiten. ich sehe nicht ein, warum ich für Steuern und Abgaben und dann noch die Förderung mehr zahlen soll als wie für die Energie selber. Steueranteil am Preis in Summe 60%? Die Konzerne schieben leider nur durch und verdienen nichts damit. Schuld ist die Polit
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