31.01.2012, 17:17 Uhr | AFP, t-online.de
Die Energiewende in Deutschland hat nicht nur Befürworter - insbesondere die Förderung von Solarstrom stößt auch in der Politik auf Kritik. Besonders ärgerlich: Vom Solarstrom profitieren vor allem Großkunden, während die Energie für Privathaushalte sogar teurer wird. Das zeigt eine Studie.
Die Sonnenenergie macht Strom vor allem an der Börse günstiger. Im Schnitt sinke der Börsenpreis um zehn Prozent, mittags sogar um bis zu 40 Prozent, ergab die Untersuchung des Instituts für Zukunfts-Energie-Systeme (IZES) im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Davon profitieren allerdings nur große Industriekunden - während es für Verbraucher sogar teurer wird.
Solarstrom fließt vor allem dann, wenn besonders viel Energie benötigt wird: mittags. Entsprechend müssen konventionelle Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke dann weniger Strom liefern als das früher der Fall war. Da Strom aus erneuerbaren Energien über eine garantierte Einspeisevergütung gefördert wird, unterliegt sein Preis nicht den Regeln von Angebot und Nachfrage. Daraus entsteht der sogenannte Merit-Order-Effekt: Der restliche benötigte Strom wird insgesamt billiger, denn besonders teuer produzierende Kraftwerke laufen gar nicht erst an.
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Studienautor Uwe Leprich vom Saarbrücker IZES weist entsprechend nach, dass die Strompreise mittags seit dem kräftigen Ausbau von Solaranlagen nicht mehr so stark ansteigen, wie sie es früher taten. Über den gesamten Tag gerechnet koste eine Kilowattstunde 0,4 bis 0,6 Cent weniger, sagte er. Im vergangenen Jahr habe dies einen Gesamt-Einspareffekt von 520 bis 840 Millionen Euro gehabt.
Von den günstigen Strompreisen profitieren Leprich zufolge aber vor allem industrielle Großkunden und Strom-Großhändler - denn diese kauften einen bedeutenden Teil ihres Stroms zum Tagespreis an der Börse. Verbraucher und kleine Unternehmen hingegen hätten von diesem Effekt nichts, denn ihre Strompreise orientieren sich meist eher an langfristig vereinbarten Stromlieferungen zu festen Preisen.
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Die niedrigen Börsenpreise haben sogar einen gegenteiligen Effekt: Je tiefer sie sinken, desto größer wird der Abstand zur garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom. Diese Differenz ist es, die durch die von den Stromverbrauchern gezahlte sogenannte EEG-Umlage finanziert wird.
"Schon heute gibt es eine massive Auswirkung auf die EEG-Umlage", sagte Leprich. Für Verbraucher werde Strom entsprechend teurer. Die Industriekunden hingegen, die von dem preissenkenden Effekt des Solarstroms an der Strombörse profitieren, müssen die höhere EEG-Umlage meist nicht zahlen - denn Strom-Großabnehmer sind von der Umlage befreit oder zahlen weniger.
Der Solarverband BSW sprach sich daher dafür aus, die "preissenkende Wirkung der Fotovoltaik" bei der Berechnung der EEG-Umlage zu berücksichtigen. Dies entspräche "einer Entlastung der Verbraucher-Stromtarife in Höhe von rund 0,15 Cent pro Kilowattstunde", erklärte der Verband.
BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig plädierte entsprechend dafür, die "Profiteure" der Preisentlastung durch Solarstrom unter die Lupe zu nehmen, um den Ausbau erneuerbarer Energien im Zuge der Energiewende weiter zu beschleunigen. Auch Leprich verneinte die Frage, ob die Großindustrie die Energiewende bezahle: "Das ist überhaupt nicht der Fall", betonte er.
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Quelle: t-online.de , AFP
Hotte schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:52:36
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@ grauwolf
Hast keine Kinder, für die du Verantwortung hast und die noch ein paar Jahrzehnte was von der Welt haben wollen ( oder hast
Kinder, die dich aber einen Kack interessieren ), gell? "Nach mir die Sintflut" dürfte dann dein Lieblingsspruch sein.
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RH schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:51:14
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Solarenergie
Die Subventionen für Alternativenergien kosten uns weniger, als die, welche von unseren Steuergeldern in den Atomstrom
fließen. Photovoltaik auf dem Dach ist keine Frage von Großindustrie oder Großverdiener. Es gibt Gegenden, da findet sich auf nahezu jedem Haus eine solche Anlage. Inzwischen versorgen sich ganze Dörfer autark und drehen den Konzernen eine lange Nase. Solange es nur um billig billig geht, und den Konzernen der Atomstrom abgekauft wird, ändert sich auch nichts.
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Der Gärtner schrieb:
am 31. Januar 2012 um 21:48:10
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Nochmal Vorsicht Falle - Grünenbeschimpfer liegen falsch
Auch diese Ungerechtigkeit (Großkunden zahlen für Alternativstrom weniger) ist
auf Schwarz-Gelbem Mist gewachsen, nicht auf Grünem! Schluß mit der Volksablenkung, daß Grüns angeblich Energie verteuern: Die alten megasubventionierten Atomseilschaften und ihre Schwarz-Gelben Marionetten bestimmen Energiepreise und verteuern künstlich Energie. Grünes EEG: ein Segen! Informiert Euch bei den Grünen, die geben gern Auskunft. Nochmal Gruß an Kretschi & Friends nach Ba-Wü. - We Love You!
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video