
14.09.2011, 14:34 Uhr | Financial Times Deutschland
Europa: Die Schuldenländer suchen Auswege aus der Krise (Quelle: imago)
Die Wirtschaftskrise hat Spanien schwer zugesetzt. Als 2008 die Immobilienblase platzte, ging es für das iberische Land steil bergab. Banken - vor allem Sparkassen - bekamen große Probleme, worunter die Wirtschaft heute noch leidet. Unternehmen haben es schwer, an Kredite zu kommen.
Die sozialistische Regierung bekämpfte die Krise mit der Aufnahme von Schulden. Im vergangenen Jahr erreichte das Haushaltsdefizit etwas mehr als neun Prozent. In diesem Jahr will die Regierung es auf sechs Prozent drücken. Spanien hat ein Sparprogramm aufgelegt und auch eine Schuldenbremse wurde in der Verfassung verankert. Die Regierung rechnet mit einem Wachstum von 1,3 Prozent in diesem Jahr.
Der Sparkurs mit seinen sozialen Härten trifft jedoch auf Widerstand in der Bevölkerung. Zuletzt gingen die Gewerkschaften gegen die Schuldenobergrenze auf die Straße. Im Herbst stehen zudem Neuwahlen auf dem Programm, die nach derzeitigem Stand wohl einen Regierungswechsel bringen dürften.
Hier finden sie aktuelle Stellen in der Tourismus- und Reisebranche.
Jobsuche starten
Die jetzige Regierung von Ministerpräsident José Luis Zapatero will auf keinen Fall unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen. Ökonomen betrachten die Fortschritte des Landes jedoch mit Skepsis. Vor allem die Produktivität bereitet Sorge. Experten fordern, dass sich die Löhne an der Produktivität und nicht an der Inflation orientieren sollen.
Ob Spanien ohne Hilfe durch die Krise kommt, hängt von der Entwicklung der Refinanzierungskosten ab. Der wichtigste Indikator hierfür, die Renditen spanischer Staatsanleihen, ging in den vergangenen Wochen deutlich zurück - von 6,46 Prozent Anfang August auf zuletzt 5,40 Prozent. Zu verdanken hat Spanien das allerdings ähnlich wie Italien vermutlich hauptsächlich den Anleihekäufen der EZB.
Nutzen Sie den Ökostrom-Preisvergleich von Verivox und finden Sie den für Sie passenden Ökostromtarif.
Vergleich starten
Die von der EZB unbeeinflussten CDS-Prämien erreichten am Dienstagmorgen ein Rekordhoch von 438 Basispunkten, gingen bis zum Abend aber auf 425 Basispunkte zurück. Damit kostete es 425.000 Euro, spanische Staatsanleihen im Wert von 10 Millionen Euro ein Jahr lang gegen einen Zahlungsausfall abzusichern.
Die Ratingagentur Fitch bewertet Spanien derzeit noch mit ihrer zweitbesten Note "AA+". Bei Moody's und S&P liegt das Land eine Stufe darunter bei "Aa2" beziehungsweise "AA".
Portugal - die Sparanstrengungen tragen Früchte
Irland - auf Erholungskurs
Italien - im Zickzack abwärts
Griechenland - im Abwärtsstrudel
Quelle: Financial Times Deutschland
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Staats- und Regierungschefs be- kräftigen ihre Solidarität. zum Video