24.05.2011, 18:20 Uhr | cs mit AFP
Die Sparkassen warnen vor neuen Exzessen auf den Finanzmärkten. Weil immer mehr Investoren auf riskante Wetten am Markt setzen, könnte eine neue Finanzkrise drohen. "Die inzwischen wieder zunehmende Entfernung von Teilen der Finanzwirtschaft von realen Wirtschaftsvorgängen beinhaltet die Gefahr von neuen Finanzblasen", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Heinrich Haasis.
Haasis blickt mit Sorge auf die weltweiten Devisentransaktionen. Ihm zufolge gehe lediglich ein Prozent der weltweiten Devisentransaktionen auf realwirtschaftliche Vorgänge zurück. Generell habe die Bankenbranche nicht ausreichend aus der Finanzkrise gelernt. Das schaffe neue Risiken, die unter Kontrolle gehalten werden müssten, sagte Haasis.
Institute, die aufgrund ihrer Größe und Struktur als risikoanfälliger gelten, müssten deshalb "auch stärker eigene Vorsorge betreiben und regulatorische Begrenzungen akzeptieren" als andere. Das bedeutet schlicht: Wer viel Risiko eingeht, muss dieses Risiko auch entsprechend und ausreichend absichern.
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Die Sparkassen mit ihrem eher defensiven Geschäft zählen allerdings nicht zu dieser Sorte Bank. Sie sollten nach dem Willen der Sparkassen weniger für ihre Risikovorsorge zahlen müssen. Damit hätten sie einen Vorteil, da sie keine stärkere Risikovorsorge betreiben müssten und so mehr Mittel zur Verfügung hätten.
"Regional ausgerichtete Institute mit vergleichsweise risikoarmen Geschäftsmodellen dürfen dagegen nicht immer weiter belastet werden", erklärte Haasis. Die Sparkassen setzen sich deshalb dafür ein, bei der Vorsorge für künftige Finanzkrisen weniger einzahlen zu müssen als Privatbanken, die ein stärkeres Investmentgeschäft betreiben. Hierzu zählt etwa die deutsche Bankenabgabe. Weil die Sparkassen aber weniger Risiko eingehen und oft vor allem in der Förderung des regionalen Mittelstandes und kleiner Unternehmen aktiv sind, fordern die Institute eine Entlastung bei der Risikovorsorge à la Bankenabgabe.
Darüberhinaus plädierte der Sparkassen-Chef, besonders riskante Finanzprodukte transparenter zu gestalten - oder ihren Handel notfalls ganz einzuschränken. Als Beispiel nannte er das Verbot der ungedeckten Leerverkäufe, das er als Erfolg bezeichnete. Hierbei verkaufen Investoren Aktien, die sie gar nicht besitzen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger einzukaufen. Sie spekulieren damit auf einen Kursverfall. Den Gewinn erzielen sie aus der Differenz des höheren Verkaufspreises und des niedrigeren Kaufpreises zu einem späteren Zeitpunkt.
Die Bundesregierung hatte diese gängige Praxis zum Höhepunkt der Finanzkrise generell verboten. Für Haasis ein voller Erfolg, der wichtig gewesen sei. Doch ob die Regierung mit solchen Begrenzungen tatsächlich die Marktakteure zur Raison bringen kann und damit eine abermalige Finanzkrise zu verhindern weiß, scheint zu diesem Zeitpunkt fraglich - ungedeckte Leerverkäufe sind in vielen Staaten mittlerweile wieder erlaubt. Dagegen beschlossen die EU-Finanzminister im Mai 2011, ungedeckte Leerverkäufe mit Aktien oder Staatsanleihen künftig zu verbieten.
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Quelle: AFP , t-online.de
LoL schrieb:
am 24. Mai 2011 um 21:18:33
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Finanzkrise
Was macht Sinn an Spekulationen?
Das macht nur denn Sinn das Leute die sich nicht die Hände schmutzig machen wollen und aus
irgendwelchen Geschäften meistens krummen ihr Geld vermehren wollen auf Kosten der Allgemeinheit sonst ist das gar nichts und das gehört verboten.
Aber das wird nicht mehr statt finden leider.Bis alles an die Wand gefahren ist.
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G-Klaus schrieb:
am 24. Mai 2011 um 21:01:03
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Spekulanten
Die Jungs an der Börse und in den Banken spekulieren gerne, aber es hat ja auch einen Sinn - die Preisfindung für Güter wie
Öl, Gold, Aktien und Geld-/Kreditpakete. Lasst sie, es ist unabdingbar. ABER: Sie sollen mit ihrem Privatvermögen haften ... bis zu 95% und schwupps ... gehen die Jungs etwas sachter mit den Spekulationen um, wetten? PS: auch Politiker sollten haften! Schluss mit der Verschwendung von Staatlichen und Privaten Ressourcen!
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Gnorrog schrieb:
am 24. Mai 2011 um 20:55:12
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bald vorbei
Das Einzige was hilft diese Welt vor dem absoluten Kollaps bewahren kann ist ein resolutes Umdenken und ein Sturz bzw die totale
Ausrottung der Mafiösen Finanzmarktstrukturen. Was hier betrieben wird ist der absolute Hochverrat am Volke. Die Banker verzocken die Werte der Bevölkerung. Wenn ich jemandem Geld klaue und es beim Glücksspiel verliere geh ich auch in den Knast. Die Todesstrafe ist wohl das einzige was diese Spekulanten zur Vernunft bringen kann. Bürger geht auf die Straße und kä
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