05.07.2011, 18:53 Uhr | dpa-AFX
Auf die Griechen kommen noch härtere Zeiten zu: Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou präsentierte die Eckpunkte eines neuen Sparpakets zur Rettung des pleitebedrohten Landes. Allein noch dieses Jahr müssen demnach mehr als sechs Milliarden Euro gespart werden. Auch Touristen werden ihren Teil dazu beitragen müssen.
"Voraussetzung für die Unterstützung an uns (seitens der EU) ist, dass wir einen Sparplan haben und unsere Ziele erreichen", sagte Papakonstantinou im Fernsehen nach der Zustimmung des Ministerrats zum Sparpaket. Die Auszahlung der nächsten Hilfszahlung an Griechenland machen die Europartner, EU und der Internationale Währungsfonds () von zusätzlichen Sparschritten und der Privatisierung von Staatsbesitz abhängig.
Athen will die Zahl der Staatsbediensteten in den kommenden zwei Jahren im Vergleich zum Jahr 2009 um 150.000 verringern. Dutzende staatliche Behörden und Unternehmen sollen fusionieren, schließen oder im Falle der Staatsbetriebe privatisiert werden. Zudem soll eine neue Sondersteuer nach dem Vorbild des deutschen Solidaritätszuschlags für Einkommen über 12.000 Euro jährlich erhoben werden. Die Kürzungen betreffen Medienangaben zufolge sämtliche sozialen Leistungen. Die Rüstungsausgaben sollen weiter gekürzt werden. "Sparen, sparen, Kürzungen und Express-Ausverkauf", titelte die konservative Athener Zeitung "Eleftheros Typos" (Freitag).
Im Gegenzug für ein zweites Rettungspaket muss Hellas drakonische Sparmaßnahmen durchsetzen. zum Video
Nach dem Ende der Tourismus-Saison im September soll auch der Mehrwertsteuersatz für Gerichte und Getränke, die in Tavernen und Cafés serviert werden, von derzeit 13 Prozent auf 23 Prozent steigen. Noch mehr Geld müssen unter anderem auch die Besitzer von Immobilien und Luxusautos sowie Yachten und Booten zahlen.
Der griechische Staat will durch Privatisierungen und den Verkauf staatlicher Immobilien 50 Milliarden Euro bis 2015 einsammeln. Die Gewerkschaften, speziell die des Staatssektors, kündigten weitere Streiks für den 15. Juni an.
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Das Sparprogramm muss noch vom Parlament in Athen gebilligt werden. Die entscheidende Abstimmung soll Medienberichten zufolge am 30. Juni erfolgen. Die regierenden Sozialisten verfügen über 156 Mandate im 300 Abgeordnete zählenden Parlament.
Die Billigung des Sparprogramms durch das Parlament ist eine der Bedingungen dafür, dass die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche der Finanzhilfe für Griechenland über zwölf Milliarden Euro geben. Kommt das Geld nicht, droht Griechenland die Pleite.
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Quelle: dpa-AFX
fundador schrieb:
am 11. Februar 2012 um 20:24:12
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Wieso dicke für Griechenland...
...das haben wir hier doch schon lange.
Sind unsere Politiker einen Deut besser ?
Gelder, die noch nicht
vorhanden außer Landes scheffeln,von Berlin aus und dazu die neueste Selbstbedienung in NRW.
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Wie bitte? schrieb:
am 11. Februar 2012 um 20:23:04
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Sparmaßnahmen in Griechenland
Auch Touristen müssen ihren Teil zu den Sparmaßnahmen beitragen? Das betrifft uns Gott sei Dank ja nicht
auch noch, denn wer will sich in einem Land erholen und Geld ausgeben, indem man als Nazi diffamiert wird? Es gibt so schöne Flecken auf unserer Erde (noch!), wo wir herzlich empfangen werden und gerne gesehen sind!!!
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IDUR schrieb:
am 20. Juni 2011 um 18:11:38
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Steuerabgaben in GR
Ist das denn so schwer? Die gleichen Finanzamtsabgaben wie bei Uns in D und schon würde in GR alles stimmen: Jedem seine
Steuergruppe und Steuerveranlagung, keine Pensionen an Beamtentöchter u.ä.m., keine x-beliebigen Ausnahmen oder Steuererleichterungen an Sondergruppen! Abgaben nach streng und korrekt ermitteltem Einkommen ehrlich gestapelt wie bei uns! Schon stimmt Alles!!
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