22.02.2010, 15:01 Uhr | cs mit Material der dpa, AFP und apn
Die EU legt dem Pleitekandidaten Griechenland Sparfesseln an. So zwingt Brüssel Athen zu einem ehrgeizigen Sparprogramm und stellt den Staatshaushalt damit unter Zwangsverwaltung. Denn die Gefahr für die Stabilität des Euros müsse beseitigt werden, hieß es in einer Erklärung. Nun müssen die Griechen bis Mitte März den Abbau ihrer Staatsverschuldung in Höhe von 300 Milliarden Euro auf den Weg bringen. Geplant ist, das Staatsdefizits von derzeit rund 13 um 4 Prozent zu senken. Gelingt dies nicht, sollen die Hellenen notfalls zusätzliche Sparschritte ergreifen.
Griechenland ist damit das erste Euro-Land, dessen Budget unter EU-Kontrolle gestellt wird. Der Schuldenabbau wird nun monatlich überprüft. Bis zum 16. März muss Athen darlegen, ob weitere Schritte zur Senkung des Defizits von derzeit 12,7 Prozent um vier Punkte nötig sind. Die EU erlaubt eigentlich maximal drei Prozent - davon sind die Griechen allerdings Welten entfernt. Nach Angaben des griechischen Finanzministers Giorgos Papaconstantinou liegt das Land schon vor den Vorgaben. Grund sei eine einmalige Steuer für Großunternehmen. Dagegen erklärte der schwedische Finanzminister Anders Borg vor Journalisten, Griechenland habe bisher zu wenig getan, um das Vertrauen zurückzugewinnen.
Die Bundesregierung drängte Athen zu einem härteren Sparkurs. "Wir denken schon, dass zusätzliche Maßnahmen von Griechenland erforderlich sind", sagte Finanz-Staatssekretär Jörg Asmussen in Brüssel. Der Vorsitzende der Finanzminister des Eurogebiets, Luxemburgs Jean-Claude Juncker empfahl eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie eine Abgabe auf Luxusgüter.
In Griechenland dauern unterdessen die Proteste gegen die Sparpläne an. Dazu gehören etwa Steuererhöhungen, Einstellungsstopps und Gehaltskürzungen. Am Dienstag begannen die Zöllner mit einem dreitägigen Streik. Dies dürfte zu Behinderungen bei den Im- und Exporten in Griechenland führen. In der vergangenen Wochen streikten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die beiden größten Gewerkschaften riefen zu einem Generalstreik auf.
Als Antwort auf die griechischen Haushaltsprobleme fordern die Verfasser keine Hilfsmaßnahmen, sondern eine rasche Sanierung der griechischen Staatsfinanzen. Gelinge diese nicht, müsse das Land aus der Währungsunion ausscheiden. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören laut "Welt" der Würzburger Ökonom Norbert Berthold, Thorsten Polleit, der Chefvolkswirt von Barclays Capital, der Mannheimer Ökonom Roland Vaubel sowie Wolf Schäfer, der ehemalige Vizepräsident der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Quelle: t-online.de , AFP , dapd , dpa
candy43 schrieb:
am 20. März 2010 um 19:18:53
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eu-bechliesst-ein-sparprogramm-für-griechenland
konnte Herr Kohl das nicht wissen, als er uns so "demokratisch" (80%der Deutschen waren
dagegen) den EURO aufzwang? Wir werden noch unser blaues Wunder erleben. Und die Zahlmeister dabei werden auch wir wie immer sein. Bis wir selber Pleite sind. Hätten wir eine wirklich demokratische Volksbefragung, wären wir davon verschont geblieben.Vielen Dank Politiker.
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gr1 schrieb:
am 12. März 2010 um 02:14:54
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Euro-Chefs rauben Griechen die Unabhängigkeit
Macht sich den jemandgedanken wie Griechenland den € ruinieren kann? Griechenland hat
wenniger einwohner als Berlin und das Land soll schuld daran sein? Viel mehr sind es spekulanten die auch aus Deutschland kommen die bei einen Verfall des € viel Geld machen
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Maus schrieb:
am 23. Februar 2010 um 16:36:48
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Hílfe für Griechenla
Avanti, Delettati,
zuerst wurden wir mit dem EURO in Form einer Währungsreform über den Tisch gezogen. Und jetzt
holt man uns dieses Spielgeld auch noch ab, indem wir andere bankrotte Länder mit Geld,das wir nicht haben, retten sollen. Darum schnell mit dem Geld, das wir noch haben, in einen sicheren Hafen (z.B. Schweiz u.ä.).
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