23.12.2011, 13:57 Uhr | dapd, AFP, dpa-AFX
Die 900 Stadtwerke in Deutschland wollen den beschleunigten Atomausstieg für sich nutzen. Dazu planen sie mit einem Milliardenprogramm den Angriff auf die Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. "Die kommunalen Unternehmen haben heute einen Anteil von zehn Prozent an der Stromerzeugung. In den nächsten zehn bis 15 Jahren wollen wir den Anteil in Deutschland auf 25 Prozent mehr als verdoppeln", sagte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der "Süddeutschen Zeitung".
Es gehe um zweistellige Milliardeninvestitionen in neue fossile Kraftwerke und Erneuerbare Energien wie Windparks. "Wir stehen vor einer Ära der Stadtwerke", sagte Reck.
Harte Kritik übte der Verbandschef am Kurs der Bundesregierung bei der Energiewende: "Bisher kann ich noch keinen Plan für diesen Umbau erkennen, den bleibt die Bundesregierung schuldig." Um dem Kompetenzgerangel zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu begegnen, müsse die Regierung einen eigenen Posten schaffen. "Deutschland braucht einen Energieminister", forderte Reck.
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Die kommunalen Energieversorger sind bei der Energieerzeugung bislang zum Großteil auf die großen Konzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW angewiesen. Dies könnte sich mit eigenen Kraftwerken ändern.
Bereits im März, unmittelbar nach der Fukushima-Katastrophe und der raschen Energiewende, waren die Stadtwerke aktiv geworden. "Kommunen und Stadtwerke stehen bereit, konstruktiv am Umbau des Energiesystems mitzuwirken", hieß es damals in einer gemeinsamen Erklärung des Städtetags, des Städte- und Gemeindebunds sowie des VKU. Die Energieversorgung im Zeitalter erneuerbarer Energien werde künftig deutlich weniger auf zentralen Strukturen beruhen. Dafür seien Städte und ihre Stadtwerke die geborenen Partner.

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Quelle: dapd , AFP , dpa-AFX , t-online.de
Tell59 schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 19:37:03
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...kostet Milliarden – na und? Es sind Investitionen in die Zukunft!
Die Frage ist nicht WIEVIEL das alles kostet, sondern WER in Energie
investiert. Egal wer investiert, die Kosten werden in etwa vergleichbar sein, doch bei den Kommunen kann man annehmen, daß keine extremen Gewinnerwartungen eingebaut werden, wenn ein genossenschaftliches Modell mit möglichst viel Bürgerbeteiligung dahinter steht. Zur Koordination dessen und der in Zukunft immer wichtigeren Energiefrage wäre ein Ministerium eine gute Sache. Daß das alles den 4 Großen nicht paßt – was Wunder?
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Wissender schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 15:41:42
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Stromerzeuger
Wenn Bürgermeister, Landräte u.a. wieder Strom erzeugen wollen: dann werden die Lichter wohl ausgehen. Armes Deutschland. --
Aber wir kaufen ja dann den Strom von den Nachbarn und keiner bei uns merkt das. Die Bürgermeister, Landräte u.a. können jubeln. Sicher gibt es für diese Leute nicht nur schöne Worte, sondern auch "Bares". Der Verbraucher zahlt, wie immer. So blöd ist das Volk.
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Kernschmelze schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 12:15:05
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Stadtwerke wollen Stromriesen
Durch Stadtwerke wird der Strom nicht billiger der wird teurer sein als von den Stromriesen die Komunen werden
den Strompreis Quersubventionieren sie werden anderswo die Abgaben erhöhen um den Verbraucher zuschröpfen wo sie nur können die brauchen Geld um ihre Haushaltslöcher zustopfen die Komunen sind höher Verschuldet als der Bund der Strompreis wird daher höher sein als er jetzt ist nur der Bürger wird nichts merken da er sie anderswo bezahlt.
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