30.06.2011, 17:47 Uhr | dpa-AFX, dpa
Deutsche Bahn: Ermittlungen gegen Schienenkartell (Foto: ddp) (Quelle: ddp)
Die Deutsche Bahn hat möglicherweise jahrelang zu viel für ihre Schienen bezahlt. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen des Verdachts unerlaubter Preisabsprachen bei Eisenbahnschienen gegen zehn Stahlunternehmen. Es gebe etwa 30 Beschuldigte, sagte ein Behördensprecher und bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitungen der "WAZ"-Gruppe. Details wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen. Dem Medienbericht zufolge richten sich die Ermittlungen unter anderem gegen die ThyssenKrupp-Tochterfirma GFT Gleistechnik in Duisburg und den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine.
Mindestens zehn Jahre soll das Kartell mit dem Namen "Schienenfreunde" die Preise für Bahnschienen in Deutschland bestimmt haben, schreibt die "WAZ" unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente. Dadurch sei vor allem die Deutsche Bahn geschädigt worden. Der Staatskonzern habe bis zu 300.000 Tonnen Stahl im Jahr zu Kartellpreisen gekauft. Alleine 2006 soll die Bahn bis zu 100 Millionen Euro zu viel gezahlt haben.
Laut Zeitung waren die Konzerne Thyssen und Krupp über ein Schienenwerk und eine Handelstochter am Kartell beteiligt. Dazu seien die bayerische Neue Maxhütte, die Schienentöchter des österreichischen Konzerns Voestalpine, die schwedische Inexa, sowie die niederländisch-britische Corus-Gruppe, die jetzt zum indischen Stahlkonzern Tata Steel gehört, gekommen. Auch die tschechische CMC Trinec und das polnische Schienenwerk Huta Katowice waren eingebunden.
Das Kartell sei 2008 auseinandergebrochen, als der Stahlkonzern ArcelorMittal Huta Katowice kaufte und die Preise des Kartells um rund 35 Prozent unterbot, schreibt das Blatt. Der Konzern habe danach den größten Liefervertrag mit der Deutschen Bahn gewonnen.
ThyssenKrupp hat nach eigenen Angaben mittlerweile Konsequenzen gezogen. Fast die gesamte Führungsmannschaft der GFT Gleistechnik sei mittlerweile ausgetauscht worden, sagte ein Sprecher. "Da gilt das Prinzip Zero-Tolerance." Die Tochter erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 300 Millionen Euro. "Unser Interesse ist es, den Fall schnell und umfassend aufzuklären", sagte der Sprecher. Deshalb arbeite das Unternehmen intensiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen.
Die Bahn erklärte, sie wolle Schadenersatzforderungen prüfen, sobald nähere Informationen vorlägen. Sie geht von einem Millionenschaden aus. Zudem will der Konzern seine Einkaufsvorgänge überprüfen.
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Quelle: dpa-AFX , dpa , t-online.de
Soisses schrieb:
am 30. Juni 2011 um 20:39:06
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ganz normal
Deutschland ist schon lange fest im Würgegriff von Schwerstverbrechern, die überall, auch und gerade in der Politik, ihre
korrupten, geldgeilen, gewissenlosen und menschenverachtenden Komplizen haben.
Dieses gewissenlose Politikerpack hat inzwischen die Staatskasse für ihre Verbrecherkomplizen zur regelmäßigen Plünderung im Milliardenbereich freigegeben.
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hadü schrieb:
am 30. Juni 2011 um 19:57:12
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DB
Es ist nicht verwunderlich, dass solche Winkelzüge ablaufen. Da haben einige drann verdient- auch DB-Gewaltige-: Denn wer das Gerangel um
Stuttgart 21 miterlebt und für 30 min. Millionen versiebt, der muss zuviel Steuergelder erhalten um sie hirnlos zu verbraten.
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McArthur schrieb:
am 30. Juni 2011 um 18:04:52
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Bahn
Der Bund ist Eigentümer der Bahn. Wer hat denn dort so große Hände????
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