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Stahlindustrie: Salzgitter AG befürchtet im ersten Halbjahr rote Zahlen

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Salzgitter befürchtet im ersten Halbjahr rote Zahlen

05.03.2009, 13:06 Uhr | sky

Stahlkonzern Salzgitter mit Gewinnwarnung (Foto: ddp) Stahlkonzern Salzgitter mit Gewinnwarnung (Foto: ddp)Die weltweite Wirtschaftskrise droht den Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter in die roten Zahlen rutschen zu lassen. Nach einem Gewinnrückgang im vergangenen Jahr erwartet der Konzern Verluste im ersten Halbjahr 2009. "Das erste Halbjahr wird voraussichtlich nicht mit einem ausgeglichenen Konzernergebnis abgeschlossen werden", teilte das Unternehmen mit. Für das Gesamtjahr sei wegen der großen Unwägbarkeiten keine konkrete Ergebnisprognose möglich. Die Börse reagierte enttäuscht.

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Warnung vor Umsatz-Rückgang

Der Umsatz werde voraussichtlich "spürbar" zurückgehen. Nur bei einer deutlichen Belebung der Walzstahlmärkte und der Nachfrage aus der Autoindustrie "erscheint die Erreichung eines in etwa ausgeglichenen Vorsteuerergebnisses 2009 noch möglich", prognostizierte der Konzern.



Autonachfrage schwächelt

"Auch der Salzgitter-Konzern wird sich den Folgen der schärfsten Rezession seit dem Ende des zweiten Weltkriegs ... 2009 nicht entziehen können", heißt es im Bericht des Unternehmens weiter. Die Bestellungen von Stahlprodukten - unter anderem aus der unter einer massiven Absatzkrise leidenden Autoindustrie - gingen erheblich zurück. Die Aussichten für das Segment Röhren seien zwar weiterhin positiv, Umsatz und Ergebnis würden aber auch hier voraussichtlich unter den hohen Vorjahreswerten liegen.

Gewinn 2008 geschrumpft

Im abgelaufenen Jahr verdiente Salzgitter wegen des Einbruchs der Märkte zum Jahresende deutlich weniger als im Vorjahr. 2008 lag der Überschuss bei 677 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 905 Millionen Euro gewesen. Der Vorsteuergewinn lag 2008 bei 1,0 Milliarden Euro - nach einem Spitzenwert von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. In dem Ergebnis seien Belastungen von rund 200 Millionen Euro enthalten, die aus Anpassungen der Lagerbestände an die stark gesunkenen Stahlpreise resultieren. Der Umsatz kletterte dagegen um 23 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 12,5 Milliarden Euro.

Salzgitter-Aktie rutscht ab

Die Salzgitter-Papiere verloren nach Vorlage der Zahlen an Boden, Händler machten vor allem den enttäuschenden Ausblick auf 2009 dafür verantwortlich. Die Aktie rutschte zwischenzeitlich um 12,6 Prozent auf 45,29 Euro, nachdem sie am Vortag noch um über elf Prozent auf 50,63 Euro zugelegt hatte. Insofern könnten auch Gewinnmitnahmen für die Verluste verantwortlich sein, sagte ein Börsianer. Analyst Alexander Haissl von Cheuvreux rechnet damit, dass die durchschnittlichen Marktschätzungen nun deutlich nach unten korrigiert würden. Er votiert insofern weiter mit "Underperform" und einem Kursziel von 50,00 Euro.

Aktie zurück gestuft

Die WestLB stufte derweil die Aktie von Salzgitter nach der Vorlage der vorläufigen Zahlen von "Neutral" auf "Reduce" herab und setzte ein Kursziel von 46,00 Euro an. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn zeige, dass das breite Produktportfolio den Stahlkonzern nicht vollständig vor den Folgen der sich verschlechternden konjunkturellen Rahmenbedingungen im vierten Quartal geschützt habe, schrieb Analyst Ralf Dörper. Der Ausblick sei düster und deute auf eine deutliche Verschlechterung im ersten Quartal hin. Salzgitter müsse zumindest im ersten Halbjahr mit Verlusten rechnen.

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Quelle: dpa , t-online.de

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