28.11.2011, 10:41 Uhr | dpa-AFX, AFP
Das könnte die Eurozone in zwei Klassen teilen: Deutschland erwägt, notfalls mit fünf anderen als besonders kreditwürdig geltenden Euro-Ländern gemeinsame Anleihen aufzulegen. Das berichtet "Die Welt" und beruft sich dabei auf EU-Diplomaten. Bei diesen sogenannten Elite-Bonds blieben die Krisenstaaten außen vor.
Die neuen Bonds wären keine Gemeinschaftsanleihen aller 17 Euro-Länder, also keine Eurobonds im klassischen Sinn. Ausdrücklich sollten Euro-Krisenländer und Länder mit eingeschränkter Kreditwürdigkeit zunächst außen vor bleiben, berichtet "Die Welt". Darum würden diese Anleihen auf Arbeitsebene auch als Elite-Bonds oder Triple-A-Bonds bezeichnet.
Ziel der Anleihen sei es, die Lage der Triple-A-Länder zu stabilisieren und zugleich "einen glaubwürdigen Schutzwall zu errichten, der die Finanzmärkte beruhigt", heißt es unter Berufung auf Verhandlungskreise. Beim Kauf der neuen Bonds solle die Finanzagentur des Bundes mit Sitz in Frankfurt eine zentrale Rolle spielen. Der Zinssatz der neuen Anleihen solle zwischen zwei und 2,5 Prozent liegen.
Der Zeitung zufolge könnten mit diesem Geld nicht nur Schulden der Triple-A-Länder finanziert werden. Neben Deutschland zählen dazu auch Frankreich, Finnland, die Niederlande, Luxemburg und Österreich. Gegen strenge Auflagen könnten von den Bonds auch Hilfen für Krisenländer wie Italien und Spanien finanziert werden.
Für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) käme die Umsetzung der Pläne aber nur infrage, wenn nicht alle 27 EU-Staaten gemeinsam der von ihr geforderten Änderung der EU-Verträge zur strengeren Überwachung der Euro-Stabilitätsregeln verbindlich zustimmen.
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Die Pläne seien Teil eines Konzepts der Bundesregierung, bei dem sich im Rahmen eines Euro-Sondervertrags zunächst nur wenige Euro-Staaten auf eine strengere Haushaltskontrolle und eine stärker verzahnte Finanzpolitik verständigen. Die Bundesregierung hat den Bericht dementiert. Die entsprechende Meldung der "Welt" treffe nicht zu, hieß es in Berliner Regierungskreisen.
"Es gibt keine Planungen für Triple-A-Bonds oder Elite-Bonds wie in dem Artikel dargestellt", teilte das Finanzministerium mit. Dies sei auch kein Thema gewesen beim Treffen von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit seinen Amtskollegen aus Finnland und den Niederlanden am vergangenen Freitag. "Derartige Diskussionen gibt es auch nicht mit unseren britischen Kollegen", hieß es weiter.
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Das Ministerium betonte, "intensiv an einer Stabilitätsunion" zu arbeiten. Diese solle durch Vertragsänderungen sichergestellt werden. Vorgeschlagen werde, dass die Haushalte der Mitgliedstaaten feste Verschuldungsgrenzen einhalten müssten.
Falls dies nicht geschehe, solle die EU-Kommission die Etatpläne zurückweisen können. "Hierfür ist eine Vertragsänderung erforderlich, die wir aber schnell erreichen können." Das Ministerium erklärte, all das habe "nichts mit Triple A oder Elite Bonds zu tun".
Die US-Ratingagentur Moody's sieht einem "Sonderkommentar" zufolge Handlungsbedarf, damit die Finanzkrise in Europa letztlich nicht auch die Bonität der bislang stabilen Euro-Länder gefährdet. Die Agentur geht demnach zwar davon aus, dass die Eurozone ihre Einheit bewahrt. Selbst in diesem "positiven Szenario" seien aber Herabstufungen der Kreditwürdigkeit von europäischen Staaten möglich.
Die Deutsche Bundesbank wiederum sieht in der aktuellen Schuldenkrise keine Gefahr für die Kernländer der Europäischen Währungsunion. "Weder wackelt Frankreich noch Österreich, die Zinsniveaus sind im historischen Vergleich nicht außergewöhnlich hoch", erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann der "Berliner Zeitung".
Auch das Vertrauen der Finanzmärkte in Deutschland sei intakt. "Bundesanleihen werden an den Märkten nach wie vor bevorzugt, weil die Stabilitätsorientierung Deutschlands überzeugt", bekräftigte Weidmann. Dass es Deutschland am vergangenen Mittwoch nicht gelungen sei, genügend Käufer für eine Bundesanleihe zu finden, dürfe man "nicht überbewerten". Weidmann verwies in diesem Zusammenhang auf die extrem niedrigen Zinsen.
Quelle: AFP , dpa-AFX
Kritik schrieb:
am 28. November 2011 um 20:04:29
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Elite-Bonds
Elite-Bonds sollen den Geberländer, heißt den noch "starken Ländern" die Möglichkeit geben, günstige Anleihen
aufzunehmen um sich rezufinanzieren.
Damit besteht die Möglichkeit, den schwachen Ländern weiter und verstärkte Kredite zu geben. Dieser Unsinn funktioniert trotzdem nicht, da der Sparwille klar unterlaufen wird. Wenn ich hohe Schulden habe, habe ich Im "Lotto" gewonnen, wenn mir ein weißer Ritter (Geberländer) weiter, trotz Sparunfähigkeit Geld leiht. Keine Bank würde so
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Kritik schrieb:
am 28. November 2011 um 19:51:48
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(7)
Elite-Bonds
Jeder der hier für Euro-Bonds u.a. ist (z.B. COINER) sollte persönlich dafür haften und seinen speziellen Beitrag leisten. Es
ist mir bekannt, dass dies so nicht geht, aber vielleicht begreifen diese "Klugen Leute", wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, welchen Unsinn sie abgeben.
Was hier die Politik abliefert ist kriminell und diese Entscheider müssen zur Verantwortung herangezogen werden.
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nero schrieb:
am 28. November 2011 um 19:30:19
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merkel
hallo frau merkel, können sie mir bitte 200.000€ auf mein konto überweisen, dass fählt ja auch nicht mehr ins gewicht, damit ich
das lügen haus europa verlassen kann. meine großeltern und deren eltern meine eltern und ich haben genug bezahlt. das geld steht mir zu :-)
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