08.12.2010, 15:42 Uhr | dpa, dapd
Durchbruch im Streit um deutsche Kohlebeihilfen: Nach monatelangem Drängen der Bundesregierung hat die EU-Kommission eingelenkt und vorgeschlagen, dass Deutschland seine Zechen noch bis 2018 fördern kann. Das verlautete am Mittwoch aus der EU-Kommission. Damit ist die ursprünglich genannte Ausstiegsfrist 2014 für den traditionsreichen Steinkohlebergbau vom Tisch. Allerdings muss Deutschland seine Beihilfen zügiger als geplant zurückfahren.
Dem Vorschlag der Kommission muss der EU-Ministerrat noch zustimmen, der an diesem Freitag tagt. Dort zeichnet sich bereits eine Mehrheit ab. Auch das Europaparlament, das allerdings kein Mitspracherecht hat, sprach sich zuvor für 2018 aus. Die deutschen Kumpel bekommen nun eine Gnadenfrist. Der Vorschlag der Kommission entspricht dem deutschen Kohlekompromiss von 2007, wonach der Staat die deutschen Bergwerke noch bis 2018 mit öffentlichen Mitteln fördern darf.
Die Bundesregierung hat die Entscheidung der EU-Kommission zur einer längeren Förderung des Steinkohlebergbaus begrüßt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin, der Positionswechsel des Gremiums sei für die Bundesregierung ein großer Erfolg. Deutschland brauche die weiteren Beihilfen, um den Bergbau sozialverträglich beenden zu können.
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Bundesweit arbeiten noch rund 25.000 Bergleute in fünf Zechen. Der Zechenbetreiber RAG hatte 2008 folgenden Schließungsfahrplan für fünf der damals acht noch aktiven Zechen vorgelegt: 1. Juli 2008 Walsum in Duisburg (geschlossen), 1. Januar 2009 Lippe in Gelsenkirchen (geschlossen), 30. September 2010 Ost in Hamm (geschlossen). Zum 1. Juli 2012 soll die Zeche Saar im Saarland schließen und 2012/2013 die Zeche West in Kamp-Lintfort. Für Auguste Victoria (Marl), Prosper Haniel (Bottrop) und Ibbenbüren liegen noch keine Angaben vor.
Die Fördermenge soll im Zuge der Zechenschließungen bis 2012 auf 12 Millionen Tonnen zurückgefahren werden und die Zahl der Bergleute auf 15.000 sinken. Die Fördermenge betrug Ende 2009 knapp 14 Millionen Tonnen. Vor zehn Jahren waren es 40 Millionen Tonnen. Die Zuschüsse betrugen im vergangenen Jahr 1,9 Milliarden Euro, die Einnahmen 2 Milliarden Euro.
Mehr als 40 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohle, etwa die Hälfte davon aus Steinkohle. Die Bundesregierung hält die Steinkohle beim Umbau der Energieversorgung mit Blick auf mehr Ökostrom für verzichtbar. Sie sei auf dem Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig.
Quelle: dpa , dapd
Rentner schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 19:53:10
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Schade
Es ist für Deutschland eine schande das der Bergbau 2018 schluß macht Wenn man überlegt das ausland Kohle billiger sein soll ist
ein lüge da hengt viel Blud drin So sicher wie der Deutsch Berbau ist gibt es nirgens aufe Welt Kohle ist und bleibt wichtig
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waldemar schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 19:42:18
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Unsinn
Wenn man bedenkt, daß 2009 die Einnahmen der Kohleindustrie 2 Milliarden betrugen, gleichzeitig die Zuschüsse 1,9 Mrd.
dann sehen
wir, welcher Unsinn diese Subventionierung ist. Und das seit ca. 30 Jahren !! Es wäre besser gewesen die Bergleute vor 35 Jahren zu entlassen und zu entschädigen . Dies wäre den Steuerzahler allemal billiger gekommen !! Aber nein, man mußte ja die Lobbyisten auch bedienen . War nicht einer der ehemalige Minister Müller ?? Ha, ha, wer böses dabei denkt !!
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gdm3000 schrieb:
am 8. Dezember 2010 um 19:16:49
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kohle
Deutsche Steinkohle welch eine Dreckschleuder,
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