17.07.2011, 09:15 Uhr | AFP
Der Steuervertrag mit der Schweiz soll dem deutschen Fiskus Milliarden bringen. (Foto: imago)
Das angestrebte Steuerabkommen mit der Schweiz könnte dem deutschen Fiskus bald die Kasse füllen: Laut einem "Spiegel"-Bericht verspricht sich das Bundesfinanzministerium von dem Vertrag Einnahmen von etwa zehn Milliarden Euro.
Das Ministerium rechne mit einer Abschlagszahlung für deutsche Altvermögen in dieser Höhe, hieß es am Sonntag in einem Vorabbericht des Hamburger Magazins. Die Abschlagszahlung auf deutsche Schwarzgeldbestände sei ein Kernpunkt des zwischen der Schweiz und Deutschland angestrebten Steuerabkommens. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten seien.
Wegen der deutschen Verjährungsregeln kommt der deutsche Fiskus dabei laut "Spiegel" nur noch an Schwarzgeld heran, das in den vergangenen zehn Jahren unversteuert neu in die Schweiz gebracht wurde oder an unversteuerte Erträge von Schwarzgeld, das schon länger in der Schweiz liegt. Je nach Anlagedauer und Zeitraum solle auf dieses Geld ein Steuersatz von 20 bis 30 Prozent fällig werden, hieß es dem Bericht zufolge im Bundesfinanzministerium.
Für die deutschen Steuersünder hat diese Regelung entscheidende Vorteile: Zum einen ist ihr Schwarzgeld damit legalisiert. Vor allem aber können sie anonym bleiben, da die Schweizer Banken die Abschlagszahlung ohne Namensnennung abführen.
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Eine Einigung wurde laut "Spiegel" mittlerweile auch darüber erzielt, dass auf Erträge deutschen Kapitals in der Schweiz künftig eine Abgeltungssteuer von 26 Prozent fällig werde. Das entspricht dem in Deutschland geltenden Prozentsatz. Zudem müsse die Schweiz in Zukunft den deutschen Behörden einfacher Amtshilfe leisten - allerdings nur in etwa 500 Fällen pro Jahr. Nach deutscher Lesart solle in diesen Fällen künftig allein der Name des Verdächtigen reichen, um zu erfahren, ob er ein Konto in der Schweiz hat.
In einem Zusatzpassus haben die Beamten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dem Bericht zufolge außerdem durchgesetzt, dass die Zahl der Auskunftsersuchen künftig schnell steigen kann, sollte sich herausstellen, dass die Deutschen weiterhin Schwarzgeld im großen Stil in die Schweiz verschieben.
Quelle: AFP
Justice schrieb:
am 17. Juli 2011 um 17:53:32
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Schwarzgeld
So ein Geeiere! Schwarzgeld muss verfolgt werden!! Wer hier die Kröten verdient und alle Vorteile im Land nutzt, soll sich auch
an die Regeln halten und den Staat mit unterstützen, ansonsten soll er auswandern mit allen Konsequenzen. Es kann doch nicht sein, dass die Reichen illegal immer mehr Geld anhäufen können, während der Rest Deutschlands brav malocht und in Relation gesehen die meisten Steuern zahlt. Würde jeder korrekt seine Steuern zahlen, könnte man diese auch allgemein senken. Punkt.
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paulalbert schrieb:
am 17. Juli 2011 um 17:23:01
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schweiz
Warum wird nie erwähnt,dass z.Z. diese Einküfte einer 35% Steuer unterworfen
sind (bis 30.06.11:20%)plus hohe
Bankgebühren.
Sowieso in der Schweiz oder auf dem Mond können diese Anleger nichts mit diesem Geld anfangen.
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Tessa schrieb:
am 17. Juli 2011 um 16:57:47
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Schweiz
Ist doch hervoragend ausgeklüngelt für Steuersünder.
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