
10.05.2011, 11:42 Uhr | Financial Times Deutschland
CDU und FDP stellen Steuerbonus für Handwerker in Frage (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der Bonus für Handwerkerleistungen gerät in der Koalition in die Kritik. Finanzexperten von Union und FDP sprechen sich für Änderungen aus - um die starken Mitnahmeeffekte der Steuerermäßigung einzudämmen.
"Wir müssen prüfen, ob wir das Ziel, die Schwarzarbeit einzudämmen, nicht besser erreichen können", sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann der "Financial Times Deutschland" (FTD). Mit Blick auf den vernichtenden Bericht des Bundesrechnungshofs (BRH) über den Handwerkerbonus sagte Tillmann: "Einen solchen Bericht kann man nicht lesen, ohne Konsequenzen zu ziehen."
Auch der FDP-Abgeordnete Daniel Volk sagte: "Wir müssen die Bedenken des Rechnungshofs ernst nehmen und eine Feinjustierung vornehmen." Eine völlige Abschaffung der Steuerermäßigung lehnten Volk und Tillmann jedoch ab - anders als der BRH. Das Bundesfinanzministerium will noch die wissenschaftliche Evaluierung des Steuerbonus abwarten, die im Sommer vorliegen soll.
Der Bonus war 2009 von der Großen Koalition im Rahmen des Konjunkturpakets verdoppelt worden. Doch im vergangenen Februar stellte der Rechnungshof fest, dass in rund 70 Prozent der Fälle Leistungen von Schornsteinfegern steuerlich begünstigt wurden, die der Steuerzahler ohnehin nicht vermeiden kann, oder Arbeiten, die aus Sicherheitsgründen notwendig sind, wie die Wartung von Heizungen und Aufzügen.
Fast 30 Prozent der Fälle betrafen Hausmeister- und Reinigungsdienste, die in Nebenkostenabrechnungen ausgewiesen werden und deshalb ohnehin legal vergeben werden. Auch die Kontrolle der Subvention ist offenbar mangelhaft: Nach dem Bericht des Rechnungshofs gewähren die Finanzämter in 80 bis 90 Prozent der Fälle die Vergünstigung, ohne zu prüfen, ob die Voraussetzungen auch erfüllt sind.
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Angesichts dieses Befundes will die CDU-Abgeordnete Tillmann jetzt ein Gespräch mit dem Rechnungshof führen. Die Grünen-Steuerexpertin Lisa Paus sagte: "Wenn es Mitnahmeeffekte gibt, kann der Bonus nicht so bleiben." Eine Nachjustierung sei auch im Sinne des Handwerks, damit Schwarzarbeit wirksamer bekämpft werden könne.
Auch Matthias Lefarth, Steuerchef beim Zentralverband des Deutschen Handwerks, räumte ein: "Mitnahmeeffekte gibt es natürlich, zum Beispiel bei den Schornsteinfeger-Gebühren. Wir verschließen uns einer Änderung nicht." Lefarth schlug vier Punkte vor: Gesetzliche Pflichtleistungen sollen nicht mehr steuerlich gefördert werden.
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Für Arbeiten bis 200 Euro soll ein Selbstbehalt gelten, sie würden nicht mehr subventioniert. Drittens sollen die beiden geförderten Gattungen von Leistungen vereinheitlicht werden: Heute können die Steuerzahler für allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen 20 Prozent des Arbeitslohns bis zu einer Grenze von 20.000 Euro von ihrer Steuerschuld abziehen. Bei Instandhaltung und Modernisierung sind es höchstens 6000 Euro Arbeitslohn. Lefarth setzte sich für einheitlich 20.000 Euro ein. Eine parallele steuerliche Nutzung der beiden Gattungen von Leistungen wäre dann aber nicht mehr möglich.
Viertens soll der Steuerbonus über mehrere Jahre verteilt werden können.
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Quelle: Financial Times Deutschland
josef schrieb:
am 10. Mai 2011 um 22:32:05
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Steuerbonus für Handwerk wackelt
Leute lasst euch nicht so verarschen. Die in Berlin wissen ganz genau, dass die Schwarzarbeit seit langem
nicht mehr blüht. Statt dessen will man aus uns die gleichen gläsernen Personen machen, die wir in der DDR schon waren. Um denSteuerbonus geht es schon lange niemendem mehr. Das Deutschen Volk rettet sein Geld von den ganzen faulen Pleiteeuropäern. Jeder Deutsche sagt sich, was in meinem Haus verbaut ist bekommt kein Grieche Ire Potugiese u.s.w.........
Der Untergang des Euro ist nahe......
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Ärger schrieb:
am 10. Mai 2011 um 22:25:54
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Steuern
Man kümmert sich wieder um die Kleinen. Die Verfolgung der großen Steuersünder ist wohl eingestellt!!!!
Hat die FDP wohl
erfolgreich blockiert????????????
Diese Regierung kotzt mich wirklich langsam an!!!!!
Holt Euch Geld von denen, die nicht einmal genau wissen, wieviel sie auf der hohen Kante haben!!!!!!!!
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Kumpel schrieb:
am 10. Mai 2011 um 18:48:09
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Schwarzarbeit
Mehr Steuerprüfer einstellen, die private Haushalte überprüfen. Eigenleistung als Einkommen bewerten und versteuern und
versichern. So wäre es richtig. Die zu Hause arbeitende Ehefrau mit mindestens Mindestlohn entlohnen. Lohnsteuern und Sozialversicherung abziehen. Gewachsene Bäume im Garten vermögensrechtlich bewerten und der neuen Vermögensteuer unterwerfen. Genau wie der schön gepflgte Rasen.
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