
25.10.2010, 14:29 Uhr | Financial Times Deutschland
Viele Anleger dürfte vom Finanzamt Kapitalsteuer zurückbekommen (Foto: imago) (Quelle: imago)
Anleger können bald mit der Rückerstattung ihrer zu viel gezahlten Kapitalsteuern aus dem Jahr 2009 rechnen. Die Finanzämter verfügen seit diesem Monat über ein Programm, mit dem sie die privaten Kapitaleinkünfte in der sogenannten Anlage KAP verarbeiten können. Die Software soll fast alle Sonderfälle lösen, die mit Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 aufgetreten sind. Die offenen Fälle würden nun sukzessive abgearbeitet, teilte das bayerische Finanzministerium mit.
Die technischen Probleme des Fiskus resultieren aus der Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009. Mit ihr sollte die Besteuerung von Dividenden und Zinsen eigentlich leichter werden, da Banken die Abgabe von 25 Prozent schon beim Zahlungseingang erheben und an den Fiskus abführen. Einige Anleger müssen ihre Kapitalerträge aber weiter in der Anlage KAP ihrer Steuererklärung angeben. Betroffen sind etwa Sparer, die Verluste beim Fiskus anmelden, um sie mit Gewinnen in den Folgejahren ausgleichen zu können.
Solche Sonderfälle konnte der Fiskus bislang maschinell nicht bearbeiten, obwohl die Grundlagen der Abgeltungsteuer bereits seit Mitte 2007 bekannt waren. Die betroffenen Anleger haben daher noch keinen endgültigen Steuerbescheid für 2009. Der Deutsche Steuerberaterverband vermutet, dass der Fiskus von vornherein alle Steuererklärungen mit Anlage KAP zurückgestellt hat, auch wenn die Probleme lösbar gewesen seien. Er geht deshalb von einer Million Betroffenen aus.
Völlig fehlerfrei arbeitet die neue Software aber noch nicht: Weiterhin unmöglich ist die Verrechnung von 2009 entstandenen Spekulationsverlusten oder negativen Erträgen aus Stillhaltergeschäften. Diese Minusbeträge können weiterhin nicht zur Minderung von Gewinnen genutzt werden, die der Abgeltungssteuer unterliegen.
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Quelle: Financial Times Deutschland
müller schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 19:13:20
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abgeltungssteuer
die abgeltungssteuer ist gerecht ,weil es bürger in deutschland gibt die aktien kaufen und die firmen können damit
arbeiten man sollte die goldkäufer mehr abknöpfen und darauf luxussteuer von 50% nehmen und die aktien käufer die in deutschland investieren nur 7%.
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Spötter3 schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 18:11:36
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"Warum wird der, ...
... der sein Geld zur Bank bringt und nicht anderweitig anlegt, derart begünstigt. "
("Die Abgeltungssteuer ist sehr
ungerecht. Jemand mit Vermietungseinkünften von 10.000 € zahlt bis zu 42 % Steuern, jemand mit 10.000 € Zinseinnahmen nur 25 %. Beide haben gleich hohe Einnahmen und Einkünfte."). -
Warum ? Ziemlich einfach, weil "Leistungserbringer" wie Acker- und Lehmänner bestimmen, was so abläuft, und nicht etwa das Volk.
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Helmstan schrieb:
am 25. Oktober 2010 um 17:36:05
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Abgeltungssteuer
Die Abgeltungssteuer ist sehr ungerecht. Jemand mit Vermietungseinkünften von 10.000 € zahlt bis zu 42 % Steuern, jemand
mit 10.000 € Zinseinnahmen nur 25 %. Beide haben gleich hohe Einnahmen und Einkünfte. Warum wird der, der sein Geld zur Bank bringt und nicht anderweitig anlegt, derart begünstigt.
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