
23.11.2011, 10:43 Uhr | Spiegel Online
Der Kauf von CDs mit Daten möglicher Steuersünder ist umstritten - und einträglich: Laut einem Zeitungsbericht zeigen sich viele Hinterzieher selbst an, aus Angst, ihre Daten könnten an Fahnder gelangt sein. Allein Hamburger Behörden nehmen dadurch rund 100 Millionen Euro ein.
Die Finanzministerien der deutschen Länder profitieren vom Ankauf einer Steuer-CD aus der Schweiz im Februar 2010. In Hamburg hätten die Erträge die Kosten des Ankaufs bei Weitem überstiegen, berichtet die "Welt" unter Berufung auf Statistiken von Ermittlern.
Seit dem Kauf des Datenträgers seien allein in der Hansestadt 799 Selbstanzeigen eingegangen, schreibt die Zeitung. Das nachzuversteuernde Vermögen betrage etwa 309 Millionen Euro. Davon erhalte der Staat etwa ein Drittel an Steuern.
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Trotz Milliardeneinnahmen für die Staatskasse sieht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Kauf von Steuersünder-CDs keine Dauerlösung. Der CDU-Politiker hatte auf dem Deutschen Steuerberatertag in Düsseldorf erklärt, der Kauf der unter Rechtsverstößen entstandenen Datensammlungen entspreche nicht seinem Verständnis von einem Rechtstaat.
Der schwierigere, aber bessere Weg sei in seinen Augen eine Harmonisierung der Steuerpolitik in Europa. Das umstrittene Steuerabkommen mit der Schweiz sei dazu ein wichtiger Schritt. Denn es könne auch helfen, ähnliche Steuerprobleme mit den EU-Mitgliedern Österreich und Luxemburg zu lösen.
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Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte zuvor kritisiert, das Abkommen schütze mögliche Schweizer Steuersünder, weil ihre Daten künftig nicht mehr ausgewertet werden dürften. Dieses Mittel im Kampf gegen Steuerhinterziehung wolle er sich "nicht aus der Hand nehmen lassen". Es gehe nicht an, dass einige Gutverdiener zwar von der Infrastruktur und dem Bildungssystem in Deutschland profitieren wollten, aber wenn es ans Zahlen gehe, ihr Geld vor der Steuer in Sicherheit zu bringen versuchten.
Die Debatte über den Ankauf von Steuersünder-CDs hatte in der vergangenen Woche neue Nahrung bekommen, als Nordrhein-Westfalen den Ankauf einer weiteren Datensammlung bekannt gab und Staatsanwälte zu Durchsuchungen bei mutmaßlichen Steuerhinterziehern ausschwärmten.
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Quelle: Spiegel Online
Lapillus schrieb:
am 25. Oktober 2011 um 16:10:29
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Steuersünder-CD
Es wird Zeit, die Gesetzgebung zu verschärfen und gg. Steueroasen vorzugehen. Jeder Bank eines Landes, das nicht mit
deutschen Steuerbehörden zusammenarbeitet, um deutscher Steuerhinterziehern und
-betrügern habhaft zu werden, muß die Betriebslizenz in Deutschland entzogen werden. Die USA haben das mit der UBS erfolgreich vorgeführt! Die ist dort eingeknickt zum Wohle des US-Fiskus und hat Namen von US-Steuerflüchtigen preisgegeben.
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HaWo schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 16:13:58
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Finanzamt
Was sind die paar Millionen gegen das Geld, was Schäuble und Merkel nur so raushauen, als wäre es Müll! Da ber kein Minister
zurückstehen möchte, beteiligen sich Westerwelle und Co. ebenfalls daran Steuergelder zu verbrennen. Wie ernst ist es eigentlich der Staatsanwaltschaft Bochum? Gar so gerne scheinen die solche Fälle auch nicht zu bearbeiten. Das ist keine Behaptung sondern eine Tatsache.
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goldfisch schrieb:
am 19. Oktober 2011 um 15:10:17
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steuersünder
das was der staat da macht ist nicht legal.eine privatperson würde dafür vor dem richter landen.wo ost da der datenschutz!
hier werden illegal datengekauft und man kann nicht sagen was in weiteren ausmaßen daraus wird.der staat braucht sich nicht wundern,wenn noch mehr geld aus dem land fließt,so wie er seine leute behandelt.der kleine regt sich auf,macht aber
in seinem rahmen das selbe.neid ist auch ein leid.
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