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Große Unterschiede bei Hausratversicherungen
16.12.2008, 15:04 Uhr | bv
Einbruch - Eine Hausratversicherung schützt gegen den Schaden (Foto: imago)Mieter und Eigentümer, die die Einrichtung ihres Hauses oder ihrer Wohnung schützen wollen, können beim Abschluss der richtigen Hausratversicherung viel Geld sparen. Das berichtet die Stiftung Warentest in der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest" unter Berufung auf den Test von 52 Versicherern. Wer schon eine Hausratversicherung hat, solle prüfen, ob diese nicht zu teuer ist. So könnten bei einer normal eingerichteten 85-Quadratmeter-Wohnung bis zu 200 Euro pro Jahr gespart werden.
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Günstige Anbieter für Stadt und Land
Für Hausratversicherungen müssen in der Stadt höhere Prämien gezahlt werden als auf dem Land. Günstige Versicherungen bieten laut "Finanztest" LBN, Asstel und Docura an. Für Kunden auf dem Land sind demnach auch KarstadtQuelle und Neckermann kostengünstige Anbieter.
Versicherungssumme nach Wert oder pauschal
Die Versicherungssumme sollte dem Preis für die Neubeschaffung des Hausrats entsprechen. Alternativ dazu gibt es demnach Tarife, bei denen auf eine so genannte Unterversicherung verzichtet werden kann: Dabei muss der Wert des Hausrats nicht genau beziffert werden und wird im Schadensfall auch nicht überprüft. Stattdessen wird pro Quadratmeter ein Durchschnittswert angesetzt.
Umfang des Versicherungsschutzes beachten
Zugleich wiesen die Tester darauf hin, dass eine Hausratversicherung nicht immer ein Muss ist. Wenn der Besitz von geringem Wert ist, lohne sich eine Police nicht unbedingt. Wer eine Versicherung abschließt, sollte genau prüfen, was von dem Schutz umfasst wird. So können je nach Kunde etwa ein Schutz vor Fahrraddiebstahl oder Überspannungsschäden wichtig sein. Auch regional gibt es dem Test zufolge große Unterschiede.
Kein voller Ersatz bei Unterversicherung
Ab einer bestimmten Versicherungssumme pro Quadratmeter der Wohnung oder des Hauses, beispielsweise 650 Euro, verzichten viele Anbieter auf die so genannte Einrede der Unterversicherung. Demnach müsste die Versicherungssumme für eine 60-qm-Wohnung mindestens bei knapp 40.000 Euro liegen. Wenn eine Unterversicherung vorliegt, wird der Schaden nur in dem Verhältnis beglichen, in dem die Versicherungssumme zum Versicherungswert steht.
Versicherungssumme gelegentlich überprüfen
Die Formel dafür lautet: Entschädigung = (Schaden x Versicherungssumme / Versicherungswert). Ein Beispiel: Die Versicherungssumme beträgt nur 30.000 Euro, obwohl ein Versicherungswert von 40.000 Euro vorliegt. Tritt nun ein Schaden von 10.000 Euro ein, wird dieser wegen der vorliegenden Unterversicherung nicht voll ersetzt. Stattdessen ergibt sich eine Entschädigungssumme von nur 7.500 Euro. Die Versicherten sollten deshalb genau prüfen, ob eine Unterversicherung vorliegt bzw. ob die Pauschalen für den Wert des eigenen Hausrats ausreichen. Wenn dessen Wert mit der Zeit steigt, ist ebenso eine Überprüfung der Versicherungssumme angeraten, da vor allem bei älteren Verträgen keine automatische Anpassung erfolgt.
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Quelle: AFP
, t-online.de