10.05.2011, 13:52 Uhr | bv
Tchibo-Haus: Festpreis ohne Kostensicherheit (Foto: Tchibo) (Quelle: Hersteller)
Die Stiftung Warentest hat die Verträge für das Tchibo-Haus zusammen mit der Verbraucherzentrale Bremen unter die Lupe genommen und dabei mehrere Kostenfallen entdeckt. Das "Energie-Konzepthaus", das Tchibo anbietet, stammt vom Hersteller Heinz von Heiden, ist ein massives Einfamilienhaus und wird in drei Varianten ab 170.000 Euro angeboten. Aber dabei dürfte es nur in den wenigsten Fällen bleiben. Interessenten müssen auf jeden Fall genau hinsehen.
Das Haus wird mit einer kleinen Solaranlage geliefert, die 2,3 Kilowatt leisten kann. Geheizt werden soll mit Erdwärme. Und da beginnen nach Ansicht der Warentester bereits die Probleme. Für die Erdwärmeanlage müssen zwei Sonden 60 Meter tief im Boden versenkt werden. Wenn der Bohrer nun auf Felsen oder Grundwasser stoße, werde die Arbeit teurer. Das Kostenrisiko trage in diesem Fall der Bauherr. Für den Fall, dass die Bohrung von den Behörden verweigert wird, ist im Vertrag keine Alternative vorgesehen.
Der Bauherr müsse dann die Kosten für eine alternative Heizung selbst tragen. Da es sich um einen Festpreis für das Haus handelt, werden die Kosten für die Erdwärmeheizung nicht ausgewiesen. Der Bauherr kann demnach nichts für die Heizung abziehen, wenn er sie gar nicht nutzen kann.
Was die Warentester außerdem kritisieren: Im Vertrag seien Solar-Module der Marke SIG Solar "oder gleichwertig" versprochen. Damit wisse der Kunde nicht, was er tatsächlich bekommt. Scheitert das Bauvorhaben nach Vertragsunterzeichnung, etwa weil es baurechtliche Probleme gibt, muss der Kunde das Bauunternehmen entschädigen, um aus dem Vertrag wieder herauszukommen.
Weitere Kostensteigerungen gegenüber dem Grundpreis sind programmiert: So entstehen nach Warentest-Angaben Zusatzkosten, wenn das Grundstück beispielsweise an einem Hang liegt. Die Beschaffenheit werde aber erst nach Vertragsabschluss geprüft. Ebenfalls erst nach der Unterschrift finde das sogenannte Bemusterungsgespräch statt, bei dem es um die Ausstattung mit Fußbodenbelägen und die Malerarbeiten gehe. Diese seien im Festpreis nicht enthalten.
Die Stiftung Warentest hält außerdem die vorgesehene Abschlagszahlung für unwirksam. Der Kunde müsse bereits nach Vertragsabschluss zwei Prozent des Gesamtpreises zahlen, ohne dass ein Gegenwert da sei. In der Baubranche sei es ansonsten üblich, die Leistungen nach Erbringung zu bezahlen.
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Auch das Versicherungspaket, das der Interessent des Tchibo-Hauses abschließen muss, stieß bei den Warentestern auf Kritik. Zwar sind die Versicherungen, zu denen unter anderem eine durchaus sinnvolle Bauherrenhaftpflicht gehört, in den ersten zwei Jahren beitragsfrei. Wie hoch die Kosten danach sind und wie lange die Laufzeit ist, erfahre man aber erst bei Unterschrift. Die Verbraucherzentrale stuft das Paket deshalb als "unseriös" ein, zumal einige enthaltene Versicherungen nur vorgeblich Schutz böten.
Die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Bremen kritisieren insgesamt, dass das Tchibo-Haus dem Bauherrn keine Kosten- und Planungssicherheit gibt. Interessenten sollten deshalb einen unabhängigen Rechts-, Bau- oder Energieberater hinzuziehen, bevor sie unterschreiben. Der Energieberater könne beispielsweise klären, ob die Kunden ein geologisches Gutachten für die Erdwärme-Bohrung in Auftrag geben sollten. Dies koste zwar extra, gebe aber Aufschluss über die Kosten.
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Quelle: t-online.de
Hausbauer schrieb:
am 2. Juni 2011 um 08:53:39
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Tschibo und Co.
Selbst Schuld ! Ich habe ein fertigerstelltes neues Haus zu verkaufen, also man kann es besichtigen, fühlen, bezahlen
,einziehen, alle Kosten wie Anschlüße sind bezahlt. keine Wartezeiten kein Risikio kein Abenteuer. Aber die Interessenten meinen es sei zu teuer wird doch wie bei Tschibo unter der 200.000 Euro Marsche angeboten ! aber dann kommt noch der Satz: Ja wir haben aber 3 Autos und hier ist nur eine Garage und ein Stellplatz !! Geschieht euch recht träumt weiter von eurer Utopie !
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Klaus schrieb:
am 12. Mai 2011 um 10:50:57
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Tchibo Haus
Wir haben im Oberbergischen auch ein Bauunternehmen welches diverse Flächen als Investor aufkauft, und sodann einen Baukatlog
den interessenten vorlegt - entweder wird danach gebaut, oder, gar nicht, und die sanierten Gelände sind "Privatgrundstücke" ein ganz großer Betrug!
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wula39 schrieb:
am 12. Mai 2011 um 09:51:09
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Tschibo
Schuster bleib bei deinen Leisten,oder besser Tschibo blieb bei deinem Kaffee.Vom Kaffee verstehen die Kaffeeröster etwas ,vom
Häuslebauen dagegen so gut wie garnix.Man kann nur jedem raten der bauen will sich nicht auf solche Abenteuer einzulassen,denn daseht mit Sicherheit in die berühmte Hose.
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