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Stiftung Warentest: Milliardenschäden durch dubiose Finanzprodukte

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Warentest: Milliardenschäden durch dubiose Finanzprodukte

16.03.2011, 15:57 Uhr | bv

Stiftung Warentest warnt vor unseriösen Geldanlagen (Foto: imago)

Stiftung Warentest warnt vor unseriösen Geldanlagen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Geldanleger verlieren nach Einschätzung der Stiftung Warentest jährlich 30 Milliarden Euro durch dubiose Kapitalanlagen. Diese würden nicht nur von windigen Vermittlern, sondern auch von Kreditinstituten angeboten. Sie nutzten die Unwissenheit der Verbraucher aus, um sie mit unseriösen Finanzprodukten abzuzocken. Die Stiftung Warentest beobachtet deshalb seit Jahren den grauen Kapitalmarkt und warnt vor schwarzen Schafen. Zum Weltverbrauchertag stellt die Stiftung nun ihre Warnliste für eine Woche kostenlos zur Verfügung. Die Liste ist sonst kostenpflichtig.

Zu den dubiosen Angeboten zählt die Stiftung unter anderem den Verkauf überteuerter Wohnungen als Kapitalanlage, betrügerische Bankgarantiegeschäfte, verlustreiche Termingeschäfte, dubiose stille Beteiligungen oder unrentable geschlossene Immobilienfonds. Die Warentester kritisieren auch Banken und Sparkassen, wenn diese riskante Schiffsfonds als Altersvorsorge empfehlen.

Warnregister mit auffälligen Anbietern

Die Stiftung betreibt außerdem ein Warnregister mit Anbietern, die in den vergangenen zwei Jahren mit negativ bewerteten Geldanlagen aufgefallen sind, von Gerichten wegen irreführender Werbung oder Angebote verurteilt wurden oder in anderer Weise eine negative Rolle im Zusammenhang mit diesen Angeboten spielten.

Auf der Liste finden sich neben vielen weitgehend unbekannten Anbietern und Vermittlern auch große Namen wie AWD, Postbank, TÜV, Badenia, DKB oder HypoVereinsbank. Die Badenia wird wegen der Vermittlung von Schrottimmobilien gelistet, über die auch t-online.de immer wieder berichtet hat. Der österreichischen Niederlassung des AWD wird Falschberatung im Zusammenhang mit der Vermittlung von bestimmten Immobilien-Aktien vorgeworfen, was der AWD zurückweist.

Immer wieder Schrottimmobilien

Auch bei der HypoVereinsbank und der DKB geht es um Schrottimmobilien und überhöhte Kaufpreise. Die HypoVereinsbank wurde deshalb vom Oberlandesgericht Nürnberg zu Schadenersatz verurteilt. Der DKB werfen Anleger nach Angaben der Stiftung Warentest vor, überteuerte Wohnungen anstandslos finanziert und sie damit finanziell ruiniert zu haben.

Die Postbank wird wegen Verstößen gegen den Datenschutz gelistet, weshalb sie bereits 120.000 Euro Buße zahlen musste. Die Bank hatte freien Mitarbeitern der Postbank Finanzberatung AG Einblick in Millionen von Girokonten gewährt, um den Verkauf ihrer Produkte anzukurbeln. Der TÜV wurde dafür kritisiert, Siegel und Bestnoten für riskante Anlageprodukte vergeben zu haben. Diese Praxis wurde offenbar inzwischen eingestellt.

Hier geht's weiter zur "Warnliste: Geldangebote" der Stiftung Warentest, die noch bis einschließlich 21.03.2011 kostenlos einsehbar ist. Danach wird das Angebot, das monatlich aktualisiert wird, wieder kostenpflichtig.

Ständig frei verfügbar ist die Tabelle "Typische Angebote des grauen Kapitalmarkts" der Stiftung Warentest, mit Informationen und Einschätzungen zu häufig vermittelten Angeboten des grauen Marktes.


Wirtschaft
Bankfiliale für die Hosentasche

Mit dem Handy kann man mittlerweile jederzeit und überall Bankgeschäfte tätigen. zum Video

Quelle: t-online.de

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Kommentare (30)

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Thema: "Stiftung Warentest: Milliardenschäden durch dubiose Finanzprodukte"

Kalle schrieb: am 26. April 2011 um 20:50:29
(0) (0) Finanzprodukte
Ein Sprichwort lautet : Schuster bleib bei deinen Leisten. Kaufe nie Dinge von denen Du nichts verstehst. Schau Dir Immobilien
an, bevor Du kaufst . Sei nicht gierig . Wenn der Zinssatz für normale Anlagen bei 3% liegt und jemand verspricht 10 % , dann hat das Ding einen Pferdefuß . Innovative Steuersparmodelle sind ganz oft ein Schuß in den Ofen . Mein Rat : Kaufe Aktien von soliden Unternehmen da ist man immer auf der Gewinnerseite
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Isnogud schrieb: am 24. März 2011 um 22:47:45
(0) (0) Haftung?!?
Da müßten die Banken als Vermittler und der Verkäufer voll haftbar gemacht werden. Wenn die Bank Ihren eigenen Untergang
riskiert, werden die Berater vielleicht etwas ehrlicher beraten.
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gott schrieb: am 18. März 2011 um 11:48:24
(0) (0) gerechtigkeit
dieses ganze gequatsche jedes mal,ist doch immer nur eine feige art den frust loszuwerden.und die grossen lachen über die
kleinen.diese schikanen und dieses verbrechen wird sich erst legen wenn die ersten kapitalisten,auf den strassen die hände abgehackt bekommen damit sie das gestohlene geld nie ausgeben können.gewalt ist nicht primitiv wenn sie dem Guten dient.schwerstverb.aus pol.wirtsch.etc..alle köpfen.dann wird es besser.wählen gehen ist nur volksverd.richtet sie alle hin.taten statt worte
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