05.08.2011, 09:29 Uhr | dapd
Möbelpacker: Billig wird am Ende oft teuer (imago) (Quelle: imago)
Die Stiftung Warentest hat vor allzu billigen Möbelpackern gewarnt. Wer demnächst umzieht, sollte sich vor Schnäppchenangeboten an Laternenmasten, auf Handzetteln, in Anzeigenblättern und im Internet in Acht nehmen. Ein vermeintlicher Billigumzug kommt dann nämlich ganz schnell teuer. Die Kunden würden am Ende häufig "übers Ohr gehauen und brutal abgezockt", warnte Michael Bruns von der Stiftung Warentest.
In der neuen Wohnung angekommen, können aus dem 490-Euro-Komplettangebot plötzlich horrende 1600 Euro werden. Oder es heißt, die 180 Euro für drei Mann a fünf Stunden waren nur die Anzahlung, der Endpreis liege bei 2000 Euro. "Die Betroffenen stehen mit dem Rücken an der Wand, wenn die Packer viel mehr Bares verlangen als anfangs ausgemacht", berichtete Bruns.
Weigern sich die Kunden, werde oft damit gedroht, dass Möbel einbehalten werden. Das schüchtert ein und macht Druck. "Was bleibt in der stressigen Lage anderes übrig, als doch zum Geldautomaten zu gehen?", schilderte der Verbraucherschützer die dreiste Abkassiermasche. Umzugsfirmen haben nämlich tatsächlich das Recht, Möbel als Pfand zurückzuhalten.
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Was den Billigpreis im Lauf des Umzugs so teuer machen kann, sind die vielen Zusatzkosten, die plötzlich auftauchen. Etwa für den Transport der Waschmaschine, für Möbelmontagen oder die Behördengenehmigung fürs Halteverbotsschild. Auch das Ausräumen von Keller oder Balkon wird zum Schluss meist extra berechnet, weil es angeblich nicht im Kostenvoranschlag drin war. Bei so mancher Schnäppchenofferte muss außerdem noch die Mehrwertsteuer hinzugerechnet werden. Und dann noch die Kartons, Handgriffe hier und da sowie Serviceleistungen, die zwar im Vertrag standen, nicht aber im Endpreis.
"Die Polizei rufen hilft nicht, weil sie normalerweise nicht eingreifen darf, wenn keine direkte kriminelle Handlung vorliegt", sagte Dierk Hochgesang, Geschäftsführer des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ). Auch eine Anzeige hinterher nutzt meist wenig, erklärte Bruns. Weil betrügerische Speditionen oft ihren Namen ändern oder ganz abtauchen, verläuft eine Klage häufig im Sand.
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Jetzt, in der Umzugshochsaison, versuchen dubiose Möbelpacker-Firmen vor allem in Ballungsräumen wie Berlin, Frankfurt am Main, München, Hamburg oder dem Ruhrgebiet, ahnungslose Kunden regelmäßig über den Tisch zu ziehen. Hochgesang schätzte, dass sich am Markt bis zu 2500 Umzugsanbieter tummeln. Verlass sei nur darauf, dass die über 1000 AMÖ-Verbandsmitglieder garantiert nicht zu den schwarzen Schafen der Branche zählten.
Wer keinem Gauner aufsitzen will, sollte sich bei besonders verlockenden Angeboten immer fragen: Kann der offerierte Preis von 200 Euro und weniger für einen Ganztags-Umzug mit Personal und Lkw realistisch sein, lautet der Rat von Verbraucherschützer Bruns. Ein Festpreis-Angebot sollte immer darauf abgeklopft werden, ob es tatsächlich den kompletten Umzug inklusive Organisation, Anfahrt und Montagen abdeckt. Seriöse Firmen informieren von vornherein über Posten, die zusätzliche Kosten verursachen könnten, statt im Nachhinein unzählige teure Extras in bar zu verlangen.
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Vorsicht ist auch dann angebracht, wenn Umzugsfirmen mit Flugblättern oder Kleinanzeigen werben und immer nur eine Handynummer angeben. Gibt es Ärger, sind solche Anbieter schnell abgetaucht, so die Erfahrungen des AMÖ.
Sind nur Kleintransporter im Einsatz, fehlt meist auch die gesetzlich vorgeschriebene Transportversicherung. Die Police ist nur dann Pflicht, wenn die Umzugsfirma Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht einsetzt. Wer eine AMÖ-Mitgliedsfirma engagiert, geht auf Nummer sicher. Dann kann bei Streitfällen eine Schlichtungsstelle eingeschaltet werden.
Quelle: dapd , t-online.de
Achim schrieb:
am 4. August 2011 um 20:46:21
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Umzugs Abzocke
Hallo, bin selber bei einer Möbelspedition beschäftigt und kann nur sagen: "Ein Umzug für 500 € ist nicht möglich.
Ein seriöses Unternehmen macht einen Kostenvoranschlag in dem alle Kosten aufgelistet sind. Darüber hinaus wird im Vorfeld eine Besichtigung vorgenommen. Wer schon für ne Möbeldecke extra Zahlen muss ist an den Falschen geraten. Augen auf und Hirn einschalten. Rechnen und selbst überlegen was ich meine Chef als Arbeitskraft koste! 500 € kann da nie passen.
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Trullala schrieb:
am 4. August 2011 um 20:29:31
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Umzug
komisch das solche Unternehmen meistens orientalische Namen haben,aber ich kann mich auch irren.In jedem Fallevorher hellhörig
werden,denn:wer billig bucht,zahlt doppelt.
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Marco schrieb:
am 4. August 2011 um 20:25:57
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Betrüger
An alle, die hier drüber klagen, sie seien abgezockt worden: Hirn einschalten und nachdenken, ob so ein Service so billig sein
kann, warum kein vernünftiger Vertrag mit Festkosten unterschrieben wird. Typisch Sparsamkeitsdenken. Sparen ist ok, aber bitte mit Hirn.
Am Ende ist man selbst Schuld wenn man sein Hirn ausschaltet, nur weil das Dollarzeichen im Auge erscheint, weils ein "Sonderangebot" gibt. Billig kaufen heißt überall zumeist auch schlechte Qualität kaufen...
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