
13.01.2012, 10:57 Uhr | Der Aktionär
Strategische Rohstoffe sind nicht nur für Unternehmen Gold wert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Der Siegeszug von Zukunftstechnologien lässt neue Rohstoffe in den Fokus der Investoren treten. Anleger sollten sich früh positionieren.
Ein Leben ohne Handy, ohne Flachbildschirme, ohne Solarenergie oder Windkraft? Ein solches Leben ist heute kaum mehr vorstellbar. Der technologische Fortschritt hat in den vergangenen Jahren das Leben jedes Einzelnen maßgeblich beeinflusst. Mittlerweile ist es Alltag, dass Menschen immer und überall erreichbar sind. Kaum einer macht sich dabei Gedanken, wie die einzelnen Geräte funktionieren – geschweige denn, welche Rohstoffe dafür nötig sind. Dabei tobt hinter den Kulissen längst ein Kampf um die sogenannten Strategischen Metalle. Es handelt sich dabei um Rohstoffe, die für Zukunftstechnologien unverzichtbar sind. Das Problem dabei: Es sind meist nur wenige Länder, die diese Rohstoffe produzieren. Und die wissen ihre Quasi-Monopolstellung mittlerweile meist gewinnbringend auszuspielen. Experten sprechen schon von Ressourcen-Nationalismus.
Das bekannteste Beispiel für die Knappheit von Rohstoffen sind sicherlich die sogenannten Seltenen Erden. Noch immer entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Produktion auf China. Und in den vergangenen Jahren hat das Reich der Mitte die Exportquoten immer weiter gekürzt. Das Ergebnis: Die Preise sind teilweise um mehrere hundert Prozent nach oben geschossen. Dabei dürften die hohen Preise für China mehr ein erfreulicher Nebeneffekt sein. In erster Linie dürfte es der Regierung in Peking darauf ankommen, dass westliche Konzerne ihre Produktion und damit auch ihr Knowhow nach China verlagern, um die Exportquoten zu umgehen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Explorern, die rund um den Globus nach geeigneten Seltene-Erden-Vorkommen suchen. Am weitesten sind dabei der australische Rohstoffkonzern Lynas sowie der amerikanische Pionier auf dem Gebiet der Seltenen Erden Molycorp.
Beide Konzerne haben den großen Vorteil, dass der Produktionsstart unmittelbar bevorsteht. Die Anlage von Lynas in Malaysia ist fast fertiggestellt. Der Zulassungsprozess steht nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Nicholas Curtis kurz vor dem Abschluss. Nachdem es Proteste von Seiten einiger Politiker gegen das 232 Millionen Dollar teure Projekt gegeben und der Zeitplan sich verzögert hat, haben die Australier alle notwendigen Unterlagen bei der malaysischen Atomenergie-Zulassungsstelle eingereicht.
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Die Anlage soll im ersten Quartal die Produktion aufnehmen. Nach jüngsten Informationen trifft sich das zuständige Gremium am 30. Januar. Dann soll auch eine Entscheidung fallen, ob Lynas eine einstweilige Genehmigung erhält. „Wir rechnen mit einer Entscheidung bei diesem Treffen“, sagte ein Sprecher von Lynas. Die Anlage könnte dann im Februar anlaufen. Offensichtlich sind deutsche Großkonzerne optimistisch, dass bei Lynas alles nach Plan läuft: Nachdem bereits Siemens ein Joint-Venture mit Lynas eingegangen ist, hat sich auch der Chemiekonzern BASF auf eine Zusammenarbeit mit den Australiern verständigt. Lynas hat ehrgeizige Ziele: Die Australier wollen mehr als ein Sechstel der weltweiten Nachfrage nach Seltenen Erden befriedigen.
Angesichts der stark gestiegenen Preise für Seltene Erden hat sich auch der einstige Pionier auf diesem Gebiet zurückgemeldet: Molycorp. Die US-Amerikaner entwickelten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Markt für Seltene Erden. Doch nach Problemen in der Mountain-Pass-Mine musste sich Molycorp schließlich der Billigkonkurrenz aus China beugen. In den vergangenen Jahren hat Molycorp zwar noch Erz von der Halde verarbeitet, doch jetzt soll die Produktion wieder anlaufen. Molycorp hat sich eine Produktion von 20.000 Tonnen pro Jahr zum Ziel gesetzt. Damit würde der Konzern wieder ins Konzert der großen Produzenten rücken.
Der Einstieg könnte für Anleger nach einem Kursrutsch günstig sein. Ende vergangenen Jahres haben die Experten von JPMorgan angesichts eines weiteren Preisverfalls bei Seltenen Erden das Kursziel von Molycorp gesenkt. Allerdings sehen sie die Aktie bei 39 Dollar fair bewertet – deutlich über dem derzeitigen Niveau von rund 25 Dollar. Zudem verweisen sie darauf, dass die US-Regierung großes Interesse daran hat, sich bei der Versorgung mit Seltenen Erden unabhängig von China zu machen. Damit dürfte man Molycorp von staatlicher Seite kaum Steine in den Weg zu den notwendigen Genehmigungen in den Weg legen.
Neben den Seltenen Erden haben sich längst noch weitere Rohstoffe herauskristallisiert, die für Zukunftstechnologien unverzichtbar sind, deren Versorgungslage allerdings alles andere als gesichert ist. Der große Trend an der Börse könnte Grafit werden. Auch hier bestimmt China mit einem Anteil von rund 70 Prozent den Weltmarkt. Die EU-Kommission hat Grafit zuletzt auf die Liste der 14 Mineralien und Metalle gesetzt, deren Versorgung als „kritisch“ eingestuft wird. Das Einsatzgebiet von Grafit ist breit gefächert. Es verfügt über eine exzellente Wärmeleitung und Leitung für elektrischen Strom, ist dabei aber stabiler als Stahl und hat einen Schmelzpunkt von mehr als 3000 Grad Celsius. Das Einsatzgebiet reicht von der Kernenergie bis hin zu Lithium- Ionen-Batterien, die inzwischen bereits zehnmal mehr Grafit als Lithium enthalten.
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Die Zahl der Unternehmen außerhalb Chinas, die sich auf die Exploration von Grafit Liegenschaften spezialisiert haben, ist bei Weitem noch nicht so hoch wie bei Seltenen Erden. Relativ weit in seinen Bemühungen ist der Explorer Focus Metals. Das kanadische Unternehmen möchte bereits im kommenden Jahr mit der Produktion in der Lagerstätte Lac Knife beginnen.
Die jüngsten Schätzungen stimmen optimistisch. „Der Bericht bestätigt unsere Auffassung, wonach Focus Metals‘ Konzessionsgebiet Lac Knife den besten Graphitgehalt der Welt aufweist“, sagte CEO Gary Economo. Die gemessenen und angezeigten Ressourcen belaufen sich auf insgesamt 4,97 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 15,7 Prozent Kohlenstoff als Grafit (Cgr). Für das Frühjahr ist ein erweitertes Bohrprogramm geplant, um diese erste Ressourcenschätzung zu aktualisieren.
Auch Tantal befindet sich auf der Liste der Strategischen Metalle. Hier gibt es bereits heute ein große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage. Tantal wird vor allem für Mobiltelefone verwendet. Das Prekäre daran: Tantal kann durch kein anderes Element ersetzt werden. Tantal wird vor allem in Afrika abgebaut. Doch westliche Konzerne verzichten auf Tantal aus dem Kongo, da es dort zu teils eklatanten Menschenrechtsverletzungen kommt. Die Aktie des Explorers Commerce Resources ist zwar zuletzt deutlich unter die Räder gekommen. Doch das Blue-River-Tantal-Projekt gilt als eines der aussichtsreichsten Tantal-Projekte rund um den Globus. Zudem hat der Konzern erst im vergangenen Sommer eine Finanzierung abgeschlossen. Mutige Anleger spekulieren mit einer kleinen Position.
Der Siegeszug von Zukunftstechnologien wie Mobilfunk oder alternative Energien lässt neue Rohstoffe in den Fokus der Investoren treten. Die gestiegenen Rohstoffpreise machen auch den Abbau außerhalb Chinas oder Afrikas lukrativ. Günther Maassen und Michael Vaupel beschreiben in ihrem Buch „Strategische Metalle für Investoren“, wie Anleger direkt in Rohstoffe investieren können und welche Möglichkeiten der Lagerung es gibt. Doch auch die Börse bietet nach wie vor aussichtsreiche Unternehmen. Stoppkurse nicht vergessen!
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Quelle: Der Aktionär
Raumenergie schrieb:
am 13. Januar 2012 um 14:56:46
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Strom kostenlos für immer
Stellt euch vor, es gibt einen Prof. Turtur, der mit seiner Idee dafür sorgt, dass es Strom unendlich für
Jedermann quasie aus der Luft gibt. Das heißt es gibt keine Energieknappheit mehr, obwohl dann ALLE Kraftwerke der Welt entsorgt werden können.
Den Stromzähler und die Öl-Gas Heizung könnt ihr rausschmeißen, wird alles mit KOSTEMLOSEN STROM betrieben, bei Tag und Nacht, an jedem Punkt dieser Erde uneingeschränkt möglich.
Politik, Medien und die Konzerne verheimlichen diese TECHNIK
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transmeta2 schrieb:
am 13. Januar 2012 um 13:51:51
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Strategische Rohstoffe - Tantal
Eines der weltweit größten Tantal-Vorkommen liegt in Ägypten. Das Projekt hin zur Produktion des Metalls
wird von der australischen, börsennotierten Firma "Gippsland" vorangetrieben. Für mehr als die Hälfte der geplanten Jahresproduktion von Tantal gibt es ein Lieferabkommen mit der Firma HC Starck in Deutschland, die BRD hat für das Projekt eine finanz. und politische Garantie abgegeben.
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Rentner Jürgen schrieb:
am 13. Januar 2012 um 10:18:35
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seltene Erden
Leute kauft mehr Scheisse, 10 Milliarden Fliegen können sich nicht irren!
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Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video