27.02.2012, 12:52 Uhr | dpa-AFX
Im Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen scheint immer noch keine Lösung in Sicht. Der Flughafenbetreiber Fraport hat sich derweil auf die Streiks eingestellt und schafft es, die Flugausfälle zu minimieren. Dennoch erleidet die Lufthansa Millionenverluste. Die Aktie der Kranich-Airline notierte deutlich im Minus.
Die Umsatzausfälle durch den Streik lägen im hohen zweistelligen Millionenbereich, sagte Personalvorstand Stefan Lauer der "Financial Times Deutschland". Bei der Airline kam es seit Streikbeginn bis einschließlich Dienstag zu knapp 700 Flugausfällen. 55.000 Passagiere hätten nicht befördert werden können, nannte Lufthansa-Manager Lauer weitere Eckdaten.
Zur Auslastung der Interkontinentalmaschinen, die nun von deutlich weniger Zubringern erreicht werden und in internationaler Konkurrenz stehen, machte das Unternehmen keine Angaben. "Wir sind Hauptbetroffener des Streiks", sagte Lauer. Für die Fluggesellschaft ist der Frankfurter Flughafen das mit Abstand wichtigste Drehkreuz.
In Frankfurt ist bisher noch keine Einigung in Sicht. Das Vorfeldpersonal will bis Freitag die Arbeit niederlegen. zum Video
Trotz der Streikfolgen stellt sich die Lufthansa hinter den Flughafenbetreiber: "Wir sind der Auffassung, dass Fraport der Erpressung durch die GdF nicht nachgeben sollte", sagte Lauer. Die Forderungen seien nicht hinnehmbar. Sollte der Arbeitskampf andauern, erwägt die Lufthansa laut Lauer auch juristische Maßnahmen gegen die Gewerkschaft. "Das schließen wir nicht aus." Erwogen würden dann auch Schadenersatzansprüche wegen Unverhältnismäßigkeit.
Am Mittwoch, dem fünften Streiktag, normalisierte sich derweil die Lage am größten deutschen Flughafen. Am Morgen waren für den Tag 165 Inland- und innereuropäische Flüge annulliert, wie Fraport berichtete. Das war die niedrigste Zahl seit Beginn des Streiks am vergangenen Donnerstag, als nur sieben Stunden lang gestreikt wurde. Der Airport-Betreiber hat die rund 200 Streikenden durch andere Kräfte ersetzt.
Erneut sollten rund 80 Prozent des geplanten Verkehrs abgewickelt werden. Fraport sieht sich in dem Konflikt auch für einen längeren Ausstand gerüstet. "Wir gehen davon aus, dass wie am Montag und Dienstag alles sehr geregelt und ruhig ablaufen wird", sagte ein Unternehmenssprecher. Die Gewerkschaft der Fluglotsen hat unterdessen
Zugleich erneuerte der Betreiber sein Gesprächsangebot an die Gewerkschaft. Beide Seiten sollten ohne Vorbedingungen und Festlegungen in die Gespräche gehen, sagte der Fraport-Chef. DieGdF hat unterdessen den Streik am Flughafen ausgesetzt.
Quelle: dpa-AFX
prudent schrieb:
am 22. Februar 2012 um 17:11:24
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fraport
bezahlt eure leute angemessen und kommuniziert ehrlich und transparent , dann bleiben euch streiks erspart
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Hansi24 schrieb:
am 22. Februar 2012 um 14:00:44
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Fraport
Den Bereich auslagern !!!
Die Arbeitsverweigerer entlassen !!!
Solche selbstgestrickten Minigewerkschaften dürfte überhaupt nicht geben!
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