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Arbeiter legen schottische Raffinerie lahm

vom Sun Apr 27 11:31:14 CEST 2008 | aktualisiert am Mon Apr 28 09:53:43 CEST 2008 | dpa / T-Online

Streik in Raffinerie - Auswirkungen auf Tankstellen? (Foto: dpa)Streik in Raffinerie - Auswirkungen auf Tankstellen? (Foto: dpa) In der schottischen Ölraffinerie Grangemouth haben rund 1200 Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt, nachdem Verhandlungen über bessere Pensionsbedingungen gescheitert sind. Um Engpässe bei der Ölversorgung zu vermeiden, sollen vom europäischen Festland 65.000 Tonnen nach Schottland geliefert werden, kündigte der britische Wirtschaftsminister John Hutton am Wochenende an. Die Streik soll 48 Stunden andauern.

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Arbeiter "wütend und enttäuscht"
Pat Rafferty von der Gewerkschaft Unite sagte der britischen BBC, die Arbeiter seien nach den gescheiterten Verhandlungen "wütend und enttäuscht". Gordon Grant vom Management der Raffinerie hielt dagegen, die Mitarbeiter hätten den Gesprächen nicht genug Zeit gelassen. "Dies ist ein trauriger Tag für Grangemouth", sagte Grant.



BP schließt Pipeline
Der Energiekonzern BP hatte bereits vor Streikbeginn die Nordsee-Pipeline Forties geschlossen, über die rund ein Drittel der Versorgung Großbritanniens mit Rohöl läuft. In der Raffinerie Grangemouth des Chemikonzern Ineos werden pro Tag 210.000 Barrel Öl (je 159 Liter) verarbeitet. Experten schätzen die Kosten der Arbeitsniederlegung auf umgerechnet rund 65 Millionen Euro pro Tag.

Warnung vor Panikkäufen
Die britische Regierung und die Regierung in Schottland warnten vor Panikkäufen an Tankstellen. Es gebe genug Kraftstoff, um diese Zeit zu überstehen, solange Autofahrer nicht plötzlich ihre Gewohnheiten änderten und mehr tankten als sonst, sagte der Wirtschaftsminister Hutton BBC. Dennoch gab es Berichte von langen Warteschlangen und der Begrenzung von Abgabemengen an mehreren Tankstellen in Schottland. Nach Angaben von Ineos werde es nach dem Ende des Streik zwei bis drei Wochen dauern, bis der Betrieb in der Ölraffinerie wieder normal laufe.

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dpa / T-Online

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