Weitere Verzögerungen beim Boeing Dreamliner (Foto: dpa)Der Jungfernflug des neuen Prestigefliegers von Boeing dem Dreamliner 787 muss womöglich erneut verschoben werden. Grund ist der Streik der Techniker. Überdies macht der Arbeitskampf den Luftfahrtriesen auch finanziell schwer zu schaffen. Die Verluste für den Konzern belaufen sich nach Schätzungen von Branchen-Experten täglich auf etwa 120 Millionen Dollar (rund 85 Millionen Euro).
"Wenn der Streik andauert, können wir den 787 nicht wie geplant ausprobieren", sagte ein Sprecher des US-Unternehmens am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir brauchen alle Mann an Bord." Die rund 27.000 Techniker bei Boeing sind nach dem Scheitern von Tarifverhandlungen seit knapp einem Monat im Streik. Sie hatten zuvor ein Angebot der Konzernleitung zurückgewiesen, das unter anderem eine durchschnittliche Anhebung der Löhne um elf Prozent vorsah.
900 Bestellungen für den Dreamliner
Der Dreamliner 787 ist der neue Langstreckenflieger von Boeing. Für das seit 2003 angebotene Flugzeug liegen rund 900 Bestellungen vor. Einen Flug gab es bisher aber nicht, gegenüber den Anfangsplanungen liegt der US-Konzern schon fast zwei Jahre im Rückstand. Der erste Testflug soll nun eigentlich Ende des Jahres stattfinden, die erste Auslieferung ist für das erste Quartal 2009 geplant. Doch auch dieser Zeitplan wackelt dem Sprecher zufolge nun wegen des Streiks der Techniker. Der Dreamliner wird mit Plastikkomponenten gebaut, wodurch sein Gewicht reduziert und der Flugbenzinverbrauch gedrosselt werden soll.