04.03.2008, 08:02 Uhr | dpa-AFX / T-Online
Warnstreiks im öffentlichen Dienst (Foto: Reuters) Busse und Bahnen blieben in ihren Depots, Müll blieb liegen. Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben am Vormittag in vielen Bundesländern großangelegte Warnstreiks begonnen. Zum Auftakt legten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di in Hannover mehrere hundert Bus- und Bahnfahrer der Frühschicht die Arbeit nieder. In der niedersächsischen Landeshauptstadt ist zudem im Tagesverlauf eine Großkundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske geplant.
Auch Kitas und Krankenhäuser betroffen
Außer im öffentlichen Nahverkehr ruhte die Arbeit bundesweit auch in Kitas, Krankenhäusern und bei der Müllabfuhr. Ver.di verlangt für die 1,3 Millionen Beschäftigten acht Prozent mehr Gehalt für ein Jahr. Die Arbeitgeber bieten fünf Prozent für zwei Jahre.
Auch CeBIT betroffen
In Hannover waren am ersten Besuchertag der Computermesse CeBIT Messegäste betroffen. Von 3.00 Uhr an blieben 200 Busse und 250 Bahnen in den Depots, sagte eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe in Hannover. In Baden-Württemberg legten Bus- und Bahnfahrer in Ulm unangekündigt um 4.00 Uhr die Arbeit nieder. In Göttingen und Braunschweig sollen die Warnstreiks im Nahverkehr den ganzen Tag dauern.
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Müllfahrer in Sachsen streiken
Auch in Sachsen begann der Warnstreik in den Morgenstunden. "Müllfahrer, Krankenschwestern, Bühnentechniker und Erzieherinnen wollen nun endlich ihren Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung", sagte ein Gewerkschaftssprecher in Leipzig.
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Stadtreiniger streiken auch
In Brandenburg machten 480 Mitarbeiter von Schleusenanlagen den Anfang und legten die Arbeit nieder. In Mecklenburg-Vorpommern waren laut ver.di zunächst die Stadtverwaltungen in Rostock und Stralsund betroffen. In Berlin starteten Mitarbeiter der Stadtreinigung und der Wasserbetriebe ganztägige Warnstreiks.
Ver.di fordert acht Prozent mehr
In den Tarifverhandlungen für die bundesweit 1,3 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes beginnt am Donnerstag in Potsdam die vorläufig letzte Gesprächsrunde. ver.di fordert acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro zusätzlich im Monat. Die Arbeitgeber bieten bislang fünf Prozent – verteilt auf zwei Jahre – bei gleichzeitiger Verlängerung der Wochenarbeitszeit.
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