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Streit um Ausbau der Windkraft auf dem Meer

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Streit um Ausbau der Windkraft auf dem Meer

17.02.2012, 13:36 Uhr | dpa

Der Ausbau der Windenergie auf dem Meer stockt (Quelle: AFP)

Der Ausbau der Windenergie auf dem Meer stockt (Quelle: AFP)

Die deutsche Energiewende hat kaum begonnen, da geht der Streit schon los: Ausgerechnet beim Ausbau der Windkraft auf dem Meer, einem der großen Hoffnungsträger der Bundesregierung auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft, verhärten sich die Fronten. Der Anschluss der Windparks an das Stromnetz durch die Netzgesellschaften verzögert sich und damit auch der Bau der Parks. Keiner will die Verantwortung auf sich nehmen. Betreiber wie der Energieriese RWE denken über Schadenersatzforderungen nach. Netzbetreiber Tennet ruft nach Lösungen aus Berlin.

Ausbauziel nicht mehr zu erreichen

Die Ziele der Bundesregierung sind hochgesteckt. Doch die Zweifel, ob sie eingehalten werden könnenm werden immer lauter: Bis 2020 soll der Ausbau der Windenergie auf 10.000 Megawatt (MW) ansteigen, 2030 sollen 35.000 MW am Netz sein. Bisher sind aber erst 200 MW vor Deutschlands Küsten installiert. Das Ausbauziel bis 2020 sei "auf keinen Fall" mehr erreichbar, sagte kürzlich Hans Bünting, der künftige Chef der Erneuerbare-Energien-Sparte RWE Innogy. So verzögert sich der Anschluss des Windparks Nordsee Ost vor Helgoland um ein Jahr, weil der Netzanschluss später gelegt wird. Den Schaden schätzt RWE auf 100 Millionen Euro und prüft Schadenersatzforderungen.

Katastrophale Situation

Um weitere Bauentscheidungen treffen zu können, müsse es erst Rechtssicherheit über die Anbindung geben, sagt Bünting. Das gilt vornehmlich für das nächste, dreimal so große Projekt von RWE, einen Windpark nördlich von Juist. Auch beim Versorger E.ON ist man sauer. "Die Situation ist katastrophal", sagte der Chef der Sparte Climate & Renewables, Mike Winkel, der "Berliner Zeitung".

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E.ON erster großer deutscher Offshore-Windpark Amrumbank West soll mit 15 Monaten Verspätung angeschlossen werden. Angesichts des unsicheren Netzanschlusses will E.ON erst einmal keine neuen Investitionsentscheidungen treffen. Die Netzbetreiber hätten "sich selbst über- und die Probleme unterschätzt", sagt Winkel.

Situation nicht vorauszusehen

Das weist der Netzbetreiber Tennet, der den Auftrag für den Anschluss der Windparks an der deutschen Küste hat, weit von sich. "Wir haben uns weder überschätzt noch waren wir zu optimistisch. Die Situation hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren stark verändert. Das konnte niemand voraussehen", sagt eine Sprecherin.

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Die Zahl der genehmigten Windparks habe sich auf mittlerweile 25 verdreifacht, zudem stünden schon wieder 55 neue Parks zur Genehmigung an. "Das ist eine rasante Beschleunigung, gleichzeitig haben sich aber die Rahmenbedingungen nicht mitentwickelt." Es müssten künftig immer mehr Parks parallel angebunden werden, während Fachkräfte, Material und Geräte sowie die Zeit knapper würden.

Zwei von neun Projekten verspätet

Tennet räumt ein, dass es bei zwei von insgesamt neun Anschlussprojekten Verzögerungen gibt, wegen technischer Probleme der Generalunternehmer. Davon sei der E.ON-Windpark Amrumbank West aber nicht betroffen. Aus Sorge vor der zukünftigen Entwicklung hat der Netzbetreiber schon an höchster Stelle Alarm geschlagen. Die Sprecherin verweist auf einem Brief an die Bundesregierung vom November, in dem E.ON Tennet auf zu befürchtende Engpässe hinwies.

Der Betreiber begrüßt, dass die Bundesregierung eine Arbeitsgruppe "Beschleunigung der Netzanbindung" einberufen hat. Zu konkreten Lösungsvorschlägen hält Tennet sich bedeckt. Gut wäre ein langfristiger Offshore-Ausbauplan, heißt es lediglich. RWE dagegen wünscht sich Klarheit darüber, wer bei Verzögerungen haften soll. Bis Ostern, so die Hoffnung der Beteiligten, sollen erste Vorschläge auf den Tisch kommen.


Ungewöhnliche Kraftwerke: Strom aus ... was?!
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Quelle: dpa

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Kommentare (29)

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Thema: "Streit um Ausbau der Windkraft auf dem Meer "

Eduard schrieb: am 22. Februar 2012 um 11:36:36
(6) (1) @kernbeißer
das Windenergie,Biogasanlagen und solar anlagen Physikalischer Blödsinn ist der auch noch subventioniert wird wie die Banken
ist Richtig von mir persönlich 100 grüne Daumen(nicht zu verwechseln mit den grünen Schwachköpfen)
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Kernbeißer schrieb: am 21. Februar 2012 um 21:38:28
(9) (1) EEG -Wahnsinn
Schaut mal auf eure Stromrechnungen.Ich habe meine heute bekommen. Von 668 € gehen allein 280€ gemäß EEG drauf! Diese
ÖKO-Abzocker die die EEG Subventionen verschlingen sind ebenso schlimm, wie die Finanzhaie an der Geldmärkten! Sie wissen, was sie tun und lachen sich ins Fäustchen. Danke an die GRÜNEN ÖKO-Sekten.
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till schrieb: am 21. Februar 2012 um 11:41:06
(11) (1) learning by failure
Das alles war vorherzusehen, wenn nicht blinde Anti-AKW-Histery das bißchen Verstand ersetzt hätte.

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