04.02.2008, 19:01 Uhr | dpa / T-Online
Gestresste Arbeitnehmer (Foto: Archiv) Laut einer aktuellen Studie sind Termindruck und zunehmend unsichere Arbeitsverhältnisse die häufigsten Auslöser von Stress. Doch auch die Inflationsflut durch neue Kommunikationstechniken belastet die Arbeitnehmer. Der Wirtschaft entstehen dadurch jedes Jahr Milliardenschäden.
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20 Milliarden Euro Schäden für EU-Wirtschaft
Auch Mobbing, unflexible und lange Arbeitszeiten, Mobbing sowie die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie erhöhen den Stress der Arbeitnehmer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für berufsbedingte Risiken im spanischen Bilbao. Stress ist demnach das zweithäufigste arbeitsbedingte Gesundheitsproblem. Im Jahre 2005 seien davon 22 Prozent der europäischen Arbeitnehmer betroffen gewesen. Vermutlich bis zu 60 Prozent aller versäumten Arbeitstage seien auf Stress zurückzuführen. Dies verursache auch hohe Kosten, denn abgesehen vom menschlichen Leid sei auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in erheblichem Maße beeinträchtigt. Schätzungen zufolge betrugen die Kosten, die der Wirtschaft in Verbindung mit arbeitsbedingtem Stress entstehen, 2002 in den damals noch 15 EU-Ländern 20 Milliarden Euro.
Mobbing im Gesundheits- und Dienstleistungsbereich
Neue Technologien, Materialien und Arbeitsprozesse bringen der Studie zufolge Risiken mit sich. So führe die Informationsflut durch neue Kommunikationstechnologien bei einer steigenden Zahl von Beschäftigten zu gesundheitlichen Problemen. Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz treten laut der Untersuchung besonders im Gesundheits- und Dienstleistungsbereich auf. Sinkende Selbstachtung, Angstzustände und Depressionen könnten die Folge sein.
Zahl der Betroffenen dürfte weiter zunehmen
Die Beobachtungsstelle geht davon aus, dass die Zahl der Betroffenen weiter zunehmen wird. Damit sei berufsbedingter Stress eine der größten Herausforderungen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Europa. Stress am Arbeitsplatz könne jeden Beschäftigten in jeder Position treffen und in Unternehmen jeder Branche und Größe auftreten. Eine ständige Überwachung und Verbesserung der psychosozialen Arbeitsumgebung sei notwendig, damit hochwertige Arbeitsplätze geschaffen würden und die Mitarbeiter gesund blieben, erklärte Jukka Takala, Direktor der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz.
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Quelle: t-online.de
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