01.12.2011, 16:05 Uhr | dpa-AFX, bv
Der für die Energiewende nötige Netzausbau in Deutschland könnte weniger schwierig sein als bisher gedacht. Die Lösung sind sogenannte Hochtemperatur-Leiterseile (HTLS). Sie können doppelt so viel Strom transportieren wie herkömmliche Drähte und nutzen dabei die vorhandenen Strommasten.
Anstatt bis zu 4450 Kilometern an neuen Stromautobahnen zu bauen, könnte der Netzausbaubedarf laut der Studie der RWTH Aachen bei einer Aufrüstung bestehender Leitungen geringer ausfallen. Somit bestehe eine ernstzunehmende wirtschaftliche Alternative zum Bau neuer Trassen.
Gegen neue Trassen machen vielerorts Bürger mobil, was den Ausbau oft verzögert. Gerade Windkraftanlagen müssen wegen des seit Jahren schleppenden Ausbaus zwangsweise abgeschaltet werden. Einer Studie zufolge gingen dadurch 2010 bis zu 150.000 Millionen Kilowattstunden Strom verloren.
Zwar sind die Hochtemperaturseile fünfmal teurer als ein herkömmliches Leiterseil, wegen der weiteren Nutzung bestehender Masten komme der Ausbau insgesamt aber dennoch rund 20 Prozent günstiger, gab das Technologieunternehmen 3M bekannt, das die Seile entwickelt hat. Auch auf sehr langen Distanzen würde die Spannung bei Hochtemperaturleitern wie bei herkömmlichen Seilen erhalten bleiben, da Umspannwerke, Verbraucher und Kraftwerke das System stabilisieren.
Die Drähte können mit bis zu 210 Grad Celsius belastet werden - drei Mal so viel wie herkömmliche Seile, die aus Aluminium und Stahl bestehen. Dabei hängen sie zudem auch noch weniger durch, was bei konventionellen Seilen mit steigender Temperatur zum Problem wird. Zwar bestehen auch die Hochtemperatur-Leiterseile als Stahl und Aluminium, sie sind aber speziell verstärkt und damit zugfester.
Über kurze Strecken kommen die Leiter schon zum Einsatz. So gibt es beispielsweise bei Hanekenfähr-Gersteinwerk in Niedersachsen eine 8,4 Kilometer lange Trasse des Netzbetreibers Amprion mit 400 kV, die seit 2009 in Betrieb ist.
International werden bereits größere Distanzen per HTLS überbrückt. So existiert in Indien eine Trasse mit einer Länge von 193,1 Kilometern. In den USA und China gibt es jeweils rund 100 Kilometer lange Trassen sowie eine 80 Kilometer lange Strecke in Brasilien. Die HTLS-Technologie übertrifft dabei bereits das etwas ältere TAL-Verfahren, bei dem Temperaturen von 80 bis 150 Grad Celsius möglich sind.
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Quelle: dpa-AFX , t-online.de
habnichtsgesagt schrieb:
am 7. Dezember 2011 um 19:35:42
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@Mr. Logic
Spassvogel ! 800 kV sind 800000 Volt. Empfehle "ein"mal die 230 Volt an der Steckdose auszuprobieren - mit viel
Glück überleben Sie die Denkpause.
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bohhäähhyy schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 14:21:13
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weniger durch besser
Heidi schrieb: am 4. Dezember 2011 um 03:00:21
Bei uns baut keiner ...
wir nur die Grünen wählenkönnen, denn sie
befreien uns von dem gesellschftlichen Müll der Kapitalisten ihnen ist jegliches Profitstreben fern und wir benutzen nur ökologisch ein wandfrei .... bohhäähhyy schreibt`s weiter:...
verblöödetes Polit-Schwachsinns-Produkt
Es ist vernünftiger, den Wachtturm zu inhalieren - als diesen von jeder Technischen Sachlichkeit und Logik freien bescheuerten Grünen Kugelblitzen zu trauen.
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Heizlüfter schrieb:
am 5. Dezember 2011 um 09:02:28
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Stromnetz
Wenn mir die Temepratur garantiert wird, stelle ich mein Grundstück sofort für eine Trasse zur Verfügung.
Nie mehr
Schneeräumen, immer frischen Salat und 365 Tage Grillen auf der Terasse.
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