21.11.2011, 14:18 Uhr | AFP, dpa-AFX
Deutsche Unternehmen mit hohem Stromverbrauch können sich über eine Entlastung im Milliardenbereich freuen. Die "Frankfurter Rundschau" (FR) schreibt, dass Unternehmen, die ohne große Verbrauchsschwankungen mehr als zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr benötigen, von den Gebühren für die Stromnetze ausgenommen werden sollen. Die Kosten würden aber nicht gleichmäßig auf alle Verbraucher umgelegt: Wer mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauche, müsse den Bonus für die Industrie nur zu einem kleinen Teil mitfinanzieren. Den Großteil trügen kleine Betriebe und Privatkunden.
Privathaushalte würden so im kommenden Jahr über drei Prozent mehr für ihre Stromrechnung bezahlen - für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeute dies eine Erhöhung um mehr als 26 Euro, rechnete die Zeitung vor. Die Industrieunternehmen und Strom-Sonderkunden dagegen würden um insgesamt 1,1 Milliarden Euro entlastet, hieß es unter Berufung auf eine Schätzung der Bundesnetzagentur.
Der Energieexperte des Bundesverbandes Verbraucherzentralen, Holger Krawinkel, sprach von einer "einmaligen Schweinerei". "Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist", sagte er der "FR".
Finden Sie den günstigsten Stromanbieter aus Ihrer Region. Daten eingeben und vergleichen.
Die Regelung, große Unternehmen von den Gebühren für die Stromnetze zu befreien, habe die Koalition im Sommer bei der Verabschiedung des Energiepakets im Rahmen des Atomausstiegs in letzter Minute eingefügt. Selbst in Fachkreisen sei dies zunächst nicht aufgefallen. Nach Branchenschätzungen profitieren demnach mehrere hundert große Betriebe wie Baustoffhersteller von der Regelung. Auch die Betreiber von Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen würden entlastet.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Quelle: AFP , dpa-AFX , t-online.de
holutz schrieb:
am 21. November 2011 um 20:23:23
(33)
(2)
Kleinverbraucher zahlen Entlastung für Großkunden
Wer jetzt noch denkt die jetzigen Regierenden wieder seine Stimme zu geben bei der
nächsten Wahlen, der wird erleichtert bei seiner Brieftasche (Geldbeutel). - Aussage eines CDU-Abgeordneten heute in einem Interview beim ard. Eine Umverlagerung der Netzlasten auf kleinere Verbraucher soll angeblich mehr zur wirtschaftlichen Solidarität führen und zu einer Entlastung für den Verbraucher in anderen Bereichen führen. - Der/die jenige sollns auch tun.
mehr
Kommentar melden
Emsländer schrieb:
am 21. November 2011 um 19:39:58
(41)
(1)
Kleiner Mann zahlt die Zeche!
Wen wundert's : Die Gier kennt keine Grenzen und kein Schamgefühl mehr.
Von der Regierung ist auch keine
Hilfe zu erwarten, eher warten abgehalfterte
Politbonzen auf lukrative Posten in der Wirtschaft, siehe Schröder und sein grüner Kumpel Joschka. Aber momentan Schiss haben, wenn der eigene Name auf (Todes)-Listen von Radikalen auftaucht. Was ist denn aus jedem Amtseid gewordem? Nur Lippenbekenntnisse. Seit mehr als 10 Jahre ohne Steigerung beim Lohn nach Abzug der Inflation.Die Diäten ste
mehr
Kommentar melden
Riff schrieb:
am 21. November 2011 um 18:45:04
(46)
(2)
Kleinverbraucher zahlen Entlastung
Wen ich bedenke das genau diese (nicht Bestehende ) Belastung eines der grössten Argumente dagegen war
(Energie instensive Firmen werden massenhaft aus Deutschlend Abwandern) dann beweisst dies auf jeden fall eines Industrie und Lobby ist jede Lüge recht um Ihre Gier zu befriedigen.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
