11.03.2011, 12:57 Uhr | cs
Stromkunden in Deutschland zahlen immer mehr Abgaben an den Staat. Das meldet die "Bild"-Zeitung und beruft sich dabei auf Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Laut dem Unternehmerverband kassiert der Staat mittlerweile so viel ab wie noch nie. Insgesamt betrage der Anteil an Steuern und Abgaben 46 Prozent - von jedem gezahlten Euro gehen also 46 Cent an den Staat. Energieexperte und Verivox-Sprecher Jürgen Scheurer bestätigte im Gespräch mit t-online.de die Angaben.
Vor einem Jahr lag den Angaben zufolge der Staatsanteil noch bei 41 Prozent. Doch der rasante Ausbau der Erneuerbaren Energien hat in den vergangenen Jahren die Abgaben zur Förderung dieses Wandels auf dem deutschen Energiemarkt steigen lassen. So kletterte die EEG-Zulage in diesem Jahr von 2,05 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Stromkunden zahlen diese Zulage über ihre Stromrechnung. Allerdings handelt es sich bei der Gebühr um eine Umlage. Der Staat steckt das Geld also nicht selbst ein, sondern transferiert es direkt in den Ausbau der Erneuerbaren Energien und forciert damit den Wandel zu mehr umweltfreundlichen Technologien.
Doch der Staat begnügt sich nicht mit der EEG-Zulage. So kassiert er zusätzlich Mehrwertsteuer, Konzessionsabgaben, Stromsteuer sowie die KWK-Abgabe zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Jürgen Scheurer erläuterte im Gespräch mit t-online.de die Zusammensetzung des Strompreises: "Mit der Erhöhung der EEG-Umlage ist der Staatsanteil am Strompreis für private Verbraucher von 41 auf 46 Prozent gestiegen. Die Netzgebühren haben einen Anteil von 23 Prozent am Verbraucherendpreis. Die Stromversorger selbst erhalten 31 Prozent des Strompreises für Beschaffung, Vertrieb und Marge."
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Dabei kennen die Strompreise in den vergangenen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Dem BDEW zufolge zahlte ein Durchschnittshaushalt (3500 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr) im Jahr 2000 noch 40,66 Euro pro Monat für seinen Stromverbrauch. Mittlerweile betragen die Kosten 72,77 Euro - ein Plus von fast 80 Prozent. Allein in diesem Jahr stieg der Strompreis laut Verivox-Angaben bereits um durchschnittlich sieben Prozent. Meist verwiesen die Versorger dabei auf die gestiegene EEG-Umlage und rechtfertigten so ihre Preiserhöhungen.
Eine Möglichkeit gegen die gestiegenen Strompreise vorzugehen:den Versorger wechseln. "Vielen Kunden sind die hohen Einsparpotenziale nicht klar, stattdessen werden Preiserhöhungen oft klaglos hingenommen", erklärte Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Ein Grund sei auch die Furcht, dass es bei einem Wechsel zu gravierenden Problemen kommen könnte. "Dabei haben alle Verbraucher ein gesetzliches Recht auf ununterbrochene Energieversorgung und Gleichbehandlung."
Das Einsparpotenzial beziffert Verivox beim Strom auf durchschnittlich bis zu 229 Euro. Die Hochrechnung des Verbraucherportals für 2010 basiert den Angaben zufolge auf den von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Wechselzahlen von 2006 bis 2009.
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Quelle: t-online.de
Joona schrieb:
am 11. März 2011 um 12:13:15
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Leider
Die Aufrufe zurm Massenaufstand bringen in Deutschland nichts. Wir sind ein Land von Schafen. Die Wolfe treten nur in kleinen Rudeln
aber in Exponierten stellen auf. Dadurch haben sie die Möglichkeit, fast ungestraft zur Ader zu lassen. Mal sehen was mit E 10 wird. Die Wölfe heulen schon.
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Bernd schrieb:
am 11. März 2011 um 12:09:00
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Stromsteuern
Unfähige Politiker werden den Bürger in eine gefährliche Richtung treiben
und danach hat keiner etwas gemerkt, geschweige
denn Schuld !!! Die
Geschichte wiederholt sich.
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Hanselmann schrieb:
am 11. März 2011 um 11:59:24
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Strom
Der Staat,das sind wir doch alle,warum machen wir da eigentlich mit und lassen uns überall abzocken.
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