25.01.2012, 09:15 Uhr | dapd
Großkunden können ihren Strom bei Engpässen abschalten lassen und dafür eine Prämie bis zu 60.000 Euro pro Megawatt und Jahr kassieren. Insgesamt kann sich dies auf knapp über 100 Millionen Euro jährlich summieren, die auf den allgemeinen Strompreisumgelegt werden. Das geht aus dem Entwurf der Verordnung zu abschaltbaren Lasten hervor, der der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Die Unionsfraktion bewertete den Entwurf positiv. Die Grünen kritisierten, nur wenige Großbetriebe würden bedient.
Großverbraucher wie Aluminiumwerke können danach mit Netzbetreibern Verträge schließen, die ihnen jährliche Pauschalen sichern. Im Gegenzug lassen sie zu, dass ihnen bei Engpässen der Strom abgeschaltet wird. Die Verordnung, deren Entwurf das Wirtschaftsministerium nun zur Ressortabstimmung in der Bundesregierung weiterleitete, legt fixe pauschale Vergütungen fest.
Die betroffenen Unternehmen erbringen damit nach Angaben aus Ministeriumskreisen eine für die Netzstabilität bedeutsame Leistung. Die Einbindung solcher Anlagen korrespondiere mit dem kontinuierlich wachsenden Anteil an nicht stetig, sondern fluktuierend einspeisenden Erzeugungsanlagen, also etwa Sonnen- und Windenergieanlagen.
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Abschaltbare Lasten könnten beispielsweise helfen, Diskrepanzen zwischen Erzeugung und Abnahme auszugleichen beziehungsweise den Ausgleichsenergiebedarf zu verringern. Prämien kämen im wesentlichen bei Unternehmen wie Aluminium- und Zinkhütten sowie Chlorelektrolysen infrage, eventuell auch für die Papier- und Glasproduktion, hieß es. Eine entsprechende Praxis sei im Ausland bereits etabliert.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, erklärte, das verpflichtende Lastenmanagement sei "sehr zu begrüßen". Großstromabnehmer, die in angespannten Lagen schnell vom Netz gehen könnten, leisteten "einen entscheidenden Beitrag, dass die Lichter in Deutschland auch weiterhin nicht ausgehen". Die Kompensation nannte er angemessen.
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Nach Ansicht der Grünen-Fraktion bedient Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) "wieder nur wenige Großbetriebe zulasten einer breiten Mehrheit". Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Kerstin Andreae, nannte allerdings eine Abschaltprämie "grundsätzlich richtig und fair". Sie müsse jedoch transparent sein und für alle gelten.
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Quelle: dapd
leser123 schrieb:
am 29. Januar 2012 um 17:10:08
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Stromkosten
Was Fukushima den GRÜNEN geholfen hat, das müssen heute alle Stromkunden bezahlen. Diese Ökoexperten - selbst bestens versorgt
- haben den ganzen Krempel der Neuorientierung so schnell veranlaßt, daß überhaupt keine Zeit für eine vernünftige Planung übrig blieb und die Stromwende ohne Sinn und Verstand beschlossen wurde. Wir werden uns noch wundern, was da an Preiserhöhungen auf uns zukommt.
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Rudolf schrieb:
am 28. Januar 2012 um 17:27:42
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Strompreise
Wird endlich Zeit dass die Konsorten von F.D.P von der Bildfläche verschwinden. Wer soll dass denn bezahlen Rentner mit 0,99%
Erhöhung oder Leiharbeiter mit 7,50 Euro STD-LOHN. Aber Hauptsache Sie haben die Taschen Voll. Nebenbei kein Aufschrei von der GEWERKSCHAFT!!!!
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reiner tiroch schrieb:
am 26. Januar 2012 um 08:28:02
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gaunertum
Die Stromkonzerne sind sehr einfallsreich wenn es darum geht die preise zu erhöhen. Für den netzausbau haben sie kein geld obwohl
schön öfters deswegen erhöht wurde. Das ganze läuft auch noch gut mit der Unterstützung der politiker wie Brüderle und Rösler. Vielen Dank ihr pfeifen. das Gaunertum funktioniert immer.
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