07.10.2011, 14:53 Uhr | t-online.de
Strompreis-Atlas: Hohe Strompreise sind rot, günstige grün dargestellt (Montage: t-online.de, stromauskunft.de)
Strom wird in Deutschland immer teurer. Nicht nur die Energiewende treibt den Preis für die Energie aus der Steckdose in die Höhe. Auch steigende Rohstoffpreise verteuern die Kosten für die Bürger in Deutschland. Dabei unterscheiden sich die Strompreise innerhalb Deutschlands erheblich. Vor allem Bürger in den neuen Ländern müssen tiefer in die Tasche greifen. Ein aktueller Strompreis-Atlas zeigt nun die drastischen Unterschiede beim Strompreis zwischen den Regionen.
Das Verbraucherportal Stromauskunft hat diesen Überblick für Deutschland erstellt. Der Strompreis-Atlas zeigt auf einen Blick, wo der Strom für Verbraucher besonders teuer ist. "Die Karte zeigt eindeutig, dass in Ostdeutschland tendenziell mehr für Strom bezahlt wird, als im Westen der Republik", sagte Jörg Heidjann von Stromauskunft.
Vor allem in Thüringen und Sachsen zahlen Bürger demnach beim Strompreis drauf. Dagegen sind die Preise in den ostdeutschen Großstädten Berlin und Dresden moderat. Ebenfalls günstig ist der Strom in weiten Teilen Bayerns. Dagegen müssen Bürger in Hessen und Baden-Württemberg verhältnismäßig tief in die Tasche greifen.
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Zudem geht aus dem Strompreis-Atlas hervor, dass in den Großstädten Strom eher günstig und auf dem Land eher teuer ist. Den Stromexperten von Verivox zufolge ergeben sich die Preisunterschiede jedoch nicht aus unterschiedlich hohen Abgaben, sondern durch die Preispolitik der Versorger. So erklärt Verivox-Experte Jürgen Scheurer im Gespräch mit t-online.de den günstigeren Preis in den Städten durch den dort stärkeren Wettbewerb.
Scheurer zufolge führen aber auch die Netzentgelte zu den unterschiedlichen Preisstrukturen innerhalb Deutschlands. So können die Preise ein und desselben Versorgers in verschiedenen Regionen deutlich voneinander abweichen. Mangelnder Wettbewerb und hohe Netzentgelte treiben dann den Preis in die Höhe. Günstige Netzentgelte und hoher Wettbewerb schonen dagegen den Geldbeutel.
In ländlichen Gebieten sind die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze tendenziell höher, da weniger Haushalte mit einem größeren Netz verbunden sind. Ein Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4000 kWh kommt dort im Durchschnitt auf 238 Euro netto an Netznutzungsentgelten, Verbraucher in der Stadt zahlen hingegen durchschnittlich nur 205 Euro.
Auf dem Land werden jedoch niedrigere Konzessionsabgaben fällig, denn diese richten sich nach der Anzahl der Einwohner. Werden die Kosten für Netznutzung und Konzessionsabgabe zusammengerechnet, verschwindet der Unterschied zwischen Stadt (290 Euro) und Land (293 Euro) fast vollständig.
Eine Möglichkeit, sich gegen hohe Strompreise zu wehren ist der Wechsel des Anbieters. Generell sollten Stromkunden ihren Tarif regelmäßig prüfen. Mit Hilfe eines Stromrechner erfahren sie mit wenigen Klicks, ob zur Zeit günstigere Angebote vorliegen.
Für die Karte hat Stromauskunft.de die Strompreise der lokalen Versorger für 1437 Orte in Deutschland ausgewertet. Angezeigt werden die Stromkosten pro Monat, ermittelt jeweils zum Anfang des aktuellen Monats für einen jährlichen Verbrauch von 2800 kWh für alle Städte, Landkreise und kreisfreie Städte.
Quelle: t-online.de
voegelchen schrieb:
am 6. Oktober 2011 um 20:05:04
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Strompreis
Und selig schlummert das Kartellamt!!!
Auch bei den Spritpreisen. Wie man es wohl zu Leben und Handeln erwecken könnte?
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Pit schrieb:
am 6. Oktober 2011 um 20:03:25
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Strom
Na ist doch klar, da wo eh schon weniger an Gehalt da ist, also im Osten nach über 20 Jahren Einheit, da muß man natürlich beim
Strom mehr abkassieren. Das beschleichende Gefühl ist nicht nur beim Strom vorhanden. So brauch man sich nicht wundern das hier vielleicht zu Recht auch mal mehr gemeckert wird als in den alten Bundesländern. Unabhängig gesehen davon das unsere Regierung bis hin zum Kartellamt alle unter einer Decke stecken. Das ist schon sehr bschämend! Hauptsache in die eigene Tasche.
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Horsti schrieb:
am 6. Oktober 2011 um 20:02:50
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Strom
Schaut doch mal hin in Welchen Aufsichtsräten unsere Politiker ihr Geld verdienen !!!! Die Sitzen im Aufsichtsrat bekommen Kohle
dafür und stimmen allen zu.
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