26.11.2010, 10:40 Uhr | AFP
Schwarzarbeit: Viele Putzfrauen werden in Deutschland nicht angemeldet (Foto: imago) (Quelle: imago)
Kochen, einkaufen, waschen, putzen - die alltäglichen Pflichten sind für viele eine Herkulesaufgabe. Haushaltshilfen werden deswegen immer gefragter, die Schwarzarbeit aber auch. Angesichts der Alterung der Gesellschaft könnte sich bis zum Jahr 2050 die Zahl der nicht angemeldeten Haushaltshilfen in Deutschland von heute geschätzt vier Millionen auf rund zwölf Millionen verdreifachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) im Auftrag der vom Rentenversicherer Knappschaft Bahn See getragenen Minijob-Zentrale.
Laut Studie würde 2050 rechnerisch jeder dritte deutsche Haushalt eine Haushaltshilfe schwarz beschäftigen. Dass die Schwarzarbeit so stark zunehmen dürfte, liegt vor allem am gestiegenen Bedarf wegen der Alterung der Gesellschaft. Schon heute werden 37 Prozent aller Haushaltshilfen von Menschen über 60 beschäftigt.
Zwei weitere Trends befeuern überdies den Boom: Zum einen seien immer mehr Menschen beruflich stark eingespannt und hätten immer weniger Zeit für die Hausarbeit. Zum anderen steige parallel dazu die Bereitschaft, Kinder zu bekommen, während immer mehr Frauen berufstätig sind. Auch viele dieser Familien brauchen eine Haushaltshilfe, was die Nachfrage ebenfalls steigen lassen werde.
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Und dabei haben die Menschen laut IW kein schlechtes Gewissen, Schwarzarbeiter einzusetzen. "Nach dem Motto ‚Was im Privathaushalt passiert, ist Privatsache' halten 80 Prozent der Menschen in Deutschland es noch immer für ein Kavaliersdelikt, die Haushaltshilfe nicht anzumelden“, sagt Professor Dominik Enste vom IW Köln. Dabei ist die Schwarzarbeit kein harmloses Vergehen, Geldbußen in Höhe von bis zu 5000 Euro drohen.
Die Minijob-Zentrale forderte daher alle Deutschen dazu auf, ihre Haushaltshilfen legal zu beschäftigen. Dies ist in vielen Fällen kaum teurer als schwarz beschäftigte Hilfen. "Viele Menschen wissen nicht, welche Vorteile eine legale Beschäftigung mit sich bringt", sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale. Verdient die Hilfe nicht mehr als 400 Euro im Monat, zahlt der Arbeitgeber nur 14,27 Prozent für Steuern und Sozialabgaben.
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Geld, das er beim Finanzamt geltend machen kann. Privathaushalte, die eine Hilfe als Minijobber auf 400-Euro-Basis beschäftigen, können 20 Prozent der gesamten Ausgaben von der Einkommensteuer abziehen - und zwar bis zu 510 Euro pro Jahr. Der Arbeitgeber sichere sich zum Beispiel vor finanziellen Ansprüchen ab, falls die Hilfe einen Arbeitsunfall hat und vermeide Geldbußen.
Quelle: t-online.de , AFP
Daywalker schrieb:
am 1. Dezember 2010 um 15:30:01
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Schwarz
Ob jetzt Swetlana oder Jannina u.s.w. schreiben das ihnen das Geld reicht was sie hier verdienen und auch hier hinziehen ist
egal.
Die werden merken wie TEUER hier das Leben ist.
Ich bin mal gespannt wenn nächstes Jahr im Mai alle rüberkommen dürfen um hier zu Arbeiten und die jetzigen Löhne noch weiter runtergeschraubt werden von unseren Unternehmen.
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Mike Kent schrieb:
am 25. November 2010 um 21:46:19
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... aber dieser, der ist ...
nur an weiblichen Mitarbeiterinnen "interessiert" und diese bedienen somit 5 Fremdfirmen und verdienen deutlich
mehr, als es der männliche Mitarbeiter - dieser ist nur für 1 Unternehmen tätig (Scheinselbständigkeit!) - tut. Doch dieser muss davon die Familie ernähren, wohingegen die "Kollegin" von Ihrem selbständigen Lebensgefährten unterstützt wird. Es ist die Karstadt Filiale in Bielefeld und die Ungerechtigkeit hat den Mann krank gemacht (Herzinfarkt!!!). So arbeiten "Führungskräfte"!
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Mike Kent schrieb:
am 25. November 2010 um 21:41:11
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Ohne "Schwarzarbeit" könnten ...
viele gar nicht überleben. Ein Freund, der als selbständige Fachkraft für ein renommiertes deutsches
Unternehmen innerhalb der Karstadt GmbH arbeitet, der hat bei gut 160 Stunden im Monat 1.600,- Euro Brutto. Hiervon hat er Krankenversicherung, Rentenversicherung usw. selbst zu tragen. Dieser würde gerne ein paar Hundert Euros "schwarz" erwirtschaften - doch wie? Er ist Kaufmann und kein Handwerker. Sein Abteilungsleiter hätte die Möglichkeit Ihm durch Zuordnung ein paar Euros zukommen zu lassen
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