12.05.2011, 19:15 Uhr | AFP, dapd, dpa
Schon in wenigen Jahren könnten viele Kliniken verschwinden (Foto: imago) (Quelle: imago)
Laut einer Studie kommen vor allem auf kleine Krankenhäuser im ländlichen Raum wirtschaftlich harte Jahre zu. Bis zum Jahr 2020 drohe etwa jedem zehnten der derzeit rund 2000 Krankenhäuser die Schließung, wenn Anbieter und Politik nicht gegensteuern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Krankenhaus Rating Report" des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).
Insgesamt waren 2009 zwölf Prozent aller Kliniken von Insolvenz bedroht, wie die Studie zeigt. Die Untersuchung basiert auf einer Stichprobe von 687 Jahresabschlüssen aus dem Jahren 2008 und 366 Jahresabschlüssen aus dem Jahr 2009.
Vor allem die Explosion bei den Kosten belastetet viele Häuser. Die Ausgaben für Krankenhausaufenthalte und damit die Einnahmen der Häuser betrugen 2009 insgesamt 71 Milliarden Euro und waren somit um 6,4 Prozent höher als im Vorjahr. Allerdings stiegen auch die Kosten der Kliniken stark an. Zwischen 2005 und 2009 erhöhten sich die Ausgaben um 15 Prozent.
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Das erschwert die Modernisierung der Kliniken: Nur rund 30 Prozent aller Krankenhäuser waren laut ihrem Betriebsergebnis in der Lage, die erforderlichen Investitionen voll zu tätigen. Ohne Investitionen könnten sie aber langfristig nicht überleben. Seit dem Jahr 1991 hat sich der Studie zufolge in den Kliniken ein Investitionsstau von mittlerweile 14 Milliarden Euro angehäuft.
Vor allem kleine Häuser in kommunaler Trägerschaft leiden unter der Kostenmisere. Am schwierigsten war die Situation in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Bremen sowie Bayern. Am besten war die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser 2009 laut Studie noch in Rheinland-Pfalz und im Saarland, in Sachsen-Anhalt und Thüringen, in Sachsen und in Nordrhein-Westfalen.
So gab es trotz ähnlicher regionaler Bevölkerungsdichte beispielsweise in Bayern rund 40 Prozent mehr Krankenhäuser je Einwohner als in Ostdeutschland. Die Krankenhauskosten je Einwohner betrugen zwischen 717 Euro je Einwohner in Baden-Württemberg und 988 Euro im Saarland.
Als Konsequenz aus den Ergebnissen der Studie, empfehlen die Autoren eine Marktbereinigung hin zu weniger, aber größeren und wirtschaftlicheren Krankenhausstandorten. Doch dabei steht die Politik häufig im Weg. Viele Politiker fürchten aus Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen, Kliniken zu schließen oder mit anderen Häusern zusammenzulegen.
Statt den Fokus auf Gewinne oder Verluste der deutschen Krankenhäuser zu richten, sollte das vorhandene Geld besser eingesetzt werden, forderte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Allein die Aussage, dass zwölf Prozent der Krankenhäuser ein erhöhtes Insolvenzrisiko hätten, lasse sich nicht damit erklären, dass zu wenig Geld im System vorhanden sei. "Vielmehr zeigt sich hier, dass es eine strukturelle Überkapazität gibt und das vorhandene Geld besser eingesetzt werden muss", erklärte GKV-Vize Johann-Magnus von Stackelberg.
Quelle: dpa , dapd , AFP , t-online.de
Rene schrieb:
am 13. Mai 2011 um 22:31:31
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Peter schrieb: es hat seine Gründe
Peter, glaube mir, Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. Auch du wirst eines Tages drankommen. Sei
sicher, du wirst nicht vergessen werden. Wenn du dann nicht leben und nicht sterben kannst, dann denke an diesen Beitrag.
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Rentner 0,99% schrieb:
am 13. Mai 2011 um 19:33:56
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Aus die Maus
Deutsche Spargel, Deutsche Erdbeern, Ost Deutsche Kliniken hat alles was gleich, das sie zu Teuer sind.
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Prof schrieb:
am 13. Mai 2011 um 19:04:46
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Kliniken
Mehr Qualität als Quantität . mit top Kliniken und Top Ärtzte und weniger Überstunden ,was soll eine Klinik auf dem Dorf mehr
konzentrieren auf die Städte dann haben auch Ärtzte mehr Freizeit.
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