03.03.2008, 17:06 Uhr | Spiegel-Online
Dreiste Kupferdiebe (Foto: dpa) Wegen der hohen Metallpreise stehlen Diebe immer öfter Kupferkabel. Der Kabel-Klau schneidet ganze Stadtteile von der Außenwelt ab und kostet Südafrikas größte Telefongesellschaft Telkom Millionen. Und - was noch schlimmer ist - er gefährdet die Vorbereitungen zur Fußball-WM 2010.
Immense Schäden
Sie graben nach faustdicken Kabelsträngen, schmelzen das Kupfer ein und verkaufen es auf dem Schwarzmarkt. Der Diebstahl von Kupferkabeln in Südafrika kostet den nationalen Telekommunikations-Konzern Telkom jährlich bis zu 100 Millionen Euro. Allein für den Zeitraum zwischen April 2007 und Januar 2008 bezifferte das Unternehmen den Schaden auf rund 72 Millionen Euro.
Verbesserung der Serviceleistungen bedroht
Der Diebstahl habe alarmierende Ausmaße angenommen und verhindere im Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 eine Verbesserung der Serviceleistungen, teilte ein Telkom-Sprecher mit. Dem Diebstahl komme der Konzern nicht bei: Kaum sei ein gestohlenes Kabel ersetzt, würden die Banden erneut zuschlagen.
Zehntausende Haushalte ohne Strom
Im vergangenen Jahr legten die Kabel-Diebe das halbe Land lahm: Fast eine Woche lang waren zehntausende Hausehalte in Johannesburg ohne Strom. Mehrere Unternehmen mussten ohne Telefon- und Internetanschluss arbeiten. Die südafrikanischen Ermittler machten organisierte Banden verantwortlich. Sie würden junge Drogenabhängige zum Diebstahl anstiften.
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Quelle: t-online.de
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