02.01.2012, 16:26 Uhr | dpa
Suzuki zerrt VW vor den Kadi: Die zerrüttete Partnerschaft zwischen dem japanischen Autobauer und seinem Großaktionär Volkswagen wird ein Fall für den Schiedsgerichtshof der internationalen Handelskammer. Die Japaner riefen nach eigenen Angaben den Schlichter an. Sie wollen erreichen, dass VW seinen Anteil an Suzuki verkauft. Die Börse reagierte positiv auf die Entwicklung.
Die beiden Partner werfen sich gegenseitig Verletzungen des erst vor zwei Jahren geschlossenen Kooperationsvertrages vor. Damals hatte sich VW mit knapp 20 Prozent an dem japanischen Unternehmen beteiligt, Suzuki im Gegenzug mit 1,5 Prozent bei VW.
Suzuki hatte sich zu Beginn der Auseinandersetzungen auch daran gestört, in den VW-Büchern als assoziiertes Unternehmen geführt zu werden. Das Familienunternehmen pocht auf seine Unabhängigkeit. Die Partnerschaft habe Suzuki nicht die gewünschten Vorteile gebracht, lauten die Vorwürfe des Kleinwagenspezialisten.
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VW sieht sich hingegen übergangen, da die Japaner bei Fiat Dieselmotoren bestellten. Ursprünglich sollten die Japaner VW dabei helfen, den Wachstumsmarkt Indien zu erobern. Suzuki hatte sich vor allem Einblick in die technische Entwicklung bei Europas größtem Hersteller versprochen.
Volkswagen wies die Vorwürfe erneut zurück. "Wir sind sehr enttäuscht über diesen Schritt von Suzuki und können diesen in keinster Weise nachvollziehen", hieß es in einer Reaktion aus Wolfsburg. "Es gibt keinerlei rechtliche Basis, die Aktien zurückgeben zu müssen." Volkswagen werde an seinem Anteil an Suzuki festhalten. Der Konzern sehe dem Verfahren gelassen entgegen.
Börsianer sahen dies anders: Die Commerzbank hat die Einstufung für VW-Vorzugsaktien nach dem von Suzuki geforderten Ende der Kooperation mit den Wolfsburgern auf "Buy" mit einem Kursziel von 160 Euro belassen. Diesen Schritt der Japaner habe er erwartet, schrieb Analyst Daniel Schwarz. Allerdings wolle der VW-Konzern seine 19,9-prozentige Beteiligung an Suzuki nicht verkaufen. Dass Suzuki deshalb ein Schiedsgericht angerufen habe, dürfte die VW-Aktien nicht belasten.
Quelle: dpa-AFX , t-online.de
Justitia schrieb:
am 16. Mai 2012 um 13:20:54
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Suzuki verklagt VW
Wenn zwei sich streiten, dann sind auch zwei am STREIT beteiligt. Es kann bei Kooperationen ja immer vorkommen, dass sich
erhoffte Vorteile nicht einstellen, dann muss man eben sehen, wie man wieder aus einander kommt. Gerichtliche Klärungen sind dabei immer die unschönste Variante und umso bedauerlicher, als sich beide dadurch gegenseitig beschädigen. Unnötig, aber anscheinend manchmal unvermeidbar....
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ULF B schrieb:
am 26. Januar 2012 um 21:58:16
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VW-SUZUKI
Habe immer gedacht das Mercedes arrogant ist aber VW ist noch viel Schlimmer.
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Uns Uwe schrieb:
am 13. Dezember 2011 um 18:59:09
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Suzuki
...so kennt man VW...keine Innovation nur klauen wollen (war schon mit Mitsubishi so, weil man selber keinen Benzindirekteinspritzer
bauen konnte) und dann als GROSSER da stehen wollen. Wenn die, die Autozeitungen nicht auf ihrer Gehaltsliste hätten.....würden sie beim Umsatz "alt" aussehen.
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