05.07.2011, 16:32 Uhr | dapd, t-online.de - mmr
Beim Vergleich von Tagesgeld-Konditionen lohnt ein Blick auf Kinderkonten (Foto: imago)
Wer für seinen Nachwuchs eine Finanzreserve schaffen will, für den bieten sich spezielle Kinder-Tagesgeldkonten an. Sie werden von mehreren Instituten angeboten, sind wie herkömmliche Tagesgeldkonten kostenlos und das Geld ist jederzeit verfügbar. Aktuell bieten die besten Banken bis zu 2,3 Prozent Zinsen. Außerdem bieten Anlagen für Kinder diverse Steuervorteile. So steht auch Minderjährigen der volle Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro jährlich zur Verfügung.
Und das ist nicht alles: Auch Kinder dürfen ein Jahreseinkommen von 8004 Euro haben, ohne Steuern zu zahlen, wie der Bund der Steuerzahler (BdSt) betont. Zu diesem Einkommen zählen beispielsweise auch Zinseinkünfte oder Dividenden. Zusammen mit dem Sparerpauschbetrag und der Sonderausgabenpauschale ergibt sich für jedes Kind ein steuerfreier Gesamtbetrag von 8841 Euro pro Jahr. Allerdings sollten Eltern den Freibetrag nicht voll ausnutzen, sonst zahlen sie unter Umständen drauf.
So erlauben die gesetzlichen Krankenkassen die kostenlose Mitversicherung des Kindes laut BdSt nur dann, wenn dessen Monatseinkommen 365 Euro nicht übersteigt. Und sollten die Einkünfte des Kindes oberhalb des Freibetrags liegen, verlieren die Eltern den Anspruch auf das Kindergeld.
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Wer Geld für seinen Nachwuchs anlegen will, der sollte sich vorher umfassend informieren. Denn nicht alle Banken bieten Tagesgeldkonten für Kinder an, wie das Finanzportal Biallo.de ermittelt hat. Dazu zählen beispielsweise viele Direktbanken mit türkischem Ursprung. Besser sieht es bei den deutschen Direktbanken aus. So offerieren beispielsweise Netbank, Comdirect, DAB-Bank, Cortal Consors, Ing Diba oder 1822 direkt entsprechende Kinderkonten.
Zudem lohnt ein genauer Blick auf die Konditionen. Eine Umfrage von Biallo.de ergab, dass einige Banken Konten unterschiedlich verzinsen. So bietet ein Institut für das Kinderkonto lediglich 1,5 Prozent, während Neukunden beim klassischen Tagesgeldkonto ein Jahr lang 2,3 Prozent erhalten. Einige Tagesgeld-Konten für Kinder sind darüber hinaus an Bedingungen geknüpft. So verlangen manche Institute die gleichzeitige Eröffnung eines Girokontos oder eines Wertpapierdepots.
"Von solchen Bedingungskonten sollten Sparer die Finger lassen, es sei denn, sie benötigen die entsprechenden Zusatzleistungen tatsächlich", sagt Karin Baur vom Magazin "Finanztest" der Stiftung Warentest. Schließlich gebe es genügend Anbieter, die gute Zinskonditionen ohne Einschränkungen anbieten würden.
Ein Tagesgeldkonto für Kinder darf nur von deren Eltern eröffnet werden. Zur Kontoeröffnung werden der eigene Ausweis sowie die Geburtsurkunde oder ein anderes amtliches Dokument des Kindes benötigt. Bei den Direktbanken erfolgt die Kontoeröffnung zumeist per Postident-Verfahren. Bei den Kinderkonten können Eltern bis zur Volljährigkeit des Kindes Ein- und Auszahlungen auf dem Konto vornehmen.
Eltern, die ihren Kindern Geld schenken, sollten beachten, dass sie es nicht mehr für eigene Zwecke nutzen dürfen. "Die tatsächliche Durchführung der Schenkung erfordert, dass das von den Eltern an ihre Kinder übertragene Guthaben endgültig in das Vermögen der Kinder übergeht", sagt Cornelia Schulz vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. So dürften die Eltern das Geld beispielsweise nicht für den Kauf eines neuen Autos nutzen. Andernfalls müssten sie die Erträge aus dem übertragenen Vermögen selbst versteuern, betont Schulz.
Dennoch darf zum Steuern sparen Geld zwischen Familienmitgliedern transferiert werden, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat (Az: XI ZR 220/03). Überweisen Eltern Geld auf Konten ihrer Kinder, ohne es ihnen ausdrücklich geschenkt zu haben, können sie es sich jederzeit zurückholen.
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Quelle: dapd , t-online.de
Willi schrieb:
am 3. Juli 2011 um 17:01:03
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Sparplan
Die Deutsche Bank strebt ja, wie vor der so genannten "Bankenkrise", ein Renditeziel von 25% an - nach Steuern! Wie da
gezockt und gewettet werden muss, dass dieser "Traum" in Erfüllung geht. Und wie sehr in Bonn, Berlin und Brüssel Lobby-Arbeit betrieben werden muss, damit das ja auch klappt - das geht auf keine Kuhhaut. Nach der Krise ist für die vor der Krise und umgekehrt.
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Annette schrieb:
am 3. Juli 2011 um 15:32:59
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@Axel
Dass die Banken einfach zu viel Macht - und die Börsen ebenfalls - finde ich auch. Aber trotzdem ist die Aussage "Die Banken
bekommen noch mehr Geld" Blödsinn in diesem Zusammenhang. Das Geld ist jetzt auch schon bei den Banken! Es wird bei der in diesem Artikel genannten Praktik nur auf die Kinder umgeschaufelt! Wo soll es denn sonst jetzt sein? Im Strumpf unterm Kopfkissen??? "Es wäre nicht schlecht, wenn Sie mal darüber nachdenken würden..."
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Axel schrieb:
am 3. Juli 2011 um 15:09:01
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@Annette
Je mehr Geld eine Bank verwaltet, desto mehr Macht hat sie. Nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch! Wohin das führt, erleben
wir seit vielen Jahren. Eine Type wie Josef Ackermann geht im Kanzleramt ein und aus wie es ihm gefällt. Nicht nur offiziell, sondern auch privat, anlässlich irgendwelcher Abendessen. Wäre nicht schlecht, wenn Sie mal darüber nachdenken würden...
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