Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Jobs >

Tariflöhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr

...

Löhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr

29.07.2008, 16:29 Uhr | oca / bab

 3,5 Prozent mehr Verdienst im April.  (Foto: imago) 3,5 Prozent mehr Verdienst im April. (Foto: imago)Die Tariflöhne in Deutschland sind im April so stark gestiegen wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Die nach Tarif bezahlten Arbeiter und Angestellten verdienten im Schnitt 3,5 Prozent mehr als noch im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dies sei der höchste Anstieg für Angestellte seit April 1996 und für Arbeiter seit Juli 1996 gewesen, sagte ein Sprecher der Statistikbehörde.

Unterste Vergütungen -
Überblick - Das verdienen die Deutschen
Überblick - Das verdienen die DAX-Bosse

Mehr Geld durch neue Abschlüsse

Verantwortlich für den Anstieg der Löhne und Gehälter seien die zum Jahresbeginn und danach in Kraft getretenen Tarifabschlüsse, teilten die Statistiker weiter mit. So hätten die Stundenlöhne in der Chemie-Industrie gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zugelegt, Bauarbeiter hätten ein Lohnplus von 3,7 Prozent erhalten, und im öffentlichen Dienst seien die Bezüge im April im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 6,5 Prozent in die Höhe geklettert, hieß es.



Anstieg über Preissteigerungen

Der Anstieg liegt mit 3,5 Prozent deutlich über der Inflationsrate: Den Angaben der Statistiker zufolge mussten die Verbraucher im April 2,4 Prozent mehr für ihre täglichen Ausgaben zahlen als noch im Vorjahresmonat. Nicht berücksichtigt wurde dabei jedoch der Anstieg der Steuern und Abgaben, der den Brutto erzielten Zuwachs beim Lohn je nach Steuerklasse deutlich schrumpfen lässt.

Was am Ende übrig bleibt

Wer in der Steuerklasse I und einem Gehalt von 3000 Euro 3,5 Prozent mehr Lohn erhält, bekommt bei einem Krankenkassenbeitrag von 14 Prozent gerade einmal 48 Euro mehr ausgezahlt. Der reale Anstieg der Kaufkraft beträgt damit gerade einmal 1,6 Prozent und gleicht die Preiserhöhungen damit nicht aus. Aus diesem Grund fordern Experten aus Wirtschaft und Politik seit langem eine Reform des Steuersystems.



IW plädiert für Reform der Einkommensgrenzen

Von der sogenannten "kalten Progression" sind laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) insbesondere Beschäftigte mit mittlerem Einkommen betroffen. Die Experten schlagen deshalb vor, die steuerlichen Einkommensgrenzen jährlich mindestens um die Inflationsrate anzupassen. Denkbar ist laut dem IW aber auch, die durchschnittlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zur Grundlage der Indexierung zu machen.

Steuerausfälle als Folge

Ein solcher bereinigter Tarif würde den Fiskus laut den Berechnungen im ersten Jahr knapp fünf Milliarden Euro kosten. Ein allein um den Preisanstieg korrigierter Tarif zöge Steuerausfälle von 3,8 Milliarden Euro nach sich. Zur Entlastung der Bürger mit mittleren Einkommen schlägt das IW zudem vor, zwischen dem Grundfreibetrag von derzeit 7664 Euro und Einkommen bis 52.152 Euro - ab hier gilt der Spitzensteuersatz - einen linearen Tarif anzuwenden. Laut dem IW würde dies die Steuerschuld eines Ledigen, der 20.000 Euro verdient, um 538 Euro (19 Prozent) verringern.

Konjunktur und Konsum zur Gegenfinanzierung

Eine solche Reform ließe das Steueraufkommen zwar um 23,8 Milliarden Euro sinken, das Institut rechnet jedoch konjunkturbedingte Mehreinnahmen zur Finanzierung gegen. Zudem könnte eine solche Entlastung auch den Konsum ankurbeln, an dem der Staat über die Mehrwert- und andere Verbrauchssteuern profitiert.

Mehr Themen
Große Online-Umfrage zum Thema Gehalt -
So viel sollten Sie verdienen -
Studium schützt - Diplomierte und Promovierte selten arbeitslos
Lehrstellen-Bericht - DIHK meldet mehr Stellen als Bewerber
Fortbildung statt Abstellgleis - Neue Chancen für die Alten


Quelle: AFP , t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Tariflöhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Tariflöhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Tariflöhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Riesiger Fernsehgenuss
Knüller knallhart bei euronics.de

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Hier sparen Sie bis zu 90%
Bildschöne Mai-Schnäppchen zum kleinen Preis - bei Hugendubel.de

Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Whistleblower gefeu- ert: Firma muss zahlen
Altenpflegerin Brigitte Heinisch (Quelle: dpa)

Altenpflegerin erhält 5- stellige Abfindung. mehr

Es bleibt dabei: Hertha muss in die zweite Liga
Fans stürmen den Rasen beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC.

Bizarre Kriegsvergleiche ziehen nicht. mehr


Anzeigen

Anzeige
Wirtschaft
Anleger verklagen Facebook und Banken

Verpatzter Börsenstart ist der Grund für die Sammelklage. zum Video

Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Marken-
drucker. von druckerzubehoer.de

Partner-Angebot
Gehaltsvergleich
Gratis-Check mit über 280 Tätigkeitsbereichen

Nutzen Sie jetzt unseren Gratis- Check für über 300 Berufe. mehr

Anzeige
Girokonto für 0,- Euro
 (Quelle: norisbank)

Das kostenlose Top-Girokonto der norisbank. Jetzt informieren

Anzeige
Silber-Sonderangebot
Silbermünzen: 25 x Silber Unze Maple Leaf zum Sonderspreis. (Quelle: ophirum.de)

Exklusiv für Nutzer von t-online.de. zum Angebot

Anzeige

Anzeige
iPad gewinnen
 (Quelle: fxDirekt Bank)

Am Börsenspiel teilnehmen und gewinnen. Jetzt mitmachen

Hartz-IV im Quiz

Was wissen Sie über Hartz IV? Hartz-Quiz

Anzeige
Donaumetropolen erleben
Kreuzfahrten bei t-online.de Reisen (Quelle: Hersteller)

6-tägige Flusskreuzfahrt auf der Donau mit AI bereits ab 499,- €/P.

Börsen-Gezwitscher
Börsenradar auf Twitter

Das Börsenradar-Team zwitschert auch auf Twitter. Folgen Sie uns!

Geld-Newsletter
Werktags die wichtigsten Neuigkeiten rund um Wirtschaft und Finanzen per E-Mail in Ihr Postfach  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aktuelle Wirtschafts- Themen täglich ins Postfach. mehr


Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige